Samstag, 31. August 2013

[In my Mailbox] KW # 35/2013


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


Schaal, Timo - Street Art in Germany: Wochenkalender

Mayer, Gina - In guten wie in toten Tagen

Adams, Scott - Dilbert 2014: Wandkalender


Dicker, Joël - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert




Dieses Mal haben sich zwei Kalender eingeschlichen :)



[Rezension] Kornbichler, Sabine - Kristina Mahlo (01) Das Verstummen der Krähe

Kristina Mahlo sieht sich selbst als Anwältin der Toten. Als Nachlassverwalterin hat sie es stets mit unterschiedlichen Fällen, Testamenten und Erben zu tun. Daran ist sie gewöhnt. Doch das neuste Testament ist selbst für sie eigentümlich. Mahlo bekommt den Auftrag das beträchtliche Vermögen einer Verstorbenen an fünf ihrer Freunde zu verteilen, jedoch nur, wenn es ihr gelingen sollte zu beweisen, dass keiner der Fünf den Mord verübt hat, für den der Ehemann der Verstorbenen vor etlichen Jahren verurteilt wurde. Mahlo weiß nicht, wie sie dieses bewerkstelligen soll, zumal der Fall für die Polizei abgeschlossen ist. Aus einem sehr persönlichen Grund wagt sie es jedoch nicht, diesen Auftrag abzulehnen.

Sabine Kornbichler geht nun endlich in Serie und zwar mit der sympathischen Protagonistin Kristina Mahlo. "Das Verstummen der Krähe" ist der erste Roman dieser Reihe, aber Weitere sollen folgen. Ich kann jetzt schon vorweg nehmen, dass ich mich darauf freue, denn die Figur der Kristina Mahlo finde ich wirklich sehr gelungen. Eine Nachlassverwalterin als Hauptfigur zu nehmen ist meiner Meinung nach genial. Mir sind bisher keine Romane eingefallen, die ebenfalls auf diese Berufsgruppe setzen, obwohl ich durchaus glaube, dass dieses Feld viele interessante Fälle zu bieten hat. Des Weiteren gefällt mir Mahlo soziales Umfeld, ihre Charaktereigenschaften und die heimelige Atmosphäre auf dem Hof, auf dem sie zuhause ist. Sie ist, im Gegensatz zu vielem Kriminalbeamten, nicht alkohol- oder tablettenabhängig, hat ihr Leben stattdessen im Griff, auch wenn sie natürlich auch ihre Päckchen zu tragen hat. 

Der Autorin ist es richtig gut gelungen viele verschiedene Themen in ihren Kriminalroman einzubauen, ohne diesen dabei konstruiert oder überladen wirken zu lassen. Die Handlungsstränge laufen lange parallel und werden erst gegen Ende zusammen geführt. Lediglich die Namen der fünf Freunde konnte ich nicht immer auseinander halten, aber das hat mich nicht sonderlich gestört. Es war ein geschickter Schachzug von Sabine Kornbichler den aktuellen Fall mit einem persönlichen Ereignis von Kristina Mahlo zu kombinieren. Dadurch hat der Fall gleich an Brisanz zugenommen.

Kornbichlers Schreibstil gefällt mir sehr. Das Buch lässt sich flüssig lesen und der Inhalt ist interessant und facettenreich. Wer unblutige Krimis mag, der ist hier genau richtig. Für meinen Geschmack hätte der Roman noch etwas spannender sein können, aber das ist in diesem Fall "Meckern auf hohem Niveau". Deshalb erhält der Roman 4 sehr gute Sterne von mir.





Fazit: Kornbichler ist einer toller Serienauftakt mit einer facettenreichen Geschichte gelungen. Kristina Mahlo macht definitiv Lust auf mehr. Verlebte Kriminalkommsissare und verbrauchte Ermittler macht den Weg frei - jetzt kommen die Nachlassverwalter!

