Montag, 31. März 2014

[Gewinnspiel] Brockmole, Jessica - Eine Liebe über dem Meer (Special-Edition)

Hallo ihr Lieben,

mein neues Gewinnspiel dreht sich um dieses Buch:

Brockmole, Jessica - Eine Liebe über dem Meer

für den Klappentext klickt bitte auf das Cover,
dann gelangt ihr zu Amazon oder schaut euch den Trailer an:





Allerdings verlose ich nicht nur das Buch, sondern eine wunderschöne Special Edition bestehend aus einer Buchbox, dem Roman und fünf Karten nebst Briefumschlägen (passend zu einem Roman, in dem es um Briefe geht) und so sieht diese tolle Ausgabe aus:



Dieses Mal gibt es andere Teilnahmebedingungen, zum einen passend zum Roman, zum anderen aus egoistischen Gründen :)

Teilnehmen kann jeder, der mir eine Postkarte schickt, welche bis zum 18.04.2014 bei mir angekommen sein muss. Aus all' diesen Karten werde ich den Gewinner dieser Sonderausgabe auslosen. Warum dieses zum Roman passt, sollte auf der Hand liegen :) "Egoistisch" ist dieses Verfahren, da ich gerade umziehe und mich sehr darüber freuen würde, wenn mein Briefkasten gleich ein bisschen persönliche Post für mich enthalten würde *g*


Anbei die Regeln für dieses Gewinnspiel:
  • Schickt mir eine ausreichend frankierte Postkarte (gekauft, gebastelt, online verschickt, ...)
  • Schreibt eure Adresse auf diese Postkarte, damit ich euch im Falle des Gewinns die Box schicken kann.
    Falls ihr eure Adresse nicht auf die Karte schreiben wollt, könnt ihr die Karte nebst einem Zettel mit eurer Anschrift auch in einem Briefumschlag an mich schicken.
  • Der Versand erfolgt über Hermes, daher kann der Versand nicht an ein Postfach oder eine Packstation erfolgen.


weitere Bedingungen:

1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 18.04.2014 - 18.00 Uhr


Ihr müsst dieses Mal kein Kommentar hinterlassen, 
trotzdem würde ich mich über Rückmeldungen von euch freuen :)


Sonntag, 30. März 2014

[Rezension] Strobel, Arno - Abgründig

Als Tim sich für ein Bergcamp anmeldete, hoffte er darauf tolle Ausflüge rund ums Bergsteigen zu erleben. Tatsächlich verläuft der Beginn jedoch sehr lahm, da zunächst Theorie und Trockenübungen mit den Campteilnehmern an der Tagesordnung stehen. Spontan entscheidet er sich dazu sich einer kleinen Gruppe anzuschließen, die auf eigene Faust eine Tour auf die Zugspitze plant. Als kurz nach dem Aufbruch das Wetter umschlägt, kippt die Stimmung und der spaßige Ausflug fällt sprichwörtlich ins Wasser. Die Gruppe rettet sich vor dem fürchterlich Unwetteren in einen Unterschlupf. Schnell spitzt sich die Situation zu und nach einer unruhigen Nacht volle Vorwürfe und reichlich Alkohol fehlt von einem der Teilnehmer jegliche Spur. Lediglich eine Blutlache ist geblieben.

"Abgründig" ist der erste Jugendroman aus der Feder des deutschen Thrillerautors Arno Strobel. Er siedelt seinen Roman fast ausschließlich in einer verlassenen Berghütte inmitten eines verheerenden Sturms an. Sein Protagonist Tim ist gleichzeitig Ich-Erzähler und ein sehr glaubwürdiger Charakter, dessen Reaktionen durchweg nachvollziehbar sind.

Der Einstieg in den Roman gelingt problemlos und Strobel hat sich eine Gruppe aus teilweise sehr interessanten Personen, teilweise aber auch etwas fader Nebenfiguren ausgedacht. Deren Verhalten in der geschilderten Extremsituation fand ich recht authentisch. Der Autor zeigt auf, wie schnell Verdächtigungen einer Person meinungsbildend werden können und dass es oft leichter ist sich einer "Meute" anzuschließen, als einen eigenen Standpunkt zu vertreten. Dieser Ausblick in die Psyche der Teenager hat mir durch seine Glaubwürdigkeit gefallen.

