Mittwoch, 31. Oktober 2012

[Rezension] Poznanski, Ursula - (1/3) Die Verratenen


Ria gehört zu den Privilegierten und darf innerhalb der Sphären leben, in denen es Medikamente, moderne Technik und genug Lebensmittel gibt. Aber nicht alle Menschen haben so viel Glück. Die Primitiven (kurz "Prims" genannt) leben außerhalb dieser geschützten Bereiche und sind der Kälte, den Schneestürmen und den wilden Tieren nahezu schutzlos ausgeliefert. In den Sphären arbeitet man jedoch mit Hochdruck daran, irgendwann alle Menschen aufnehmen zu können, auch wenn die Prims dieses scheinbar nicht zu schätzen wissen und des Öfteren Übergriffe planen. Als Ria eines Tages ein Gespräch belauscht, stürzt ihre heile Welt in sich zusammen und mit der Zeit scheint sich herauszustellen, dass das, was sie über den Sphärenbund zu wissen glaubte, scheinbar nicht der Wirklichkeit entspricht. 

Ich habe bisher jedes Buch von Ursula Poznanski gelesen oder das entsprechende Hörbuch gehört und war nun sehr auf den Auftaktroman ihrer ersten Trilogie gespannt. Der Einstieg in den Roman gelingt sehr leicht, da die Autorin die Welt, in der Ria lebt, von Anfang an anschaulich präsentiert. Im ersten Buch werden zwar nicht alle Antworten auf die Frage "Warum sich die Welt so entwickelt hat, wie sie es nun einmal hat?" gegeben, aber mir hat es einfach gereicht zu wissen, dass die Welt in Schnee und Kälte versunken ist und daher die Sphären errichtet wurden. Warum es zu dieser Klimakatastrophe kam, war mir dann eher unwichtig. Mit jedem Kapitel erfährt man mehr über das Leben in den Sphären, über die dortige Ausbildung der Teenager und das Ziel des Sphärenbundes. Später im Roman bekommt der Leser die Möglichkeit geboten auch das Leben der Prims kennen zu lernen und deren Sicht der Dinge zu erfahren. Zusammenfassend kann man sagen, dass die erdachte Welt interessant und schlüssig ausgearbeitet wurde und es definitiv ein Dystopie-Szenario darlegt, welches in der Zukunft tatsächlich möglich wäre.

Ich liebe Dystopien und obwohl das Genre strickte Vorgaben liefert, hoffe ich stets, dass jeder Autor auf eigene Ideen und differenzierte Welten zurückgreift. Bei Poznanski hat dieses richtig gut geklappt. Neben dem gut durchdachten System bedient sich die Autorin gleich sechs wichtiger Charaktere, wobei Ria die Protagonisten darstellt, aus deren Sicht der Roman auch geschildert wird. Sie ist eine tolle Abwechslung zu den sonstigen "Heldinnen". Weder weinerlich, noch der offensichtliche Kämpfertyp. Sie ist intelligent, sympathisch und ihre Stärke liegt bei den Sprachen, egal ob verbale oder nonverbale Kommunikation. Dieser Ansatz hat mir richtig gut gefallen und ich habe es genossen zu lesen, wie Ria diese Fähigkeiten immer wieder gekonnt eingesetzt hat. Außerdem kommt der Roman (erstaunlicherweise) fast ohne Liebesgeplänkel aus. Dieses fehlt kein bisschen und ist in der momentanen Buchwelt eine tolle Ausnahme.

Poznanskis Schreibstil ist genauso flüssig, wie ich es bisher stets erleben durfte. Das Buch lässt sich somit sehr gut lesen, besitzt ab und an ruhigere Phasen, weist aber auch viele spannungsgeladene Passagen auf. Langweilige Abschnitte findet man jedenfalls nicht, sondern der Roman vermag durchgängig zu fesseln, zwischendurch zu überraschen und bietet noch viel Potenzial für die Fortsetzungen. Ich fiebere diesen schon entgegen!





Fazit: Zum Glück ist "Die Verratenen" der Beginn einer Trilogie. Die Handlung bietet noch so viel Potenzial und es wäre eine Verschwendung gewesen, dieses alles in einen Roman zu stopfen und aufgrund von "Überladung" den Lesespaß zu opfern. Eine Dystopie, die sowohl intelligent als auch fesselnd ist und die ich gerne weiterempfehle!

  • Gebundene Ausgabe: 460 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785575467
  • ISBN-13: 978-3785575468
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Homepage der Autorin
  • Verlag:



Dienstag, 30. Oktober 2012

[Rezension] Clark, Mary Higgins - In einer Winternacht

Ein Kind passte der hochbegabten Geigerin Sondra so gar nicht in ihren Lebensplan. Um ihre Karriere weiter verfolgen zu können, setzte sie ihr Neugeborenes vor einer Kirche in Manhattan aus. Sie hoffte darauf, dass jemand ihr Baby dort aufnehmen und ihm ein liebevolles Zuhause geben würde. Ihr Gewissen lässt sie ihr Kind jedoch nie vergessen und sieben Jahre später beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Sie erfährt, dass ihr Mädchen nie offiziell aufgenommen und zur Adoption gegeben wurde, sondern scheinbar in die Hände eines Kinderdiebes fiel. Mit Hilfe einer Detektivin versucht sie verzweifelt ihr Kind zu finden.