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (13. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492302033
  • ISBN-13: 978-3492302036
  • Verlag:


Wer weitere Informationen über den Roman erhalten möchte, 
kann die Story hinter dem Buch nachlesen.


Freitag, 30. August 2013

[Rezension] Scheunemann, Frauke - Winston (01) Ein Kater in geheimer Mission

Winston ist Perserkatze und wohnt bei Professor Hagedorn, wo er als reine Hauskatze von vorne bis hinten verwöhnt wird. Die Haushälterin kocht sogar jeden Tag frische Mahlzeiten für ihn. Sein ruhiges Leben wird auf den Kopf gestellt, als plötzlich die Schwester der eigentlichen Haushälterin die Stelle übernimmt - und ein Kind mitbringt! Winston hasst Kinder und es wird noch dramatischer, als er und die zwölfjährige Kira die Körper tauschen. Plötzlich ist Winston in ihrem Mädchenkörper gefangen und muss sich mit Schule, Freunden, Vorurteilen und einer Erpressung herumschlagen.

Dass Frauke Scheunemann mit Hunden kann, wissen wir, denn sie hat bereits vier Romane aus der Sicht des Dackels Herkules geschrieben. Nun hat sie Kater Winston als Protagonist für eine neue Kinderreihe entwickelt, der als Ich-Erzähler die Hörer unterhält. Winston ist eigentlich ein tiefenentspannter Kater. Das kann aber auch daran liegen, dass sein Leben komplett stressfrei verläuft - da kann man gar nicht anders als tiefenentspannt zu sein. Scheunemann hat jedoch dafür gesorgt, dass es mit seiner Ruhe schnell vorbei ist. Erst die neue Haushälterin, die ihm mit Dosenfutter kommt, dann deren Tochter, die ein nerviges Kind ist, dann noch der Körpertausch, nachdem sich Kira und Winston immerhin gedanklich unterhalten können, und abschließend ein Mann namens Vadim, der dafür sorgt, dass Kind und Kater ein Ermittlerteam bilden, um für Gerechtigkeit zu sorgen.

Die Story an sich ist nicht nur (entsprechend der Zielgruppe) kindgerecht und interessant geschrieben, sondern vor allem auch humorvoll. Trotzdem werden ebenso ernstere Themen angesprochen wie Mobbing, Freunde nach einem Schulwechsel finden und mehrere Straftaten. Die Geschichte ist temporeich, wirkt dabei jedoch nicht überladen. Diese Gratwanderung hat Frauke Scheunemann gut hinbekommen. Wer seinen Job ebenfalls sehr gut gemacht hat ist Oliver Kalkofe, der nicht nur dem Kater, sondern auch allen anderen Figuren Leben eingehaucht hat. Dabei merkt man meiner Meinung nach sehr deutlich, dass er ein Comedian ist, denn er versteht es mit seiner Stimme Humor zu transportieren. Er überzeugt sowohl als Kater, als auch als Kind oder als russische Haushaltshilfe.

Richtig gut finde ich übrigens auch, dass die CDs -im Kontrast zur knallpinken Hülle- neongrün sind. Das passt ideal zusammen und macht den Eyecatcher perfekt.

Fazit: Frauke Scheunemann ist es erneut gelungen sich gekonnt in ein Haustier hineinzuversetzen, die lustigen Differenzen zwischen Mensch und Tier herauszuarbeiten und das dieses Mal im kindlicheren Stil. "Ein Kater in geheimer Mission" bietet knapp vier Stunden humorvolle Unterhaltung und stellt den Auftakt einer witzigen Detektiv-Reihe dar, die aus Katersicht erzählt wird.

  • Audio: 3 CDs - ca. 246 Minuten
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav (1. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862312887
  • ISBN-13: 978-3862312887
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 11 - 13 Jahre
  • Verlag:



Donnerstag, 29. August 2013

[Das Autoren 1x1] Bettina Belitz

 proudly presents:



Bettina Belitz


© Fabian Stürtz

Bettina Belitz gibt euch per Video Einblicke in ihre Autorenwelt und in ihre private Welt.