Hingegen konnte mich der Spannungsaspekt nicht überzeugen. Der Roman beginnt zwar mit einem interessanten Prolog, der die Stimmung anheizen soll, aber die erhoffte Atmosphäre (vor allem in der Berghütte) blieb nahezu aus. Selbstverständlich habe ich mich gefragt, was mit der vermissten Person passiert ist und woher die Blutlache stammt, aber das Buch wurde dadurch nicht zu einem Pageturner und die Auflösung des Romans hat meinen persönlichen Geschmack nicht getroffen.

Fazit: Ein mittelmäßiger Roman, dem leider das Mitreißende fehlt. Die Idee an sich ist ebenfalls nicht neu und das Potential der Geschichte durch die Handlung in einer abgelegenen Berghütte garniert mich reichlich Spannungen zwischen den Jugendlichen wurde nicht ausgeschöpft.


  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Loewe (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785578644
  • ISBN-13: 978-3785578643
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Verlag:




Samstag, 29. März 2014

[In my Mailbox] KW # 13/2014


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Brockmole, Jessica - Eine Liebe über dem Meer

Gae Polisner - Der Sog der Schwerkraft


Ich bin schon sehr auf beide Bücher gespannt. 
Was haltet ihr von den Neuzugängen?


PS: Wundert euch nicht, dass es aktuell ruhiger auf meinem Blog ist. 
Ich bin leider momentan total im Umzugsstress.



Sonntag, 23. März 2014

[Gewinner] Hertz, Anne - Die Sache mit meiner Schwester

Hallo ihr Lieben,

wie habt ihr das Wochenende so rumbekommen? Bei mir ging außer Vor-Umzugs-Stress nicht viel *g* Trotzdem habe ich noch schnell für euch dieses Gewinnspiel ausgelost.


Zu gewinnen gab es:
2x Hertz, Anne - Die Sache mit meiner Schwester

für den Klappentext klickt bitte auf das Cover,
dann gelangt ihr zu Amazon

Unter allen Teilnehmer, die sowohl einen Blogkommentar geschrieben, als auch das Gewinnspielformular ausgefüllt haben, habe ich mit random.org ausgelost und gewonnen haben:



*Trommelwirbel on*
 
Anka M. aus M.
Michaela K. aus E.

* Trommelwirbel off*
 
Viel Spaß euch beiden beim Lesen!



Samstag, 22. März 2014

[In my Mailbox] KW # 12/2014


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


Kilborn, Jack - Angst


Dieses Buch habe ich von einer Kollegin geschenkt bekommen, 
die davon sehr begeistert war. 
Kennt es jemand von euch schon?


Donnerstag, 20. März 2014

[Autoren 1x1] Marie-Luis Rönisch

 proudly presents:



Marie-Luis Rönisch




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Ich habe 2009 mit dem Schreiben begonnen, nachdem mir eine Idee nicht mehr aus dem Kopf ging. Gemeinsam mit einigen Freunden wollte ich eine Serie auf die Beine stellen und verfilmen. Unser Ziel war es einmal monatlich eine Folge bei YouTube hochzuladen. Aus zeitlichen Gründen schlug unser Plan fehl. Da ich dennoch von meiner Idee überzeugt war, schrieb ich einen Produzenten aus Stuttgart an, der mir erklärte, dass es keinen Film ohne ein Buch geben kann. So begann ich mit Schreiben und entdeckte meine größte Leidenschaft

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Nun, „Autor“ ist eher ein Traumberuf. Allerdings ermöglicht es einem die Freiheit des Lebens zu spüren. Man kann in fremde Welten eintauchen, die kein Mensch zuvor erblicken durfte, weil man sie selbst erschaffen hat. Man kann Erfahrungen einbauen, Leser begeistern und sich mit wild fremden Leuten über das eigene Buch unterhalten. Erhält man dann noch positives Feedback ist das der schönste Beruf der Welt, weil man sich nicht verstellen muss. Man kann sich selbst treu bleiben und etwas tun, was einem am Herzen liegt.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Liebe, Verzweiflung, Tod, Leidenschaft, Blut, Schicksal, Familienbande, Verrat: 
Diese Worte beziehen sich auf meinen bald erscheinenden Roman „Blood of Love“.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Bei mir gibt es kein „wo“, da ich keinen Laptop besitze und nicht variabel einen neuen Ort aufsuchen kann. Bei mir muss absolute Ruhe herrschen, damit ich ohne Probleme in meiner eigenen Welt versinken kann. 