"In einer Winternacht" wurde bereits mehrfach veröffentlicht und ist nun im Diana Verlag neu erschienen. Der Roman besitzt ein sehr schönes Cover, welches zahlreiche Schneekristalle aufweist, und bietet dem Leser ein "Wiedersehen" mit Alvirah und Willy - Figuren, die bereits in vielen Büchern der amerikanischen Autorin Mary Higgins Clark eine Rolle spielten.

Der Roman lässt sich flüssig lesen, konnte meiner Meinung nach aber nicht genau definieren, ob er nun Weihnachtsroman oder Krimi sein wollte. Dass eine Mischung aus Beidem durchaus funktionieren kann, habe ich bereits mehrfach selbst erlebt, aber hier klappt es einfach nicht. Für einen Krimi spricht zwar das verschwundene Kind, eine "Detektivin" und das ein oder andere kriminelle Geschäft, aber einer spannungsgeladenen Atmosphäre begegnet man nie. 

Die Handlung findet im Dezember statt, aber das alleine reicht natürlich nicht aus, um das Buch zu einer gelungenen Weihnachtslektüre zu machen. Es geht um eine verlorene Mutter-Tochter-Beziehung, die das Herz ansprechen soll, aber auch hier wird keine besondere Atmosphäre erzeugt. Außerdem ist das Ende des Romans von Anfang an vorhersehbar und die letzten Szenen wirken eher kitschig als herzerwärmend.

Obwohl das Buch lediglich 192 Seiten stark ist, nimmt die Autorin etliche Handlungsstränge auf. Teilweise wirkte der Roman dadurch etwas überladen und die Autorin hatte einfach nicht die Zeit auf alles und jeden tiefer einzugehen. Vielleicht auch ein Grund, warum es mit der Atmosphäre haperte und warum es schwer fällt eine Bindung zu einer der zahlreichen Personen aufzubauen.


Fazit:  Man kann das Buch gut lesen, für ein paar wenige Lesestunden ist es ausreichend, aber die Autorin konnte mich früher sowohl mit Krimis als auch mit anderen Weihnachtsbüchern weit aus mehr begeistern. Dieses Roman ist eher nur "nett" und "was Schnelles für Zwischendurch".



Montag, 29. Oktober 2012

[Gewinnspiel] # 45 Halloween

Hallo zusammen!

Erinnert ihr euch an mein Halloween-Gewinnspiel letztes Jahr?

Ähnliches hatte ich dieses Jahr auch vor, aber im Oktober hatte ich dann ein paar Gewinnspiele, die ich zwingend im Oktober stattfinden lassen wollte, da ich die Bücher jeweils auf Lesungen für euch signieren ließ. Daher hatte ich leider keine Zeit wieder so ein großes Halloween-Gewinnspiel aufzuziehen, wie letztes Jahr. Da ich Halloween jedoch liebe, starte ich eine kleinere Version, denn noch passt es ja zeitlich :)



Zu gewinnen gibt diese (Hör-) Bücher sowie einen Trostpreis:


Außerdem drei Exemplare dieses Buches:


die Gewinne in der Übersicht:
(Verlinkt zu Amazon für die Klappentexte)


So könnt ihr teilnehmen:
1.) Beantwortet die folgende Frage, indem ihr ein Kommentar auf diesen Beitrag hinterlasst:
Erzählt mir, was ihr von Halloween haltet. Bitte in mehr als nur einem Satz :)

Falls bei den Gewinnen etwas dabei ist, über das ihr euch nicht freuen würdet, 
 schreibt mir das bitte. Dann werdet ihr nichts davon erhalten.

2.) Schickt mir diese Antwort mit eurem vollständigem Namen und eurer Postanschrift außerdem über das unten stehende Kontaktformular unter dem Betreff Gewinnspiel # 45 zu.


Weitere Regeln:

3.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
4.) Eure Adressen werden natürlich nicht weitergegeben, sondern nur für das Gewinnspiel verwandt, und nach der Auslosung gelöscht.
5.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Extra-Porto erstatten. Bitte schreibt mir in der Email, dass ihr diese Passage gelesen habt und mit der Portoerstattung einverstanden seid.
6.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.

7.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 11.11.2012 - 18.00 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)


[Rezension] Brömme, Bettina - Todesflirt

Tabea ist frisch in David verliebt und hat dafür sogar ihre bisherige Beziehung zu Max beendet. Zu Beginn trägt sie noch die rosarote Brille des Verliebtseins, doch schnell merkt sie, dass David scheinbar nicht ehrlich zu ihr ist und etwas verheimlicht. Sie hat jedoch keine Ahnung, dass alles, was David ihr bisher erzählt hat, eine Lüge ist. Denn er ist auf der Flucht vor seiner dunklen Vergangenheit, möchte neu anfangen, am liebsten mit Tabea, aber sein Feind ist ihm bereits wieder auf der Schliche und David weiß, dass dieser auch zu einem Mord fähig ist.