Viel Spaß!





Links zu Bettina Belitz:





Diese Bücher von Bettina Belitz könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Bettina, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


PS: Ihr findet auch bereits Rezensionen zu ihren Büchern auf meinem Blog:

Belitz, Bettina - Linna singt   ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Belitz, Bettina - Splitterherz (1/3) Splitterherz ♥ ♥ ♥ ♥
Belitz, Bettina - Splitterherz (2/3) Scherbenmond  ♥ ♥ ♥ ♥


Mittwoch, 28. August 2013

[Rezension] Bick, Ilsa J. - Ashes (3.1/3) Ruhelose Seelen

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 und 2 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Brennendes Herz" und "Tödliche Schatten" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.

Die Welt liegt weiterhin in Trümmern und die Natur spielt immer noch verrückt. Die schlimmste Gefahr für alle Überlebenden sind jedoch die "Veränderten" - Jugendliche, die sich aus bisher unbekannten Gründen in blutrünstige Kannibalen verwandelt haben. Auch Alex ist stets auf der Hut vor diesen Monstern, doch dann rettet einer der Veränderten ihr Leben. Von nun an weiß sie nicht mehr, was sie von diesen Jugendlichen halten soll. Des Weiteren spürt sie, dass sich ganz langsam auch in ihr etwas verändert. Ist es tatsächlich möglich, dass sie sich nach all der Zeit noch zu einer Veränderten werden könnte?

Nach "Brennendes Herz" und "Tödliche Schatten" sollte die Ashes-Trilogie eigentlich mit dem nächsten Band beendet werden. Leider wurde der finale Band in der deutschen Ausgabe in zwei Romane aufgeteilt und zwar in "Ruhelose Seelen" und "Pechschwarzer Mond". Die englische Originalausgabe ist mit einem 608 Seiten starken Buch ausgekommen. Die deutsche Variante hingegen enthält fast 900 Seiten und wurde daher geteilt. Ich bin bei DVD Staffeln schon absolut kein Freund einer Teilung und werde es auch bei Büchern niemals werden. Immerhin erscheinen die Romane Monat auf Monat, aber ideal ist das meiner Meinung nach trotzdem nicht.

Gespannt und skeptisch hatte ich den dritten Band erwartet, denn nur selten habe ich eine Trilogie erlebt, deren Teile ich als so unterschiedlich empfand, wie hier bei Ashes. Band eins hat fünf Sterne von mir erhalten und hatte mich mit seiner düsteren und temporeichen Story absolut überzeugt. Die Fortsetzung hingegen schaffte gerade einmal zwei Sterne, da sie für mich nur aus einer Aneinanderreihung brutaler und grausamer Szenen bestand und ansonsten keine Handlung enthielt.

Band drei war also die Chance, mich wieder von der Trilogie zu überzeugen, denn nach dem Auftakt hatte ich mir wirklich viel von der Reihe versprochen. Leider vermochte "Ruhelose Seelen" dieses nicht zu erreichen. Besonders der Anfang, die ersten 150 Seiten, kam mir recht zäh vor. Außerdem fiel es mir etwas schwer in das Geschehen, das aus mehreren Perspektiven geschildert wird, wieder hineinzufinden, denn Bick gibt keinerlei Rückblenden und bietet stattdessen zahlreiche Figuren, was das Ganze zusätzlich verkomplizierte.

Der Roman wird logischerweise vom Überlebenskampf verschiedener Charaktere dominiert. Das ist in dem gewählten Setting selbstverständlich das Hauptthema. "Geschmückt" wird dieses mit Schmerzen, Kämpfen und Folter. Band drei ist erneut ein Roman für Leser, die etwas abgebrüht sind, was eklige oder brutale Szenen angeht. Wo da der Jugendbuchcharakter ist, erschließt sich mit absolut nicht. Ab 14 Jahre halte ich für wahnsinnig untertrieben und daher kann ich das Buch definitiv nicht an so junge Leser empfehlen.