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Mittlerweile konnte ich vier Jahre lang Erfahrung sammeln und möchte daher eindringlich vor Druckkostenzuschussverlagen warnen. Gebt niemals auf und kämpft für euren Traum. Übt euch in Geduld. Wenn ihr es nicht sofort schafft, euer Buch an einen Verlag zu vermitteln, dann sucht euch Betaleser und einen Lektor, die euch unterstützen. Das Schreiben ist ein Handwerk, jeder kann es erlernen, wenn man sich nur dafür öffnet.
Außerdem würde ich den Jungautoren eine Agentur empfehlen. Wenn ihr nicht vorhabt euch auf eine lange Verlagssuche zu begeben, versucht euer Glück bei den Agenturen. Werdet ihr aufgenommen ist ein Teil eures Weges geschafft.
 



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Blau wie das Meer & Grün wie die Wiesen in den Bergen Österreichs. 

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Im Kindergarten wollte ich natürlich Tierärztin werden, doch ab der 5. Klasse hielt ich eisern an einem anderen Berufswunsch fest. Dies ist heute immer noch mein Traum. Ich würde gerne das Handwerk einer Schauspielerin erlernen. 

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Klöße von meiner Oma und Nudeln.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Fantasy

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich würde gerne mehr Menschen mit meinen Büchern erreichen. Es wäre ein Traum einmal so viel Erfolg wie J. R. R. Tolkien zu haben. Schon allein der Gedanke, dass sich die Menschen so kleiden wie meine Charaktere und begeistert die Geschichten verfolgen, würde mir alles geben um glücklich zu sein.  
Außerdem möchte ich noch einmal nach Teneriffa reisen, denn dort zieht es mein Herz hin und ich vermisse die für mich heimische Umgebung. 


Diese Bücher von Marie-Luis Rönisch könnten z.B. (bald) in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Marie-Luis, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 19. März 2014

[Gastrezension] Sarah Butler - Alice, wie Daniel sie sah

Gastrezension von Nina



Daniel ist ein Landstreicher, er zieht durch London und entdeckt auf seinen Streifzügen viele kleine Schätze, aus denen er einzigartige Kunststücke zaubert. Für alle anderen nur weggeworfener Müll, strahlen für Daniel diese Dinge in den schönsten Farben. Denn für ihn hat jeder Buchstabe eine Farbe und so erscheint ihm jedes Wort, jeder Name in einer anderen Farbe. 



Sein halbes Leben war er auf der Suche nach Alice, seiner Tochter. Daniel hat sie noch nie gesehen und baut all seine Hoffnung auf den Moment, in dem er ihr begegnet. 
Alice ist ein ruheloser Freigeist und fühlt sich nirgendwo zu Hause und zugehörig. Ihre eigene Familie ist ihr fremd und erst nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters erkennt sie, dass sie stets auf der Suche nach etwas ist.

"Wenn man lange genug still an einem Ort stehen bleibt, zeigt er sich einen. Es dauert eine Weile, aber dann findet man die Muster, und wenn man die erstmal hat, kann man anfangen, sich zu Hause zu fühlen." Seite 312

Der flüssige Schreibstil von Sarah Butler hat mich direkt begeistert und mit einer Leichtigkeit durch die am Anfang herrschende melancholische Stimmung geführt.

Daniel und Alice sind beide auf ihre Art wirklich sympathische und tiefgründige Charaktere, die es dem Leser leicht machen, sich in sie hinein zu fühlen.
Die Handlung wird abwechselnd aus Alice und Daniels Sicht erzählt und jedes Kapitel beginnt mit einer Liste ... 10 Dinge, die...
Dadurch hat man einen noch besseren Einblick in die Gedanken und Leben von Vater und Tochter.