"Todesflirt" gehört zu der Arena-Thriller-Reihe und ich war erstaunt, dass der Klappentext noch gar nicht verriet, in welche Richtung der Roman gehen wird. Das eigentliche Thema bleibt auch im Roman lange verborgen und deshalb werde ich es auch in meiner Rezension nicht verraten. Es sei nur so viel gesagt, dass es ein wichtiges Thema ist, vor dem man die Augen nicht verschließen sollte, und dass ich bisher nicht viele Bücher über diese Thematik gelesen habe. Pubertierendes Gefühlchaos gibt es in diesem Jugendbuch natürlich auch, aber es bildet eben nicht den Kern des Romans.

"Wie sollte ich nur diese Mauer überwinden, die er um sich errichtete und die von Tag zu Tag ein Stückchen höher wurde?" (Seite 120)

Bettina Brömme hat für ihre Protagonistin eine gut ausgearbeitete Welt geschaffen, von der der Leser etliches erfährt. So erhält man einen Eindruck von ihrem bisherigen Leben, ihrer Familie inkl. ihrer kleinen Schwester, die am Down-Syndrom leidet, und ihren Wünschen für die Zukunft. Das Geschehen wird aus Tabeas Sicht geschildert (Ich-Erzählerin) und ab und an um einige kursiv gedruckte Passagen ergänzt, die von einer unbekannten Person stammen. Diese Absätze haben mir überhaupt nicht gefallen und ich habe sie zum Teil nur noch überflogen. Zum Glück gibt es im Roman nicht zu viele davon. Mir war schon klar, worauf diese abzielten, aber die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.

Der Rest und damit der Hauptteil des Romans hingegen hat mir gefallen. Die Handlung wurde spannend, wenn auch ohne viel Nervenkitzel, erzählt und die Auflösung ist sowohl interessant, als auch glaubhaft. Des Weiteren besitzt die Autorin einen leichten Schreibstil, der ein flüssiges und schnelles Lesen ermöglicht.

Fazit:  Ein Jugendthriller zu einem interessanten Thema, der noch etwas spannender hätte sein können, aber  ansonsten zu überzeugen weiß.

  • Broschiert: 266 Seiten
  • Verlag: Arena (Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401068091
  • ISBN-13: 978-3401068091
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlag:

Sonntag, 28. Oktober 2012

[Gewinner] # 44 Fitzek, Sebastian/Tsokos, Michael - Abgeschnitten

Hallo zusammen,

ich habe heute schön den Geburtstag eines Familienmitgliedes gefeiert, dadurch leider mein aktuelles Buch nicht beenden können, aber das interessiert euch wahrscheinlich gar nicht, sondern ihr wollt sicherlich lieber wissen, wer dieses Buch gewonnen hat:


Ich werde morgen zu der Lesung fahren und das Buch signieren lassen für:

*Trommelwirbel on*
 
Sabrina M aus W.
 
* Trommelwirbel off*


Ich hoffe, du freust dich :)
Habt alle noch einen wunderschönen Abend!



[Neuerscheinungen] November 2012

Hallo ihr Lieben,

habt ihr Zeit zum Stöbern mitgebracht?
Denn auch der November hat wieder einiges zu bieten :)


  
Neuerscheinungen November 2012


für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Reichs, Kathy - Knochenjagd
Tempre Brennan muss sich als forensische Anhtopologin mit der Leuche von Neugeborenen beschäftigen
Standiford, Natalie - Die Bekenntnisse der Sullivan-Schwestern
Drei junge Frauen müssen ihre Missetaten beichten, um von ihrer Großmutter nicht enterbt zu werden
Oliver, Lauren - Amor-Trilogie (2) Pandemonium
Der Nachfolger von Delirium - Lena schliesst sich einem Widerstand an, um für die Liebe zu kämpfen
Herrmann, Elisabeth - Schattengrund
Nicola (17) erbt ein Haus, welches eine düstere Vergangenheit beherbergt
Stiefvater, Maggie - Rot wie das Meer
Puck Connolly wagt es als erste Frau am gefährlichen Skorpio-Rennen teilzunehmen und sich den Meereswesen gegenüber zu stellen
Jordan, Sophie - Firelight (2/3) Flammende Träne
Jacinda, nunmehr ein Draki, muss mit den Gesetzen des Rudels und ihrem Gefühlschaos klar kommen
Safier, David - Muh
Eine Kuh als Protagonistin - bei David Safier ist das möglich
Price, Lissa - Enders (2/2)
Der Abschluss des futuristischen Thriller-Duos, in dem arme Menschen ihren Körper an Reiche vermieten können


Ich wäre sooo froh, wenn mal 1, 2 oder noch besser 6 Monate keine neuen Bücher raus kommen würden, damit man mal eine Chance hat, seinen SUB und seine Wunschliste abzuarbeiten... Aber danach sieht es zur Zeit nicht aus :(

Auf welches Buch freut ihr euch am meisten?


