Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Herrmann, Elisabeth - Joachim Vernau (04) Versunkene Gräber

Joachim Vernau, Anwalt von Beruf, wird gebeten seinem Freund aus längst vergangenen Tagen zu helfen. Dieser sitzt in einem Gefängnis in Polen und wird des Mordes beschuldigt. Vernau nimmt den Fall an und stößt dabei auf versunkene Gräber eines Friedhofs und alte Briefe. Die Spuren führen Vernau ins Jahr 1945. Die Taten liegen Jahrzehnte zurück, doch erst jetzt kommen Verborgene Erlebnisse ans Licht.



Die mp3 Ausgabe von "Versunkene Gräber" ist eine vollständige Lesung auf 2 CDs und umfasst knappe 14 Stunden. Gelesen wird die Geschichte von Max Hopp. Nach "Das Kindermädchen", "Die siebte Stunde" und "Die letzte Instanz" ist "Versunkene Gräber" bereits der vierte Roman der Joachim-Vernau-Reihe. Dieses war mir jedoch vorm Hören nicht bewusst und ich kannte keinen der vorherigen Romane. Trotzdem war die Geschichte für mich gut verständlich.

Die Länder Deutschland und Polen sowie der Vermerk auf das Jahr 1945 lassen bereits erkennen, in welche Richtung der Roman inhaltlich gehen könnte. Die Geschichte erscheint gut recherchiert und nachdem der Anfang noch etwas unspektakulär ist, hatte mich Hermann bald gefesselt. Ihr flüssiger Schreibstil und ineinander verschlungene Handlungsstränge haben dafür gesorgt. Teilweise erschien mir die Geschichte jedoch etwas lang gezogen, ein paar Kürzungen hätten der erzeugten Atmosphäre sicherlich nicht geschadet.

Fazit: Eine fiktive Geschichte mit historischem Hintergrund, die gut recherchiert erscheint, bis zum Ende interessant bleibt und einen flüssigen, teilweise sogar humoristischen Schreibstil an den Tag legt. Somit gute Unterhaltung, besonders für Fans der Vernau-Reihe.

  • MP3 CD
  • Verlag: der Hörverlag; Auflage: ungekürzte Lesung (16. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 384451340X
  • ISBN-13: 978-3844513400
  • Verlag:








Dienstag, 28. Oktober 2014

[Die Story hinter dem Buch] Deana Zinßmeister - Der Pestreiter



heute:



Deana Zinßmeister - Der Pestreiter

 



Liebe Leserinnen und Leser,

ich hatte nicht geplant, dass einer meiner Romane eine Fortsetzung bekommen sollte. Jeder Roman war für mich in seiner Geschichte abgeschlossen. Doch kaum waren die Bücher erschienen, wollten die Leser wissen wie es mit den Protagonisten weitergehen würde. Zu meiner Freude gab der Goldmann Verlag grünes Licht und so konnte ich das Leben mancher Figuren weitererzählen. Mittlerweile sind drei Bände über die Hexenverfolgung (Das Hexenmal, Der Hexenturm und Der Hexenschwur) und zwei Bände über den Bauernkrieg (Die Gabe der Jungfrau und Der Schwur der Sünderin) erschienen. Da ich in kleinen Rückblenden die Vorgeschichte der Protagonisten erkläre, kann man jede Fortsetzung auch ohne Vorkenntnisse der anderen Teile lesen.

Auch bei meinem Roman ‚Das Pestzeichen’ haben mich die zahlreichen Leseranfragen überzeugt, eine Fortsetzung zu schreiben. Im Gegensatz zum ersten Teil Das Pestzeichen, der in meiner Heimat dem Saarland spielt, entführe ich die Leser in Der Pestreiter nach Trier ins Jahr 1652. 