Etliche Kapitel sind sehr kurz, so dass die Autorin viel mit Perspektivwechseln spielen kann. Dabei springt sie nicht nur von Figur zu Figur, sondern auch zwischen Gegenwart, Erinnerung und Träumen hin und her, so dass die Handlung manches Mal etwas verwirrend erscheint. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin nunmehr auch auf psychologische Aspekte eingeht, allerdings passend zum Rest nur mit menschlichen Abgründen und kranken Persönlichkeiten.

Fazit: Obwohl ich den Auftaktband wahnsinnig gut fand, werde ich die Reihe nach diesem Band abbrechen und den finalen Band nicht mehr lesen. Die Trilogie hat sich leider in eine Richtung entwickelt, die mir nicht mehr gefällt. Band 3.1 ist etwas besser, als Band 2, aber trotzdem nicht überzeugend und auf keinen Fall mehr als Jugendbuch einzustufen. Alle, die den zweiten Band gut fanden, werden sicherlich auch Band 3 mögen - meins ist es jedoch nicht.

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (9. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960076
  • ISBN-13: 978-3863960070
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Originaltitel: Monster
  • Verlag:


PS: Die Trilogie in der Übersicht:



Dienstag, 27. August 2013

[Lesung] Benefiz-Lesemarathon in Hamburg

Hallo zusammen,

da auf Facebook ein Bericht gewünscht wurde, mache ich das natürlich gerne. Da bei 17 Autoren aber ziemlich viel zusammen kommen würde und meine Zeit leider nur begrenzt ist, werde ich manches relativ schnell "abhandeln", aber das wichtigste sind ja wahrscheinlich eh die Fotos, oder?

Auch die sind leider nicht immer ideal. Ihr glaubt gar nicht, wie oft die Autoren beim Sprechen oder Lesen den Mund auf und zu machen, dabei auf Fotos wie Fische aussehen oder die Augen schließen, verdrehen oder noch Schlimmeres. Ich hab versucht das Beste aus meinem Bildmaterial zu machen. Viel Spaß!

PS: Alle Bilder lassen sich durchs Draufklicken vergrößern und alle Buchcover sind mit Amazon verlinkt, so dass ihr dort die Kurzbeschreibungen lesen könnt.

PSS: Wen ich gefunden habe, den habe ich bei Facebook verlinkt. Die Autoren freuen sich bestimmt über ein paar "Gefällt mit"-Klicks. Verdient haben sie sich die neuen Liker auch, denn alle haben auf ihr Honorar verzichtet.


Dieses Plakat hat gerufen


und ich bin ihm gefolgt!

Sonntag, den 25. August 2013, die Autobahn war relativ frei, das Navi hat mich erfolgreich um die Baustellen in Hamburg geführt, die Frisur saß und selbst einen kostenlosen Parkplatz direkt vor der Buchhandlung Heymann habe ich gefunden - der liebe Gott ist eben auch ein Buchliebhaber :)

Die Sonne schien, direkt vor der Buchhandlung waren noch die letzten Klänge des Jazz Festivals zu hören und dann ging es mit den "Promis" los. Zuerst habe ich mich mit Mel von Bookrecession getroffen und kurz danach ist "Katja "Kaddel" zu uns gestoßen. Wie soll ich die beiden beschreiben? Super sympathisch und voller Buchvorfreude trifft es ganz gut :)

Sobald die Buchhandlung geöffnet wurde, haben wir uns Plätze in der zweiten Reihe gesichert und Kathrin hat ihren guten Platz in der ersten Reihe aufgegeben, um bei uns zu sitzen. Verständlich, denn wir hatten schon Spaß bevor der erste Sekt ausgeschenkt wurde. Um auf Nummer sicher zu gehen hat dann eine von uns (keine Angst, ich petze nicht) noch Scherben verursacht - sollen sie doch angeblich Glück bringen. Boden mit Sekt polieren war dann im Preis bereits inbegriffen. 