Samstag, 27. Oktober 2012

[Rezension] Grevet, Yves - Méto (1/3) Das Haus

Eingesperrt in einem Haus - überwacht von Cäsaren - feste Regeln und strikte Abläufe - harte Strafen für Fehlverhalten. Das ist der Alltag von 64 Jungen. Sie alle wissen nicht, warum sie in diesem Haus sind, haben keine Erinnerung mehr an ihre Vergangenheit und fürchten sich davor, einfach zu verschwinden, wie schon etliche Jungen vor Ihnen. Méto ist einer von ihnen und möchte endlich verstehen, was im Haus vor sich geht. Daher mobilisiert er andere Kinder und zusammen planen sie eine Rebellion gegen das System.

"Méto" scheint eine sehr düstere Dystopie zu sein, zumindest hat der erste Teil dieser Trilogie diesen Eindruck bei mir hinterlassen. Teilweise ist das Hörbuch nicht nur düster, sondern auch grausam und ich war etwas überrascht, als ich erfahren habe, dass die Zielgruppe 12-14 Jährige sind. Ich hätte das Alter weiter oben angesetzt.

Métos Leben beschränkt sich auf das Leben in einem Haus und es ist von vielen sehr strikten Regeln bestimmt, von denen die meisten dem Hörer bisher absolut nicht einleuchten. Die Wächter, die Cäsaren genannt werden, haben für alles Regeln. Das fängt schon damit an, dass sie festlegen, wie oft beim Essen jeder Bissen gekaut werden muss, bevor er hinuntergeschluckt werden darf. Die Cäsaren geben den Jungen zwar eine Bildung in einer Art Schule, aber sie bestimmen, welche Inhalte vermittelt werden. So wissen die Jungen zum Beispiel nur, dass es weibliche Wesen gibt, können sich unter einer Frau aber nichts vorstellen. Fragen und Kritik sind im Haus absolut unerwünscht und werden gegebenenfalls sogar bestraft.

Die Atmosphäre im Haus ist wirklich düster. Viele der Jungen haben sich mit ihrem Leben gut arrangiert und merken gar nicht mehr, wie seltsam die zahlreichen Regeln sind und wie sehr sie in ihrem Leben beschnitten werden, aber als außenstehender Hörer ist es einfach erschreckend, wie die Kinder gemaßregelt werden. Es ist nachvollziehbar, aber auch sehr mutig von Méto, dass er endlich Antworten auf seine nicht gestellten Fragen bekommen möchte und auch der Leser giert danach, denn Yves Grevet lässt einen nach dem Auftakt seiner Trilogie mit zahllosen Fragen unbefriedigt zurück. Ich hoffe wirklich sehr, dass die nächsten Bände etwas Klarheit bringen, damit die ganzen Maßnahmen der Cäsaren nachvollziehbarer werden.

Reiner Strecker spricht das Buch und konnte mich nicht in allen Belangen überzeugen. Seine Stimme passt zum Roman und er vermittelt die grausige Atmosphäre gut, aber ich habe es sehr vermisst, dass die unterschiedlichen Charaktere mit unterschiedlichen Stimmen gesprochen werden. Die Textvorlage ermöglicht es zwar stets nachvollziehen zu können, welche Figur gerade spricht, aber ich hätte mir vielschichtigere Intonationen gewünscht, wie es bei Hörbüchern meistens auch der Fall ist.



Fazit:  Der Auftakt der Trilogie hinterlässt mich mit vielen offenen Fragen, von denen hoffentlich die bereits erschienene Fortsetzung "Die Insel" einige beantworten kann. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weiter geht und hoffe für Méto und alle Hörer, dass die erwartete Aufklärung zufrieden stellend sein wird. Die fesselnde Dystopie werde ich definitiv weiter verfolgen.

  • Audio:  3 CDs - 231 min
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav (1. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862311848
  • ISBN-13: 978-3862311842
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Verlag:



Die bisherigen Teile der Trilogie in der Übersicht:

Teil 1: Das Haus
Teil 2: Die Insel


Freitag, 26. Oktober 2012

[Rezension] Beerwald, Sina - Hypnose

Annabel hat ihren Ehemann ermordet und ist geständig. Inka Mayer kann diese Neuigkeit einfach nicht glauben. Zusammen war das Paar auf ihrer Party und kurz danach soll ihre Freundin zur Mörderin geworden sein? Dabei schien ihre Beziehung für Außenstehende absolut perfekt zu sein. Für Inka macht das alles keinen Sinn und sie nimmt sich vor, die Wahrheit herauszufinden. Damit beginnt jedoch ein perfides Spiel, in dem Inka sich und ihren Verstand zu verlieren droht. Um Klarheit in ihre Gedanken zu bringen, beginnt sie eine Hypnosetherapie. Aber schnell kommt ihr der Verdacht, dass Hypnose nicht so harmlos ist, wie ihr Therapeut es ihr weiß machen möchte.