© Andreas Hoffmann, www.faunart.de

Meine Romane sind dafür bekannt, dass ich vor allem das einfache Volk beschreibe, aber auch außergewöhnliche historische Figuren (wie z.B. eine Kinderhexe oder einen Wolfsbanner) sowie besondere und historisch verbriefte Ereignisse (z.B. eine magische Schatzsuche) aufleben lasse. Deshalb wollte ich auch im Pestreiter eine ungewöhnliche und historische Story erzählen. 

Dank der Beratung durch den Historiker Professor Dr. Johannes Dillinger, der in Oxford einen Lehrstuhl hat, und einer der bedeutesten Historiker, besonders auf dem Gebiet der Hexenforschung, weltweit ist, konnte ich erneut, interessanten Persönlichkeiten Leben einhauchen und sie eine ungewöhnliche Geschichte erzählen lassen. Aber auch das Stadtarchiv von Trier sowie die private Bibliothek des Historikers Dr. Dieter Staerk, die weit über 7000 Fachbücher umfasst, dienten mir als Quelle der Inspiration, um so detailgetreu wie möglich die Zeit 1652 wieder aufleben zu lassen.

Der Pestreiter erzählt eine nicht alltägliche und spannende Geschichte, bei der der Leser in eine Zeit entführt wird, in der Aberglaube, Angst und Hilflosigkeit ebenso allgegenwärtig waren wie die Pest.

Der zweite Teil von Das Pestzeichen wurde erstmals auf der Frankfurter Buchmesse 2014 vorgestellt und ich bin schon sehr gespannt wie die Leser die Geschichte von Der Pestreiter finden werden.


geschrieben von Deana Zinßmeister


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (20. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442480884
  • ISBN-13: 978-3442480883







Montag, 27. Oktober 2014

[Rezension] 24 Dinge, die man vor Weihnachten getan haben muss: Der Kalender für die Hosentasche


Gelangweilt vom alljährlichen Weihnachtstrott? Verschiedene Varianten des Adventskalenders erscheinen auch schon ausgelutscht? Dann ist "24 Dinge, die man vor Weihnachten getan haben muss" genau das richtige für dich und dieser Kalender passt mit einer Größe von ca.  8,6 x 6 x 0,4 cm sogar in die Hosentasche.

Dieser kleine Kalender besteht aus 24 Seiten, deren Rückseite jeweils gelbe Sterne auf grünem Hintergrund zieren. Außerdem sind sie von 1-24 aufsteigend durchnummeriert. Die Vorderseiten bieten 24 originelle Ideen, wie man die Tage bis Heiligabend einmal anders verbringen kann.

Besonders interessant fand ich die Ideen, die sich leicht umsetzen lassen. Warum also nicht mal Weihnachtspost in einem völlig fremden Briefkasten einwerfen, "Last Christmas" als Klingelton einstellen und somit viel "Freude" unter den Freunden zu verbreiten oder goldene Sterne ausschneiden und den Arbeitsplatz damit dekorieren, um eine weihnachtliche Atmosphäre zu verbreiten. Von diesen Ideen gibt es durchaus einige ungewöhnliche, schöne und interessante in diesem Kalender.

Schwieriger finde ich hingegen Ideen, wie z.B. Kunstschnee vor den Häusern der Nachbarschaft zu verteilen und meinen Weihnachtsbaum möchte ich auch nicht unbedingt mit Büromaterialien wie Scheren oder Büroklammern dekorieren.

Fazit: Der Kalender beinhaltet tatsächlich zahlreiche tolle Ideen. Ich werde definitiv versuchen in dieser Adventszeit einige davon umzusetzen und ich kann mir auch gut vorstellen diesen Kalender zu verschenken, sowohl an Weihnachtsfreaks, als auch an Weihnachtsmuffel. Die Adventszeit einfach einmal etwas anders, aufgepeppter erleben!


