Sonntag, 27. April 2014

[Rezension] Schneider, Anna - Bald wird es Nacht, Prinzessin

Wilde Partys mit reichlich Alkohol, dass kennen sicherlich viele Jugendliche. Doch die letzte Party war eine zuviel für Nova. Reglos lag sie im Garten und konnte nur durch Daniels beherztes Eingreifen gerettet werden. Doch nun liegt sie im Krankenhaus im Koma und niemand weiß, was tatsächlich geschehen ist. Daniel und Novas beste Freundin Jessi wollen der Wahrheit auf den Grund gehen, denn Jessi ist davon überzeugt, dass Nova nicht einfach nur zu extrem gefeiert hat, sondern dass etwas anderes hinter diesem Vorfall stecken muss.


Nachdem ich von Schneiders ersten Jugendroman (Blut im Schuh) begeistert war, stand für mich von Anfang an fest, dass ich auch weitere Bücher dieser Autorin lesen wollen würde. Mit "Bald wird es Nacht, Prinzessin" gibt es nun endlich den erhofften Nachschub und erneut fällt der Roman ins Spannungsgenre. 

Anna Schneider ist es wieder gelungen sympathische und vor allem authentische Charaktere zu erschaffen, die trotz der knappen Seitenzahl von 224 Seiten ausreichend Tiefe besitzen. Hauptsächlich führen Daniel und Jessi durch den Roman, doch die Geschichte wird auch aus der Sicht weiterer Personen geschildert. Dieser häufige Wechsel der Erzählperspektive ist mir zwar bewusst geworden, aber er wirkt nicht störend. Vielmehr gelingt es dem Leser sich dadurch ein gutes Gesamtbild zu erschaffen. Da Nova im Koma liegt, kann sie selbstverständlich aktiv nichts zu dem Geschehen beitragen. Dieses hat die Autorin gut gelöst, in dem immer wieder Rückblenden eingebaut werden und zwar in Form von Novas Videotagebuch. Ich war erst etwas skeptisch, denn der Roman gibt natürlich nur eine schriftliche Ausgabe der eigentlichen Videos wieder, aber es funktioniert.

Der Roman beinhaltet viele Themen, mit denen Jugendliche sich auseinander setzen müssen. Allen voran Freundschaft, aber auch Gruppenzwang, die Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung, die Beziehung zu den Eltern, aber auch Partys und deren Verlockungen. Alle Inhalte werden mit einem flüssigen Schreibstil verbunden und ergeben einen interessanten Roman, der für einen Thriller noch etwas mehr Spannung vertragen hätte. 

Fazit: Erneut gute Unterhaltung aus der Feder von Anna Schneider, die vor allem durch die Authentizität der Figuren und den flüssigen Schreibstil punkten kann. Ich freue mich schon auf weitere Romane von ihr.

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (19. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3522503937
  • ISBN-13: 978-3522503938
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
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