Sina Beerwald hat sich bisher einen Namen als Autorin im Bereich des historischen Genres gemacht. Mit "Hypnose" taucht sie nun in die spannende Welt der Thriller ein. Ihr neuestes Buch ist der Auftaktroman zu einer Reihe um die Journalistin Inka Mayer, die dementsprechend auch die Protagonistin darstellt. Die Autorin spielt mit der Psyche ihrer Hauptfigur und mit den Gedanken des Lesers. Unglaublich schnell befindet man sich in einem Wirrwarr, dem man nicht mehr entkommen kann. Zu sehr ist man gefesselt von den Ereignissen rund im Inka. Was entspricht der Wirklichkeit? Was ist nur eine Suggestion, die durch Hypnose eine falsche Erinnerung ins Gehirn einpflanzt? Womit schickt die Autorin den Leser absichtlich auf eine falsche Fährte? Zur Ruhe kommt der Leser nie. 

"Der Zettel mit der Warnung stand ihr einmal wieder klar vor Augen.
Seien Sie vorsichtig, Inka. Jemand will Sie umbringen." (Seite 70)

Sina Beerwald ist die Gratwanderung zwischen "genug Verwirrungen erschaffen, um einen gekonnten Thriller zu präsentieren" und "den Leser nicht in einem zu großes Wirrwarr zu verlieren" sehr gut gelungen. Immer wieder strömen neue Einflüsse auf den Leser ein, man wird in verschiedene Richtungen getrieben, kann sich kaum entscheiden, wem man glauben soll und wen man für "böse" hält und sobald man sich sortiert und eine Meinung gebildet hat, hat die Autorin eine weitere Wendung parat. Genau so müssen Thriller sein!

Ich selbst habe keine Erfahrung mit Hypnose, aber die entsprechenden Passagen im Buch erschienen mir sehr glaubwürdig und gut recherchiert. Toll finde ich auch, dass sich Beerwald nicht nur auf dieser Hypnose-Idee ausruht, sondern auch noch andere spannende Themen damit verknüpft hat. Die Autorin legt einen flüssigen Schreibstil an den Tag und schafft es problemlos eine beklemmende Atmosphäre zu erschaffen und durchgängig aufrecht zu erhalten. Die Figur der Inka Mayer wurde gut ausgearbeitet und ich freue mich auf weitere Thriller mit ihr. Diese Serie werde ich definitiv weiter verfolgen!




Fazit:  Sina Beerwald muss sich mit ihrem Thriller-Debüt wahrlich nicht vor anderen erfolgreichen Autoren in diesem Genre verstecken. Ein toller Psychothriller und ein mehr als gelungener Auftakt zu einer neuen spannenden Reihe um Inka Mayer, von der wir hoffentlich bald mehr lesen dürfen.

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453436369
  • ISBN-13: 978-3453436367
  • Heyne Verlag


Donnerstag, 25. Oktober 2012

[Das Autoren 1x1] Zoë Beck

Heute bei "Das Autoren 1x1": 


Zoë Beck


© Victoria Tomaschko


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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Für Geld? Seit ich 14 bin. Da für die Jugendseite einer Tageszeitung. Romane, seit ich 30 bin. Der Weg dahin ging vom Journalismus über Creative Writing-Kurse an der Uni, Dramaturgie am Theater, Stoffentwicklung beim Fernsehen und Drehbücher. Geplant war ehrlich gesagt nichts davon.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Oh, ähm, naja, weil … man ist Autor! Das ist der beste Beruf der Welt!

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Verstörte, verschwundene, vergessene, verängstigte Menschen und kaputte Familien. Passt wahrscheinlich auf alle Bücher.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Manchmal schreib ich besser in diesem Raum, manchmal in jenem. Manche Kapitel entstehen am Küchentisch, andere im Wintergarten, einige am Schreibtisch … Das einzig verbindene Element ist wohl, dass ich meist nachts schreibe.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Der übliche Tipp, den man nicht oft genug wiederholen kann: viele gute Bücher lesen.




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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Schwarz.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Pianistin.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Sushi.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?

Kein bestimmtes Genre. Hauptsache gut geschrieben.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Nochmal Gesangsunterricht nehmen. Und nach New York würd ich gern mal. Und noch mal eine Weile in London leben. Und irgendwann doch einen Flügel haben. Und … oh, das waren jetzt zu viele, oder?


Diese Bücher von Zoë Beck könnten z.B. in deinem Bücherregal stehen:



Vielen Dank Zoë, dass du beim "Das Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 24. Oktober 2012

[Die Story hinter dem Buch] Rautenberg, Juli - Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil




heute:


"Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil" von Juli Rautenberg
(in Interview-Form)






Claudia: Hallo Juli, schön, dass du uns etwas über deinen neuen Roman verraten magst.

Juli: Hi Claudia – ich muss mich bei dir bedanken. Du hast mein erstes Buch rezensiert, und zum zweiten willst du sogar was vorab wissen. Schön!