  • Broschiert: 48 Seiten
  • Verlag: Pattloch Geschenkbuch (1. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3629110746
  • ISBN-13: 978-3629110749
  • Verlagsgruppe:


Sonntag, 26. Oktober 2014

[Gastrezension] McNeal, Laura - Das Haus am Mississippi River

Gastrezension von Starbucks



Mit ihrem Roman „Das Haus am Mississippi River“ entführt Laura Lane McNeal entführt den Leser zurück in die 60ger Jahre in New Orleans, in die Zeit rund um den Civil Rights Act (1964) . Sie zeichnet eine Familiengeschichte in beiden Hautfarben, die später auch noch verknüpft wird. Die Autorin stammt selbst aus New Orleans und sagt, sie wollte mit dem Roman auch dafür sorgen, dass diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät.


Zum Inhalt: Obwohl der Roman im Originaltitel „Dollbaby“ heißt und damit nach der schwarzen Haushaltshilfe im Herrenhaus von Miss Fannie benannt ist, dreht sich alles hauptsächlich um die anfangs 12jährige Liberty Bell, genannt Ibby, die nach dem Unfalltod ihres Vaters aus dem Pazifischen Nordwesten in das Elternhaus des Vaters nach New Orleans geschickt wird, in dem die wunderliche Miss Fannie, Ibbys Großmutter, wohnt. Ibby freundet sich schnell mit den schwarzen Haushaltshilfen, Queenie und Dollbaby an, die sie sehr herzlich aufnehmen. Auch die Großmutter zeigt bald ihre sanfte und großzügige Seite, denn sie möchte Ibby gern für immer da behalten. Ibby, die zuvor noch nie mit Schwarzen zu tun gehabt hat, freundet sich mit den Haushaltshilfen an, erlebt, wie das in der Stadt ungern gesehen wird, verliebt sich zum ersten Mal und erfährt nach und nach immer mehr über die geheimnisvollen Familiengeschichten ihrer eigenen und der schwarzen Familie. Während Ibbys Mutter nach dem Tod des Vaters wie vom Erdboden verschwunden scheint, kommt die Großmutter Ibby immer näher. Die geheimnisumwobene alte Dame ist nicht die, die sie zu sein scheint..

Mein Eindruck: Das Buch liest sich sehr gefällig; es bietet eine einfache Südstaatengeschichte, in der die Rassentrennung auch angeschnitten wird. Im Großen und Ganzen bleiben die geschichtlichen Ereignisse aber im Hintergrund. Anfangs kommt die Handlung aber nicht richtig in Gang, im letzten Drittel ist der Roman von Ereignissen, Straftaten und Schreckensnachrichten geradezu überfrachtet, so dass der Leser sich fragen muss, ob das alles hätte sein müssen, denn nicht alle Handlungsstränge sind für das Ende relevant. Am Ende gibt es noch eine überraschende Wende für den Leser, die man sich aber fast denken konnte. Laura Lane McNeal hat eine nette Geschichte geschrieben; ihre literarischen Fähigkeiten möchte ich aber in Frage stellen, denn die meisten Enthüllungen werden nicht aufgedeckt oder in das Geschehen eingeflochten, sondern vieles wird einfach nach und nach erzählt. Ein guter Roman kann anders mit Enthüllungen und Überraschungen umgehen.

Fazit: Ein netter Roman, den man gut nebenbei lesen kann, aber nicht gelesen haben muss. Die Protagonisten haben mich nicht überzeugt. Das Lektorat hat sich auch einige Patzer erlaubt, mehr, als man bei einem solch großen Verlag erwarten würde. Literarisch ist dieses Buch weit davon entfernt, ein Meisterwerk zu sein. Da ich es trotzdem ganz gern gelesen habe, kann ich 3,5, in diesem Fall gerade noch 4 Sterne vergeben. Ein zweites Mal lesen werde ich „Das Haus am Mississippi River“ aber nicht.