Dieses Buch erzählt eine wundervolle Geschichte über zwei Menschen, die einander fremd sind und doch soviel verbindet. Es ist faszinierend zu erleben, wie sie sich scheu und fast schon ängstlich annähern und kennenlernen.
Eine farbenfrohe Liebeserklärung an das Leben, die Hoffnung und den Mut über die Grenzen der eigenen kleinen Welt hinauszublicken .

Fazit: Für mich schon jetzt eines der Lesehighlights in diesem Jahr. Absolute Leseempfehlung 5 von 5 Sternen

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426514095
  • ISBN-13: 978-3426514092
  • Originaltitel: Ten Things I've Learnt About Love
  • Verlag:


Dienstag, 18. März 2014

[Die Story hinter dem Buch] Clark, Janet - Singe, fliege, Vöglein, stirb

heute:


Clark, Janet - Singe, fliege, Vöglein, stirb

 


Wie in allen meinen Büchern habe ich auch hier wahre Begebenheiten und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen eingearbeitet. Auslöser für erste Gedankenspiele zum Plot war der Emdener Parkhausmord. Das Geschehen damals in aller Kürze: Wenige Tage nach der Ermordung der kleinen Lena in einem Emdener Parkhaus wird im März 2012 ein 17-Jähriger als Tatverdächtiger verhaftet. Kurz darauf werden im Internet Namen und Anschrift des Jugendlichen verbreitet und es wird dazu aufgerufen, die Polizeiwache zu stürmen und den vermeintlichen Täter zu lynchen. Etwa 50 Menschen folgen dem Aufruf, belagern stundenlang die Polizeiwache und rufen Hassparolen. 

Wenige Tage später erweist sich die Unschuld des Jugendlichen, der wahre Täter wird festgenommen. Dennoch ist für den 17-Jährigen der Vorfall nicht vorbei. Sein Ruf und auch seine Psyche sind beschädigt. Er ist nach dem Vorfall aus Emden weggezogen. 

Mich hat diese Geschichte damals nicht mehr losgelassen. Wie ist so etwas in unserer Zeit und unserer Zivilisation möglich? Ein Lynchmob? Daraus ergaben sich viele Fragen: Was löst solch eine öffentliche Jagd bei dem Verfolgten aus? Wie kann es überhaupt zu so einem Mob kommen? Wie entstehen Gerüchte in der virtuellen Welt? Wie werden bloße Vermutungen im Internet zur absoluten Wahrheit? Wie gefährdet bin ich selbst, auf virtuelle Hetzjagden hereinzufallen?

Also habe ich begonnen zu recherchieren und kam immer wieder auf eine Frage: Was ist Wahrheit? 




Diese Frage wurde zum zentralen Thema meines Buches und zum Ausgangspunkt der dramaturgischen Arbeit. Entstanden ist eine Geschichte, in der die Wahrheit sich immer wieder dreht. Dadurch möchte ich zeigen, wie leicht es ist, Menschen zu manipulieren. 

Dazu kam eine Häufung an Skandalen im Lebensmittelbereich. Auch hier habe ich angefangen zu recherchieren und war fassungslos, welche Formen der legalen Tierquälerei in Deutschland an der Tagesordnung sind. Wollte ich darüber reden, bin ich oft auf Gleichgültigkeit gestoßen. Es besteht aber dringender Handlungsbedarf. Doch so wichtig ich Tierschutz finde, so schwierig wird es, wenn dieser in Fanatismus umschlägt. Daher die Wahl des Nebenschauplatzes. 

Dann sind da noch die Motorräder. Ich liebe Geländemaschinen, bin selbst gefahren, habe aus Vernunftsgründen aufgehört (wegen der Kinder) und jetzt wieder angefangen (wegen dem Spaß). Wenn Ina wütend ihr Moped ankickt und davon staubt, weiß ich ganz genau, wie sich das anfühlt. Und zu wissen, wie sich was anfühlt, ist beim Schreiben immer ganz besonders hilfreich!




  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785577524
  • ISBN-13: 978-3785577523
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Montag, 17. März 2014

[Gastrezension] Schmidt, Heike Eva - Die gestohlene Zeit

Gastrezension von Nefertari35



Die junge Studentin Emma liebt Sagen und Legenden über alles. Als es die Möglichkeit gibt, als Betreuerin einer 12. Klasse in die Dolomiten zu reisen, ergreift sie diese, auch wenn die Aussicht, den Tag mit einem Haufen pupertierender Teenager zu verbringen, nicht so prickelnd ist. Die Dolomiten sind bekant für die Legende des Zwergenkönigs Laurin, dessen Geschichte Emma erst kürzlich gelesen hat.