Claudia: Ich habe mir ein paar der berühmten W-Fragen ausgedacht und bin gespannt, was wir dadurch alles erfahren werden. Zunächst einmal würde ich gerne mit deinen Worten beschrieben bekommen worum es in deinem neuen Roman „Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil“ geht.

Juli: Es geht um Beziehungen. Im Allgemeinen, und natürlich im Speziellen. Also speziell meine. Als ich nach meinem zwölfmonatigen Single-Experiment endlich in einer Beziehung angekommen war, dachte ich mir: So, das war’s, jetzt kannst du die Beine hochlegen und den Rest genießen. Die Suche war ja schon so anstrengend – jetzt bist du am Ziel deiner Träume, jetzt läuft das alles wie von selbst. Na ja, und da hat sich dann gezeigt, dass ich schon ein sehr langes Weilchen Single war, denn anscheinend hatte ich total vergessen, dass eine Beziehung keineswegs ein Selbstläufer ist. Das Beine-Hochlegen konnte ich, man kann es sich denken, also total vergessen.
Zufällig fiel mir in dieser Zeit dann auch ein Gedicht von Kurt Tucholsky in die Hände. Es heißt Danach und handelt von einem Paar und dem Leben nach dem „Happy End“, was auch immer man darunter verstehen mag. Der erste Vers lautet:

Danach
Es wird nach einem happy end
  im Film jewöhnlich abjeblendt.
  Man sieht bloß noch in ihre Lippen
  den Helden seinen Schnurrbart stippen-
  da hat sie nun den Schentelmen.
  Na,und denn-?

Tja, und dieses „Na, und denn-?“ hat mich eben interessiert.

Claudia: Weshalb hat dich gerade diese Romanidee angesprochen?

Juli: Erst einmal, weil ich genau in dieser Situation steckte: Man kommt mit jemandem zusammen, schwebt auf Wolke sieben, alles ist rosarot und unendlich super. Vor allem am neuen Partner. Und dann merkt man plötzlich, dass der Typ, den man gerade noch für die Krönung der Schöpfung hielt, kein Klopapier kauft, die Zahnpastatube nicht zudreht, seine Socken überall rumliegen lässt, na ja, die Klassiker eben. Da fiel mir dann auf, dass wir, weil medial total überfrachtet, ziemlich kitschige und zum Teil echt realitätsferne Vorstellungen davon haben, wie Liebe funktioniert. Wenn wir Filme über Liebe schauen, Lieder über Liebe hören, Bücher über Liebe lesen, dann interessiert uns meistens nur das „Wie kommen sie zusammen“, nicht das „Wie bleiben sie zusammen“. Was passiert, nachdem das Ziel der Träume erreicht bzw. das Wild erlegt ist? Genau. Man muss sich mit der ganzen Scheiße rumschlagen, wie alle anderen auch.

Claudia: Wann und wo hast du meistens geschrieben?

Juli: Geschrieben habe ich fast jeden Tag, manchmal auch nur ein bis zweimal die Woche – der Roman ist ja, wie auch sein Vorgänger, wieder aus einem Blog entstanden. Beim Schreiben bin ich immer ganz klassisch an meinem Schreibtisch in meiner Wohnung. Da ich selbstständig bin und von zuhause aus arbeite, konnte ich das Schreiben immer ganz gut in meinen normalen Arbeitsalltag integrieren.

Claudia: Was magst du uns noch über den Roman verraten?

Juli: Nach „12 Monate, 17 Kerle und ein Happy End“ haben mich einige Leser darauf angesprochen, dass sie sich in meiner Geschichte oft wiedererkannt haben – all das Warten, Hoffen, Bangen, wann und ob endlich der Richtige auf seinem stinkigen Klepper vorbei reitet, all die beknackten Aktionen, die man als erwachsener Mensch tut, um jemandem zu gefallen … ich hoffe, dass es bei „Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil“ ähnlich ist. Jeder hat ja den Moment, wo er seinen neuen Freund oder seine neue Freundin der Clique oder dem Freundeskreis vorstellt und sich fragt: „Musstest du Depp ausgerechnet heute DIESES bescheuerte T-Shirt anziehen?!“ Ein Partner spiegelt zum Teil ja auch einen selbst wider, zumindest aber den eigenen Geschmack. Oder wenn man die Eltern des Partners kennenlernt und sich unwillkürlich fragt: „Scheiße, wird der in dreißig Jahren genau so sein wie sein Vater?“ (Umgekehrt klappt das übrigens auch total gut, also schaut euch eure Mütter an, Mädels, und ihr wisst, wie ihr in ein paar Jahrzehnten seid! :) ) Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Rückmeldungen ich dieses Mal bekomme.

Claudia: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast und uns etwas über die Story hinter „Ich nehme alles zurück und behaupt das Gegenteil“ erzählt hast.

Juli: Dank dir!