Eine Weile bot sich uns dann dieses Bild
bis wir sie entdeckten - die Autoren!

Das ging dann immer so: "Da hinten ist Gabriella Engelmann!" und "Guck mal dort, da läuft gerade Arno Strobel!" usw. Buchblogger in ihrem Element! Alle angehende Stalker :)

Moderiert wurde die ganze Veranstaltung von Birgit Hasselbusch, die (u.a.) als Radiomoderatorin weiß, wie man "schnackt" und die Leute unterhält. Sie hatte die 17 Autoren auch gut im Griff. Wer hätte das gedacht, da reicht eine Androhung einer Blutgrätsche und schon sind sie alle handzahm und lammfromm.

Zunächst hat Hasselbusch Micaela Jary und Gabriella Engelmann begrüßt. Jary ist zusammen mit Heidi Rehn die eigentliche Initiatorin der Initiative AUTOREN HELFEN BUCHHÄNDLERN und Engelmann hat den Hamburger Lesemarathon ins Leben gerufen. Da Gabriella Engelmann leider nicht selbst aus ihrem aktuellen Roman vorlesen konnte (das kommt davon, wenn man zu viele Gäste einlädt *g*) füge ich euch HIER einmal den Link zu ihrem Autoren 1x1 Interview ein und HIER könnt ihr meine 5 Sterne Rezension zu ihrem aktuellen Roman "Inselsommer" lesen.


Der Lesemarathon war in drei Blöcke gegliedert. Alle Autoren des jeweiligen Blocks saßen auf der Bühne, jeder wurde vorab kurz vorgestellt, durfte/musste ein paar knallharte Fragen der Fachfrau beantworten und hat danach 5 Minuten des Ruhms bekommen.

Los geht's!

          Block eins: Die Liebe ist ein seltsames Spiel          

Anne Hertz mit "Flitterwochen"


Die beiden Schwestern durfte ich schon einmal auf einer Lesung erleben und sie wissen, was sie tun - auch wenn die 5 Minuten Beschränkung dazu geführt hat, dass Wiebke weder gesungen noch Luftgitarre gespielt hat. Das Buch habe ich übrigens schon gelesen und meine 5 Sterne Rezension findet ihr HIER.



 Philip Tamm (=Daniel Bielenstein) mit "Herrengedeck"


Ich habe bisher oftmals einen großen Bogen um Romane mit männlichen Protagonisten gemacht -hat sich irgendwie, irgendwann so ergeben- aber das sollte ich evtl. noch einmal überdenken. Die 5 Minuten waren jedenfalls sehr unterhaltsam und ich habe gelernt, wenn jemand den Beruf der Bankkauffrau schlecht macht, allerdings nur in einer fiktiven Geschichte, dann sollte man (also ich) einfach mal den Mund halten und nicht ein spontanes "ey" raushauen, und falls doch, dann zumindest nicht genau in der Sekunde, in der der Autor Luft holt und es mucksmäuschen still ist. Philipp Tamm hat sich davon aber nicht stören lassen, sondern nach kurzer Verwirrung gesagt, er hätte sich verlesen, da würde Bäckerin und nicht Bänkerin stehen. Sorry an alle Bäckerinnen :)



Jana Voosen mit "Pantoffel oder Held"


Auf Jana Voosen hatte ich mich schon sehr gefreut, da ihr Buch zu den wenigen Frauenromanen gehört, die mich wirklich gut und humorvoll unterhalten haben. Warum, dass könnt ihr in meiner 5 Sterne Rezension HIER nachlesen.