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. Juli 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453410416
  • ISBN-13: 978-3453410411
  • Originaltitel: Dollbaby
  • Verlag:




Samstag, 25. Oktober 2014

[In my Mailbox] KW # 41-43/2014


Hier meine Neuzugänge aus den letzten drei Wochen!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Terry, Teri - Gelöscht
Ashton, Juliet - Ein letzter Brief von dir
Becker, Elke - Der Mann in Nachbars Garten
Voosen, Jana - Und Eva sprach ...

Licht, Kira -  Süße Sünden





Freitag, 24. Oktober 2014

[Gastrezension] Short, Sharon - Mein kleines Stück Alaska

Gastrezension von Starbucks



Das Träumen nie verlernen

Mit „Mein kleines Stück Alaska“ hat Sharon Short ein herzzerreißendes, trauriges und sehr emotionales Werk geschrieben. Mich hat das Buch so berührt, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte.




Zum Inhalt: Der 10jährige Will hat einen Traum: Mit den Schachteldeckeln von Corn Flakes kann er ein briefmarkengroßes Stück Land in Alaska erwerben und arbeitet eifrig darauf hin. Auch seine 17jährige Schwester Donna hat einen Traum: Sie möchte von Ohio nach New York gehen und dort Schneiderin werden. Die Geschwister halten fest zusammen, seit die Mutter vor vielen Jahren gestorben ist und der Vater seitdem nur noch dem Alkohol zuspricht, aber seine Familie vernachlässigt. Auf Donna lastet die Hausarbeit, die Arbeit im Café als Nebenverdienst, die Schule und die Sorge um den Bruder, der immer wieder seltsame Krankheitssymptome zeigt. Trotz aller Widrigkeiten, die den Geschwistern in den Weg gelegt werden, geben beide ihre Träume nicht auf und lassen sich dafür einiges einfallen…

Die Geschichte um Donna und Will geht ans Herz. Immer wieder streut die Autorin in ihre Geschichte die kleinen Botschaften ein, die als allgemeingültig angesehen werden können und die vor allem an den Leser selbst adressiert sind. So zeigt sie an Will, der hartnäckig seinen Traum vom kleinen Stück Alaska verfolgt, wie wichtig es ist, seine Träume niemals aufzugeben. Auch zeigt sie, wie kleine Entscheidungen manchmal einen großen Unterschied machen können.

Nebenbei hält die Geschichte noch kleine Überraschungen und Enthüllungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Und die Geschwister lernen viel über die Mutter, was den Verlust für sie letztendlich erträglicher macht.

Das Ende der Geschichte ist auf einen Weise absehbar, trotzdem kann man sich der Tränen kaum erwehren. Es ist sehr schön konstruiert, und der Leser kann das Buch ganz zufrieden aus der Hand legen. Alles ist gelöst und am Ende doch gut.

Fazit: „Mein kleines Stück Alaska“ wird eines meiner Lieblingsbücher für mein Behaltregal. Es ist ein Buch für Liebhaber des amerikanischen Schreibstils, der für manche vielleicht zu soft oder zu kitschig ist. Für mich ist dies ein tolles und sehr wertvolles Buch, das für Jugendlich genau wie für Erwachsene sehr ansprechend ist. Meine volle Sternzahl und mehr und eine absolute Leseempfehlung!

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (25. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3810519464
  • ISBN-13: 978-3810519467
  • Originaltitel: My One Square Inch of Alaska
  • Verlag:



Donnerstag, 23. Oktober 2014

[Das Autoren 1x1] Anja Marschall

 proudly presents:



Anja Marschall




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Autorenwelt
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1. Seit wann schreibst du?
Meine erste Kurzgeschichte wurde 2009 veröffentlicht. Danach dachte ich mir, wenn ich kurz kann, dann vielleicht auch lang. Und so kam 2012 mein erstes Buch raus. Bis heute sind vier Bücher von mir erschienen, zwei weitere kommen nächstes Jahr und das siebte schreibe ich gerade. ;-)

2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
Keine Chefs! Ich habe Kollegen, Leser, Buchhändler, Agentin oder Lektoren in meinem Alltag. Aber keine Chefs. Wen ich nicht mag, dem kann ich bei diesem Beruf trefflich aus dem Weg gehen. Das geht bei einem Angestelltenjob nur bedingt.