Die junge Frau findet auf der Wanderung einen mysteriösen Ring, der ihr von zwei der Schüler gewaltsam abgenommen wird. Bei dem Gerangel wird sie verletzt und bleibt bewußtlos zurück. Als sie später ihre Gruppe sucht, findet sie sich plötzlich in einem blutrot blühenden Rosengarten wieder und plötzlich wird sie von kleinen, schmuddeligen Gestalten umzingelt, die sie gefangen und mit in ihr dunkles Bergreich nehmen. Zwerge! Dort trifft sie auf den Menschenjungen Jonathan. Gemeinsam planen die beiden ihre Flucht vor Laurin, nichtsahnend welche Lawine sie lostreten werden!

Schreibstil:
Dieses Buch beweist, das Legenden, Sagen und Märchen alles andere als langweilig sind und auch in die heutige Zeit passen. Die Autorin schreibt wunderbar lebendig und farbenfroh, aber sie vergißt auch das Düsterne und Böse nicht. Die Story ist sehr spannend gestaltet und ein überaus kurzweiliges Lesevergnügen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und in schwarz und gold gehalten, was dem Ganzen ein mystisches Aussehen gibt. Die Charaktere sind toll beschrieben. Allein die Beschreibung der Zwerge ist wirklich gruselig und weit weg von den Schneewittchen-Zwergen. Heike Eva Schmidt schafft es eine alte Legende in die Neuzeit zu packen und das so authentisch, das man die Geschichte fast glauben kann. Die beiden Hauptprotagonisten sind wirklich einzigartig. Die eine aus dem 20, Jahrhundert, der andere aus dem 18. Die Liebe der beiden beginnt langsam und wird aber umso tiefer, je mehr sie zusammen durchstehen müssen. Auch wird sehr gut beschrieben, was Habgier und Raffsucht aus einem Menschen machen kann.

Eigene Meinung:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Eine mal etwas andere Story, die uns die Zwerge nicht nur als nett oder als tolle Krieger beschreibt, sondern as bösartige, kleine, hinterlistige Wesen, die die Menschen nur als Sklaven ansieht oder als lästige Kreaturen. Sie sind zudem habgierig und unglaublich laut und dreckig. Ich fand diese Darstellung fantastisch. Die Idee eine Legende auf diese Art in die Neuzeit zu versetzen ist grandios. Ich war selber schon in den Dolomiten und kann mir gut vorstellen, das Laurn und seine Horde da hausen. ;) Ich bin wirklich begeistert von dieser Geschichte und es hat großen Spaß gemacht sie zu lesen.

Fazit: Ich würde das Buch allen Fantasyliebhabern ab 12 Jahren empfehlen oder solchen, die es noch werden wollen. Da die fantastischen Teile nicht überhand nehmen, ist dies Buch auch für Einsteiger in das Genre sehr gut geeignet. Ich gebe fünf Sterne!

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426513110
  • ISBN-13: 978-3426513118
  • Verlag:



Sonntag, 16. März 2014

[In my Mailbox] KW # 11/2014


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon


Schneider, Anna - Bald wird es Nacht, Prinzessin


Nachdem mir Blut im Schuh von Anna Schneider bereits sehr gut gefallen hat, freue ich mich nun auf den neuen Jugendthriller von ihr. Geht es noch jemandem so?


Freitag, 14. März 2014

[Rezension] Beckett, Simon - Stone Bruises (dt. Der Hof)

Sean hatte sich dafür entschieden England hinter sich zu lassen und nach Südfrankreich zu gehen. Allerdings geht seine Flucht vor der Polizei dort weiter und während dieser zerfetzt er sich seinen Fuß, als er in eine Eisenfalle tritt. Mathilde und Gretchen finden Sean dort bewusstlos auf und bringen ihn auf den heruntergekommenen Hof ihres Vaters, der keine Fremden duldet. Sean, der mit seinem verletzten Fuß ans Bett gefesselt ist, sieht sich dem tyrannischen Arnaud und der verführerischen Gretchen hilflos ausgeliefert aus. Nur Mathilde scheint einen normalen, freundlichem Umgang mit ihm zu pflegen. Allerdings schwebt ein dunkles Familiengeheimnis über das Anwesen.