Außerdem muss ich euch noch dieses Foto zeigen, denn ihr sollt einen Eindruck davon erhalten, mit wie viel Engagement die Autoren gelesen haben. Da wurde nämlich nicht gekleckert, sondern geklotzt! Ich hoffe, Jana Voosen kann damit leben :)



Kirsten Rick mit "Tapetenwechsel" 
 

Kirsten Rick hat uns 5 botanische Minuten gegönnt. Bei denen es erst ruhiger begann, aber spätestens als dann zwei esoterisch angehauchte Gärtnerinnen ihrer Figur erklärt haben, dass sie keine Pflanzenanfängermodelle führen würden und die Kunden doch etwas qualifizierter sein müsste, um auch nur irgendetwas aus dieser Gärtnerei kaufen zu können, hatte Rick uns am Wickel. Großartig finde ich übrigens auch die kleinen Stückchen weißen Gartenzauns auf dem Cover :)



Joachim Seidel - Erdbeer Schorsch


Seidels erste Worte spiegelten sein Entsetzen wider. Er hat uns erzählt, dass er sonst oft die Anmerkung erhält, er wurde sich bei Lesungen stets "schweinische" Textpassagen raussuchen. Nun hätte er das extra nicht gemacht, um die hohen Erwartungen des anspruchsvollen Hamburger Publikums zu erfüllen, und musst nun feststellen, dass seine bisherigen Kollegen aber fast alle Abschnitte unterhalb der Gürtellinie vorgetragen hatten - und das diese besonders gut ankamen. Auch wenn sein Text kein FSK 18 war, konnte er uns gut unterhalten. Wer mehr über den Autor erfahren will, der kann HIER seine Antworten im Autoren 1x1 nachlesen.



Janna Hagedorn mit "Friesenherz"

 

Janna Hagedorn kennt ihr evtl. auch schon durch ein Autoren 1x1 auf meinem Blog (HIER nachzulesen) und bei ihr wird auf einem Friedhof einer Nordseeinsel geflirtet.



Birgit Hasselbusch mit "Sechs Richtige und eine Falsche"


Den Abschluss des ersten Blocks hat Birgit Hasselbusch selbst gemacht, die in diesem Fall dann von Gabriella Engelmann angekündigt wurde. Das Buch erscheint erst im Dezember und wir hatten das Glück vorab bereits 5 Minuten daraus präsentiert zu bekommen. Hasselbusch war übrigens auch schon einmal in meinem Autoren 1x1 zu Gast (siehe HIER).



Anschließend folgte der fliegende und fließende Übergang der Autoren von Block eins zu Block zwei.


          Block zwei: Große Gefühle und Spannung pur          

Laura Walden mit "Die Maori-Prinzessin"

Laura Walden hatte dann die schwierige Aufgabe uns als erste Autorin einen Roman zu präsentieren, der nicht auf humorvolle Unterhaltung setzt. Das hat sie aber mit Bravour gemeistert.



Peter Prange mit "Der Kinderpapst"


Peter Prange viel es etwas schwer, sich an die 5 Minuten Lesezeit zu halten, aber wer will es ihm verdenken, ist sein Roman doch über 600 Seiten stark. Birgit Hasselbusch hatte sich trotzdem schon für die Blutgrätsche aufgewärmt und Prange ist ihr nur knapp entkommen.



Micaela Jary mit "Sehnsucht nach Sansibar"


Micaela Jary ist auch keine Unbekannte auf meinem Blog. Sie konnte ich nicht nur für ein Autoren 1x1 (HIER) gewinnen, sondern sie hat mir auch die Story hinter ihrem Roman verraten (HIER) und genau aus diesem hat sie auch vorgelesen.