3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
Zwei skurrile Frauen auf Mördersuche in der City of London. (London Calling)

4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
Am effektivsten schreibe ich an meinem Schreibtisch zu Hause. Dort hat dann absolute Ruhe zu herrschen. Autolärm, Rasenmäher, Telefon bringen mich zur Raserei. Darum schreibe ich immer von acht bis 13 Uhr, weil die Familie da außer Haus ist.

Am liebsten Schreibe ich in Cafés oder Orten, wo ich viele Menschen um mich herum habe, die ich beobachten kann. Aber diese Schreiborte dienen der Inspiration. Wenn ich erst einmal weiß, was ich schreiben werde, muss ich (siehe oben) in Klausur gehen.

Apropos Klausur. Hatte mal versucht, einen Urlaub alleine, auf einer Hallig zu verbringen, um dort eine Geschichte zu schreiben. Kam mit fünf neuen Buchideen (fertig skizziert) nach Hause, aber für die Geschichte, die ich doch eigentlich schreiben wollte, gab es nicht eine Zeile mehr.

5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
Nicht nur einen. Doch der wichtigste Tipp ist: Schreiben. Nicht warten, bis die Muse den künftigen Bestsellerautor knutscht. Schreiben ist Arbeit und hat nix mit Kuscheln zu tun. Wer schreibt, will eine Geschichte erzählen, also soll er es auch tun, und erst aufhören, wenn die Geschichte fertig ist.

Es gibt so viele Leute, die sich Autoren nennen, aber noch nie eine Zeile geschrieben haben. Dabei reicht es schon, wenn man täglich nur einen Absatz schreibt. Über die Zeit hinweg wird das Buch fertig sein.



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Private Welt
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6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
Jede Farbe, sie muss nur zu meiner Stimmung passen. Heute bin ich lila, mit einem Hauch altrosa.

7. Was war als Kind dein Traumberuf?
Polizistin oder Lehrerin

8. Was ist dein Lieblingsessen?
Fast alles, das mit Liebe und frischen Sachen gekocht wurde. Heute zB Kürbissuppe mit gerösteten Kernen.

9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
Berufsbedingt Krimis, doch zunehmend auch leichenfreie Bücher mit Tiefgang.

10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
Ich habe die Hälfte meines Lebens bereits hinter mir. Das ist der Grund, warum ich mir meine Wünsche, wenn irgend möglich, schnell erfülle. Ob es nun ein Eis ist oder ein Besuch von Scotland Yard in London, ob es ein romantisches Dinner in einem ganz bestimmten Restaurant im Südwesten Irlands ist oder der Besuch einer Freundin, immer versuche ich es möglich zu machen. Vielleicht, …, doch, da fällt mir noch etwas ein: Ich möchte einmal auf der Straße um ein Autogramm gebeten werden. Mir ist das zwar schon mal passiert, aber die Leute meinten gar nicht mich, sondern eine Krimi-Kollegin von mir. Na, die haben vielleicht geguckt, als ich meinen Namen auf ihren Zettel schrieb.

Diese Bücher von Anja Marschall könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:



Vielen Dank Anja, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)


Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Gastrezension] Costello, Jane - Männer wachsen nicht auf Bäumen

Gastrezension von Diana von Buch Bria

Cover:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Darauf ist ein Apfel abgebildet, umgeben von kleinen bunten Punkten und Herzchen. Es wirkt fröhlich und lädt sofort zum Lesen ein.


Erster Satz:

Noch nie war es so verflucht schmerzhaft für mich, meine Augen aufzuschlagen.