Ich möchte vorweg nehmen, dass ich bisher nur "Die Chemie des Todes" von Simon Beckett gelesen habe. Somit habe ich keinen Roman im "David Hunter"-Stil erwartet. Des Weiteren muss ein Thriller für mich nicht aus zahlreichen, blutigen Szenen oder reichlich Leichen bestehen, um überzeugen zu können. Was Simon Beckett jedoch mit seinem neuen Roman abgeliefert hat, war für mich eine komplette Enttäuschung und wie ein solcher Roman im Thriller-Genre veröffentlicht werden kann, erschließt sich mir absolut nicht. Natürlich schreibt Beckett einen Bestseller nach dem Nächsten, aber ein guter Name allein macht nicht automatisch aus jeder x-beliebigen, langweilig geschriebenen Story einen guten Roman.
dt. Ausgabe

"Der Hof" hätte theoretisch enorm viel Potential haben können. Ein Protagonist, der aus unbekannten Gründen auf der Flucht ist, und auf einem abgelegenen Hof aufgepäppelt bzw. vielleicht sogar festgehalten wird. Dazu reichlich verquere Charaktere, die scheinbar ein Familiengeheimnis hüten. Das ganze Geschehen spielt sich in einem räumlich recht eingeschränkten Umfeld ab, was dazu hätte führen müssen, dass sich unterschwellig eine spannungsgeladene Atmosphäre entwickelt. Passiert ist dieses jedoch nicht,

Meiner Meinung nach hat Beckett bei diesem Roman nichts richtig gemacht. Die Geschichte ist zäh, einfallslos und in großen Teilen vorhersehbar. Eine fesselnde Handlung existiert einfach nicht, von einem ausgearbeiteten Spannungsbogen oder gar einem fulminanten Abschluss ganz zu schweigen. Ich habe mich selten bei einem Buch derart gelangweilt. Ein Roman ohne mitreißende Atmosphäre und ohne spannende Handlung -so wie dieser- verdient das Prädikat "Thriller" einfach nicht, da es irreführend ist und das Buch absolut nicht hält, was diese Aussage verspricht.

Fazit: "Der Hof" ist ein Roman, bei dem es mir wirklich schwerfällt eine geeignete Zielgruppe zu finden. Einzig Leser, die sich normalerweise an seichter Frauenliteratur erfreuen und für die ein Beziehungs-Aus in einem Roman bereits zu viel Herzrasen verursacht, könnten es evtl. einmal mit diesem Buch versuchen. Jedem Thriller-Liebhaber, der sich fesselnd und mitreißend unterhalten lassen möchte, der eine ausgefeilte Story und eine spannungsgeladene Atmosphäre erleben möchte, rate ich auf Schärfste von diesem Roman ab, der für mich eins der langweiligsten, unspektakulärsten und enttäuschendsten Bücher seit Langem war.

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Bantam Press (30. Januar 2014)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0593073290
  • ISBN-13: 978-0593073292





Donnerstag, 13. März 2014

[Das Autoren 1x1] Stefan Gemmel

 proudly presents:



Stefan Gemmel




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Ich habe mich als Kind und als früher Jugendlicher überhaupt nicht für Bücher interessiert. Ich war da eher der sportliche Typ. Erst durch eine hervorragende Deutschlehrerin wurde mir die Tür zur Literatur geöffnet, da war ich etwa 14 Jahre alt. Aus mir als spontaner Leseratte wurde ganz schnell ein Schreibfuchs. Ich schrieb für mich, für Freunde, für die Schülerzeitung, später für die Tagenszeitung und schließlich für Verlage.

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Ich liebe es, kreativ zu sein. Und das Autorenleben bietet sich perfekt dafür an. Ob für meine Bücher oder Lesungen, ob für die Arbeit mit jugendlichen Talenten oder für Werbe-Aktionen – die Literatur bietet unzählige Möglichkeiten zu entfalten. ich hab schon vieles ausprobiert und bin mir sicher: Da geht noch einiges!

