Montag, 24. Februar 2014

[Rezension] Götz, Andreas - Stirb leise, mein Engel


Eine Selbstmordserie junger Mädchen in München geht durch die Presse. Diese Häufung der Selbsttötung ist zwar ungewöhnlich, aber die Ermittlungen ergeben, dass kein Fremdverschulden vorliegt. Sascha kann jedoch nicht glauben, dass Natalie sich freiwillig das Leben genommen haben soll. Er findet heraus, dass die Mädchen scheinbar mit einer anderen Person zusammen sterben wollten, aber es wurde jeweils nur eine Leiche gefunden. Haben sich die Mädchen tatsächlich freiwillig umgebracht oder steckt mehr hinter dieser Todesserie?


"Stirb leise, mein Engel" konnte bei mir zunächst durch verschiedene Aspekte Punkte sammeln. Zu allererst durch die geniale Idee des Romans, die über weite Teile spannend und gut aufgearbeitet war. Zusätzlich überzeugt der Roman durch einen flüssigen Schreibstil und tolle, interessante Charaktere, so dass der Einstieg in das Buch einfach und schnell gelingt. Die ersten 200 Seiten des Romans habe ich verschlungen, da ich unbedingt erfahren wollte, was es mit diesen Selbstmorden auf sich hatte. Dem Autor ist es gelungen eine mysteriöse Atmosphäre zu kreieren und mich einmal an der Nase herum zu führen, was die Aufklärung der Handlung anbelangt.

Nach etwas mehr als 200 Seiten stand jedoch definitiv fest, was das Geheimnis des Buches ist und auch das Motiv war mehr als eindeutig. Ab da war die Spannung leider hinüber, auch wenn der Autor am Ende in amerikanischer Actionfilmmanier noch einmal versucht diese gekünstelt wieder aufzubauen. Bei mir hat das leider nicht funktioniert und auch, wenn es sich "nur" um einen Jugendbuch-Thriller handelt, erwarte ich eine gewisse Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht oder zumindest ein paar Ungereimtheiten, die erst gegen Ende aufgelöst werden.

Fazit: Das Buch punktet mit einer tollen Grundidee, gelungenen Charakteren und einem fast durchgängig glaubhaften Einblick in die Psyche junger Menschen. Leider flacht die Spannung und somit auch die Atmosphäre im letzten Drittel sehr ab, was das Lesevergnügen eines Thrillers stark beeinträchtigt. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Oetinger (20. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789136158
  • ISBN-13: 978-3789136153
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre
  • Verlag:



1 Kommentar:

  1. Für einen Jugend-Thriller klingt das ja wirklich spannend.
    Danke für deine Rezension!

    Ganz liebe Grüße

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