  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442380227
  • ISBN-13: 978-3442380220



Das erste Buch von Juli Rautenberg habe ich damals sehr witzig gefunden 
und auch das zweite klingt doch schon wieder sehr humorvoll, oder? :)




[Rezension] Piantoni, Laura & Irrgang, Sabine - Social Network Photography: Heute schon Bilder hochgeladen? An Insight into the Worldwide Facebook Generation

Soziale Netzwerke freuen sich über Millionen von Benutzern. Täglich werden es mehr und fast jeder macht sich Gedanken über sein Profilbild. Aufgrund der fortgeschrittenen Technik greifen immer mehr Nutzer auf ihr Handy zurück, mit dem sie Selbstportraits erstellen und diese ins Internet hochladen. Laut eigenen Aussagen des Autorenduos zeigt dieses zweisprachige Buch (Deutsch/Englisch) die schönsten, coolsten, überraschendsten und eindrucksvollsten Bilder aus diversen sozialen Netzwerken, die irgendwo zwischen Selbstdarstellungsdrang, Kommunikationsmittel und vereinzelt sogar Kunst rangieren.

Das Buch beginnt mit einem Intro, welches ein Gespräch zwischen den Autorinnen Piantoni und Irrgang über die Entstehungsgeschichte des Buches und die Bedeutung von Selbstportraits in sozialen Netzwerken wiedergibt. Anschließend folgen zahlreiche Profilbilder der so genannten "Generation Facebook", welche in folgende Kategorien eingeteilt wurden: Arm's length, me in the mirror, location, messages, stylez, stuff.

Vielleicht muss man für das Buch etwas voyeuristisch veranlagt sein. Aber ich glaube einfach ein gesundes Interesse an Menschen mit einer Portion Neugier, wie andere ihre Selbstdarstellung ausleben, reicht bereits aus, um gespannt durch die zahlreichen Seiten zu blättern. Die Bilder sind alle samt mit dem Handy aufgenommen worden und wurden im Original abgebildet. Somit wurden verpixelte Fotos, rote Augen oder Unschärfe bewusst in Kauf genommen, um die Authentizität, die Selbstportraits per se mit sich bringe, aufrecht zu erhalten. Die abgebildeten Personen bleiben anonym. Lediglich der Wohnort und das Alter der Person wurden mit angegeben.

Es hat mir Spaß gemacht zu erraten, aus welchem Land die jeweilige Person stammen könnte. Des Weiteren ist es sehr interessant die Hintergründe der Selbstportraits zu studieren, denn im Gegensatz zu den einfarbigen Wänden in Fotostudios bieten diese Fotos Infos über Lebensumstände oder Vorlieben der fotografierten Menschen. Diese nicht so offensichtlichen Teile des Fotos sind genauso interessant, wie der Vergleich zwischen Bildern von Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Erde bei ähnlichen Motiven oder Situationen.

Bis auf das Intro kommt das Buch mit sehr wenig Worten aus. Ich hätte mir eigentlich ein bisschen mehr Text gewünscht. Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir nichts einfallen würde, was hätte ergänzt werden können. Daher kann ich das nicht nachteilig auslegen, zumal es bei diesem Buch eben hauptsächlich um die Fotos geht. Für mich selbst habe ich lediglich ein kleines Manko finden können: Es wurden überraschende und eindrucksvolle Fotos versprochen, aber meiner Meinung nach fehlt es etwas da dran. Die verwendeten Bilder sind eher alltäglich (sie sind ja auch aus dem normalen Alltag gegriffen), aber wenn dann solche Worte wie "eindrucksvoll" benutzt werden, steigen natürlich die Erwartungen, die in diesem Bereich nicht erfüllt werden konnten. Daher konnte ich keine fünf Sterne vergeben.

Fazit:  Wer sich für die Selbstdarstellung von Menschen aus zahlreichen Ländern in Form von Selbstportraits in sozialen Netzwerken interessieren kann, der wird mit diesem authentischen Werk sicherlich seine Freude haben.

  • Softcover Ausgabe: 280 Seiten
  • Verlag: Gofresh; Auflage: 1. (1. September 2011)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3000337474
  • ISBN-13: 978-3000337475

    Dienstag, 23. Oktober 2012

    [Rezension] Dibben, Damian - Jake Djones (01) und die Hüter der Zeit

    Ohne Vorwarnung erfährt Jake, dass seine Eltern gar nicht zu einer langweiligen Messen gefahren sind, sondern gerade einen gefährlichen Auftrag für eine Organisation namens "Geheimdienst der Geschichtshüter" erledigen, wofür sie durch die Zeit reisen mussten. Er selbst soll auch die Fähigkeit dazu haben, aber glauben kann Jake das Ganze noch nicht. Er wird jedoch schnell herausfinden müssen, ob diese Behauptung tatsächlich stimmt, denn seine Eltern sind von ihrem Ausflug ins Venedig Anfang des 16. Jahrhunderts nicht wieder zurückgekommen und gelten seitdem als vermisst. Bei den Geschichtshütern herrscht Alarmstufe Purpur und Jake weiß, dass er dringend etwas unternehmen muss.