Arno Strobel mit "Der Sarg"

Bei Arno Strobel war der Spaß dann vorbei! 5 Minuten beklemmende Enge hat er uns geboten und wie ihr meiner 5 Sterne Rezension HIER entnehmen könnt, ist der Rest des Buches genauso gut! Total unwichtig, aber: Neben Strobel ist mir mal wieder bewusst geworden, wie blass ich eigentlich bin *g*




Wiebke Lorenz mit "Alles muss versteckt sein"


Wiebke Lorenz ist ganz spontan für eine andere Autorin eingesprungen und hat allen Gästen gezeigt, dass sie nicht nur den Anne-Hertz-Style beherrscht, sondern auch ganz andere Töne anschlagen kann. Das mich, als Thriller-Liebhaber, das Buch vollends überzeugen konnte, könnt ihr HIER in meiner 5 Sterne Rezension nachlesen.




Damit war Block 2 beendet und es gab eine Pause. Pause = Zeit, um sich zu erholen. Das hab ich scheinbar missverstanden, denn ich habe mich weder erholt, noch habe ich mir ein Erfrischungsgetränk gegönnt. Stattdessen habe ich den Buchtisch mit den Romanen zur Lesung überfallen und mir anschließend ein paar Autoren gekrallt.


Für meinen Geschmack war die Pause viiiiiel zu kurz,
aber nach 15 Minuten ging es weiter mit:


          Block drei: Das Glück ist eine Reise         



Meike Winnemuth mit" Das große Los"


Meike Winnemuth hat mit ihrem Roman "Das grosse Los - Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr" die dritte Runde eingeläutet.


 
Maiken Nielsen mit "Trampen"


Anschließend hat uns Maiken Nielsen mit ihrem Roman übers Trampen wieder sehr zum Lachen gebracht. Die ausgewählte Passage war ein Road-Movie von Deutschland in die DDR mit 5 kg Drogen und großartigen Charakteren. Besonders Nielsens Stimme hatte es mir angetan. Die würde man unter Tausenden heraushören.



Janne Mommsen  mit "Omas Erdbeerparadies"


Janne Mommsen hat mich dann erst einmal aufgeklärt. Nein, nicht in einer stillen Stunde über Blumen und Bienen, sondern über das Erdbeerparadies. Wer konnte schon ahnen, dass das Erdbeerparadies DIE Partylocation von Föhr ist. Föhrrückt!



Sofie Cramer mit "Himmel über der Heide"


Birgit Hasselbusch und Sofie Cramer verbindet scheinbar die Heide und nachdem geklärt war, dass die eine der anderen nie den Freund ausgespannt hat, durfte Sofie Cramer lesen.



Dora Heldt mit "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen"


Schlussläufer war Dora Heldt, die ihren älteren Protagonisten Heinz und Walter mächtig viele Steine und ein kaputtes Auto in den Weg geräumt hat - sehr zur Belustigung ihrer Zuhörer.



Nach diesem Lesemarathon gab es erneut die Möglichkeit ein paar Autoren um eine Widmung im Buch oder ein Foto zu bitten und das letzte Foto für diesen Bericht soll dieses Gruppenbild sein:



Anschließend war ich mit Mel noch etwas essen, aber da ihr euch bestimmt nicht für unfähige Kellnerinnen und wabbelige Pommes interessiert, komme ich mal zum Schluss.

Abschließend bleibt mir also nur zu sagen: DANKE! Danke an die ganzen Autoren, danke an Gabriella für die Organisation und danke an die Buchhandlung Heymann, die die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, deren Angestellte am Sonntag für uns da waren und die den Spendenbeitrag sehr großzügig aufgerundet haben.

Der Abend war grandios. Dafür bin ich gerne knappe 250 km gefahren und, mal so unter uns, so ein Abendprogramm könnte ich jeden Sonntag haben! Wer es zeitlich und geographisch geschafft hätte, aber trotzdem nicht gekommen ist, der hat wirklich etwas verpasst! Es war wie eine kleine Buchmesse für geladene Gäste :)

Man kann übrigens noch weiterhin spenden:

Spendenkonto:
Stichwort: »Hochwasserhilfe 2013«,
Konto-Nr. 35 15 55
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01