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Ein rätselhaftes Schiff, eine lebende Zeitmaschine, entführte Jugendliche – das sind unter anderem die Zutaten zu meiner Trilogie „Schattengreifer“.

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Ich habe ein Arbeitszimmer, das ich so gestaltet habe, dass ich mich rundum wohl fühle darin. Es dient nicht nur zum Schreiben, sondern zum Rückzug allgemein. Es ist der Ort, den ich am meisten liebe – und hier entstehen meine Texte.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Geduld. Oh bitte, bringt neben Eurem Talent und Euren vielen Ideen auch Geduld mit. Manche Projekte brauchen Zeit, bis sie verwirklicht sind. Verlage brauchen Zeit, um sich zu entscheiden bzw. um Projekte ins Laufen zu bringen. Und Leser brauchen Zeit, um Autorinnen und Autoren zu entdecken.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Ganz klar: kunterbunt!

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Ich wollte unbedingt Astronaut werden. Der Blick zu den Sternen erfüllte mich mit einer unendlichen Sehnsucht – eigentlich noch heute.

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Auch ganz klar: Schokolade!

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Ich fühle mich in psychologisch aufgebauten Romanen zu Hause, wie sie zum Beispiel George Simenon meisterhaft geschrieben hat.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Gerade ging einer in Erfüllung: Das Jugendtheater in Koblenz hat das Stück „Schattengreifer“ sehr aufwändig aufgeführt. Das hat mich gleichermaßen berührt und begeistert. Ich hoffe mir weitere solche Umsetzungen für Bühne, Film, Hörspiel ...



Diese Bücher von Stefan Gemmel könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:


Vielen Dank Stefan, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

Dienstag, 11. März 2014

[Die Story hinter dem Buch] Hertz, Anne - Die Sache mit meiner Schwester

heute:



Hertz, Anne -  Die Sache mit meiner Schwester

 



Unser neuer Roman „Die Sache mit meiner Schwester“ handelt von den Geschwistern Nele und Heike, die unter dem Pseudonym „Sanne Gold“ erfolgreiche Frauenromane schreiben ... „Aha!“, wird da mancher jetzt vielleicht denken, „Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann schreiben also über sich selbst!“

Ja. Und nein.


Denn genau genommen ist „Die Sache mit meiner Schwester“ so etwas wie eine Persiflage auf unser richtiges Leben. Tatsächlich schreiben wir ja schon seit 2005 zusammen unter dem Namen „Anne Hertz“, das neue Buch ist bereits unser neunter Roman, wenn wir unsere Kinderbücher „Juni und ich“ dazu nehmen sogar schon unser elfter. Genau wie bei Heike und Nele liegen zwischen uns zweieinhalb Jahre (Frauke ist 44, Wiebke 42), darüber hinaus hat Frauke mehrere Kinder (allerdings vier und nicht wie im Roman drei), wohnt in den Hamburger Elbvororten, während Wiebke bis vor kurzem kinderloser Single war (das hat sich inzwischen geändert, ihre Tochter ist gerade ein Jahr alt geworden). Tja, und welche Übereinstimmungen es noch zwischen „Die Sache mit meiner Schwester“ und unserem Leben gibt – darüber dürfen die Leser gern rätseln :-)


Wie kam es zu der Idee?

Zum einen entstand die Idee, weil wir einfach mal etwas GANZ ANDERES machen wollten. Also, jetzt kein Psychothriller (die schreibt Wiebke ja schon im Alleingang) oder eine Geschichte mit Tieren (das ist ja bisher Fraukes Solo-Metier), aber wir wollten etwas schreiben, das sich von den bisherigen Anne-Hertz-Romanen deutlich abhebt. Schließlich sind wir beide in den vergangenen Jahren ein bisschen älter (und vielleicht auch weiser? :-)) geworden, unsere Lebensumstände und unsere Interessen haben sich verändert – da stand uns der Sinn nach einer Geschichte, bei der wir uns sehr persönlich einbringen und bei der es um „mehr“ geht als die Liebe. Wer genau von uns auf die Idee kam, wissen wir gar nicht mehr so genau, aber auf einmal stand das Schwesternthema im Raum, und wir waren beide sofort Feuer und Flamme. Keine Sorge, um die Liebe geht es natürlich auch, aber im Vordergrund stehen die doch sehr ungleichen Schwestern Heike und Nele und die Probleme, die sie miteinander haben.