    Mit "Jake Djones und die Hüter der Zeit" hat Damian Dibben den Auftakt einer Serie über vier neue Helden geschaffen. Das Hauptthema dieser neuen Reihe wird der Schutz der Geschichte sein, denn durch Zeitreisen ist es möglich die Vergangenheit zu verändern, was besonders der skrupellose Prinz Xander Zeldt ausnutzen möchte. Sein Ziel ist die Stadt Venedig im Jahre 1506. Dort möchte er eine Katastrophe verursachen, die dafür sorgen soll, dass er fortan die Welt beherrschen wird. Um das zu verhindern begeben sich die besten Agenten der Organisation auf eine gefährliche Mission. Allen voran Jake, der eigentlich wider Willen zu den Geschichtshütern dazu gestoßen ist; Nathan, ein etlicher Draufgänger mit reichlich Humor; Charlie, ein liebenswertes Genie und Topaz, eine wahre Schönheit, die man jedoch nicht unterschätzen sollte.

    "Wenn du Bildung willst, ist die Welt der Ort, um sie zu erlangen: Unsere Erde ist weit reichhaltiger und komplexer, als du es dir selbst in deinen kühnsten Träumen vorstellen kannst!" (Seite 27f.)

    Mich konnte der Roman in allen Belangen überzeugen. So fand ich es sehr angenehm endlich einmal kein Buch zu lesen, das mit einem effekthascherischen Prolog aus der Vergangenheit oder aus der Zukunft beginnt. Der Roman fängt einfach im Hier und Jetzt an und zwar ohne langes Vorgeplänkel. Im Gegenteil, der Leser ist sofort mitten im Geschehen und begleitet Jake bei seinem ersten Kontakt mit den Geschichtshütern. Die Charaktere sind toll gezeichnet. Besonders die vier jugendlichen Helden haben ihre Ecken und Kanten, sind interessant und werden sicherlich über die nächsten Bände noch spannende Entwicklungen vollführen.

    Außerdem vereint der Roman durch die Zeitreisen etwas Futuristisches mit der Vergangenheit, die man aus Geschichtsbüchern kennt. Neben der action- und spannungsgeladenen Handlung erfährt man ganz nebenbei auch etwas über die Menschen und das Leben damals. Dibben hat einen flüssigen Schreibstil, so dass sich der Roman sehr gut lesen lässt. Die Story fesselt, ist wirklich unterhaltsam und enthält oft auch eine Prise Humor. Durch seine bildhaften Beschreibungen wird es dem Leser sehr einfach gemacht, sich alle Szene vorzustellen, egal in welchen Jahrhundert man sich gerade befindet.

    Das Lesevergnügen wird durch ein wunderschönes Cover abgerundet. Auf diesem erkennt man eine Sanduhr, um die zwei Globen kreisen. Dieses stellt das Symbol der Geschichtshüter dar. Des Weiteren findet man dort eine Abbildung des Mont Saint Michel, ein Ort der im Roman von großer Wichtigkeit ist, sowie eine Illustration der vier Helden.




    Fazit:  Eine Serie, die richtig viel Spaß macht. Wer Zeitreisen mit jugendlichen Abenteurern mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich werde die Reihe jedenfalls weiter verfolgen und freue mich auf den zweite Band, der die Leser ins antike Rom entführen wird.

    Montag, 22. Oktober 2012

    [Gewinnspiel] # 44 Fitzek, Sebastian/Tsokos, Michael - Abgeschnitten

    Hallo zusammen!

    Heute startet ein neues Gewinnspiel!

    Zu gewinnen gibt es:


    Fitzek, Sebastian/Tsokos, Michael - Abgeschnitten
    (nach Wunsch signiert)

    klickt aufs Cover für weitere Informationen (Amazon)

    Dieses Buch hat mich so richtig begeistern können und ich freue mich daher, 
    dass ich ein Exemplar verlosen darf. Mein herzlicher Dank dafür geht an 

    Das Gewinnspiel läuft eine Woche. Sonntag Abend werde ich dann auslosen und das Buch am Montag mit zur Fitzek/Tsokos Lesung nehmen und für euch signieren lassen.


    So könnt ihr teilnehmen:
    1.) Beantwortet die folgende Frage, indem ihr ein Kommentar auf diesen Beitrag hinterlasst:
    Was ist euer Lieblingsbuch von Fitzek und warum?
    Bzw warum wollt ihr endlich mal eins seiner Bücher lesen?

    Bitte schreibt mir, für wen das Buch signiert werden soll!

    2.) Schickt mir diese Antwort mit eurer Postanschrift außerdem über das unten stehende Kontaktformular unter dem Betreff Gewinnspiel # 44 zu.


    Weitere Regeln:

    3.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
    4.) Eure Adressen werden natürlich nicht weitergegeben, sondern nur für das Gewinnspiel verwandt, und nach der Auslosung gelöscht.
    5.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Extra-Porto erstatten. Bitte schreibt mir in der Email, dass ihr diese Passage gelesen habt und mit der Portoerstattung einverstanden seid.
    6.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.

    7.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


    Einsendeschluss ist der 28.10.2012 - 18.00 Uhr

    Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


    Euch allen viel Erfolg dabei :)