© Melanie Dreysee

Heike und Nele mögen sich nicht – und Wiebke und Frauke?

Sagen wir mal so: Als Schwestern hängen wir schon sehr aneinander, ein paar Jahre lang haben wir sogar im selben Haus gewohnt, eine ist der anderen immer hinterhergezogen. Aber wenn wir behaupten würden, dass wir uns noch nie gestritten haben – dann wäre das gelogen. Gerade bei der gemeinsamen Zusammenarbeit kracht es manchmal ganz schön zwischen uns, da werden auch mal Türen geknallt oder Telefonhörer aufgelegt. Allerdings haben wir uns im Gegensatz zu Heike und Nele bisher immer wieder miteinander vertragen, spätestens, wenn der Abgabetermin für einen neuen Roman näher rückt und wir einfach wieder miteinander auskommen MÜSSEN. Denn, das verraten wir an dieser Stelle, während Heike und Nele in „Die Sache mit meiner Schwester“ ihre Bücher schon längst nicht mehr selber schreiben, sondern die Arbeit einem Ghostwriter überlassen, hauen wir natürlich noch höchstpersönlich und gemeinsam in die Tasten. Und der furchtbar peinliche Aufritt, den Nele und Heike zu Beginn der Geschichte in einer Talkshow haben – der wird uns im echten Leben hoffentlich nie passieren!


Wie sah die gemeinsame Arbeit aus?

Zwischen Heike und Nele gibt es viele Konflikte, da spielen Konkurrenzkampf und Neid, aber auch verletzte Gefühle, die bis weit in die Kindheit zurückreichen, eine Rolle. Für uns eine extrem persönliche Arbeit, denn schließlich können wir viele der Spannungen, die es zwischen unseren Hauptfiguren gibt, gut nachempfinden (so, wie das wohl jeder kann, der Geschwister hat). Und, klar: Wir sind beide sehr ehrgeizig, und genau wie bei Nele und Heike gab es auch bei uns schon die Diskussion darüber, wer denn wohl die bessere Autorin ist – zu einem Ergebnis sind wir bisher aber noch nicht gekommen. Vielleicht wissen wir es ja nach dem nächsten Buch :-) Für „Die Sache mit meiner Schwester“ haben wir in Kindheitserinnerungen gekramt (die lustiger Weise von uns beiden zum Teil total unterschiedlich wahrgenommen wurden), uns dabei manchmal schlapp gelacht – oder auch mal in Nostalgie geschwelgt. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, vor allem, weil wir uns immer mal wieder erlaubt haben, uns selbst auf die Schippe zu nehmen. Wahr ist zum Beispiel die Geschichte im Roman, dass eine von uns (Frauke) als Jugendliche im Zimmer der anderen (demnach Wiebke) eine Rauchbombe gezündet hat. Vorangegangen war diesem Attentat ein heftiger Streit über ein verlorenes Monopoly-Spiel, bei dem wir uns gegenseitig mit hölzernen Clogs bewarfen; das fulminante Finale gipfelte darin, dass Frauke durch eine gläserne Tür flog, die dabei zu Bruch ging. Das Ergebnis: Stubenarrest von unseren Eltern und so lange kein Taschengeld, bis die kaputte Tür abgestottert war ...

Die Sache mit meiner Schwester ...


Wie gesagt, im Gegensatz zu Heike und Nele sprechen wir sehr wohl noch miteinander und werden wohl auch noch einige Jahre zusammen schreiben. Jedenfalls, wenn die Leser unsere Bücher weiterhin mögen. Als Schwestern bleiben wir sowieso immer miteinander verbunden, denn nicht nur, dass Blut dicker ist als Wasser – es gibt doch nichts Schöneres, als wenn die Schwester auch gleichzeitig die beste Freundin ist! Auch, wenn man sie hin und wieder mit einer Rauchbome in die Luft jagen will :-)
 
geschrieben von Wiebke Lorenz und Frauke Scheunemann



  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Pendo (10. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866123639
  • ISBN-13: 978-3866123632