Inhalt:

Ein halbes Jahr vor ihrem dreißigstem Geburtstag findet Emma zufällig die Liste wieder, die sie vor fünfzehn Jahren, gemeinsam mit ihrer Schwester Marianne sowie ihren zwei besten Freundinnen Asha und Cally, schrieb. Als ihr bewusst wird, dass sie nicht eins der zwölf Ziele bisher erreicht hat, beschließt sie ihre Träume von damals endlich zu verwirklichen.


Meine Meinung zum Buch:

Emma, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist eine sehr sympathische Protagonistin, die zwar schrecklich chaotisch ist, aber zugleich so humorvoll und liebenswürdig, dass man sie sofort ins Herz schließt. Ihre Mutter starb mit dreißig Jahren, als Emma gerade mal sechs Jahre alt war, und sie weiß so gut wie gar nichts über sie.

Ein Punkt auf der Liste sieht vor, dass sie einen One-Night-Stand haben soll und ausgerechnet diesen Punkt versucht Emma als erstes zu erfüllen. Ausgerechnet dieser Mann zieht wenig später direkt gegenüber ein. Matt ist noch nicht lange von seiner Frau getrennt und die Scheidung ist noch nicht durch. Sie haben drei gemeinsame Söhne und er liebt seine Ex-Frau immer noch. Matt entwickelt sich für Emma zu einem guten Freund und hilft ihr dann auch sehr bei der Verwirklichung ihrer Ziele. Er ist so der sprichwörtliche "Mann zum Pferde stehlen" und ebenfalls sehr witzig.

Emmas Schwester Marianne und ihre Freundinnen Asha sowie Cally haben alle selber ihr Päckchen zu tragen und geben dem Buch zusätzliche Spannung. Sehr schmunzeln musste ich auch über ihren Vater, der seine ersten Erfahrungen im Online-Dating und dem Internet macht.

Rob ist Emmas Ex-Freund und immer noch eng befreundet mit ihr. Er kam mir einerseits sehr liebevoll vor, teilweise fand ich das dann schon wieder zu viel des Guten, andererseits liest er Emma jeden Wunsch von den Augen ab. Ich fand ihn ehrlich gesagt etwas nervig und verwöhnt.

Mich hat dieses Buch sehr überrascht, da es auf den ersten Blick nach einem lockeren Chick-lit Roman ausschaute, aber es war stattdessen eine so spannende Geschichte, voller Ironie und Wortwitz, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Anfangs fand ich einige der Punkte auf dieser Liste eher albern, aber Emma macht eine tolle Entwicklung durch und wird nach und nach immer selbstbewusster.

Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen und der trockene Humor machte die Geschichte in meinen Augen zu etwas Besonderem und wird mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Roman der vollkommen kitschfrei ist, unglaublich humorvoll und trotz allem gewisse Tiefen besitzt. Wer humorvolle Liebesgeschichten mag, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen!

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. August 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426515024
  • ISBN-13: 978-3426515020
  • Originaltitel: The Wish List
  • Verlag:

Dienstag, 21. Oktober 2014

[Die Story hinter dem Buch] Brigitte Janson - Winterapfelgarten



heute:



Brigitte Janson    - Winterapfelgarten

 



Klappentext:
Claudia Konrad ist außer sich. Mit 51 soll sie plötzlich zu alt sein für ihren Job in einer Parfümerie? Nicht besser geht es ihrer Tochter Jule, die nach einem schrecklichen Unfall kaum noch das Haus verlässt. Ihre Freundin Sara ist dagegen müde – von ihrer langweiligen Ehe. Schluss damit, jetzt wird alles anders, denken sich die Freundinnen und ziehen auf einen Apfelhof im Alten Land. Tolle Idee, aber Gebäude können morsch, Äpfel wurmstichig und attraktive Nachbarn eigenbrötlerisch sein. Die Katastrophe naht. Der Rettungsengel auch. Rentnerin Elisabeth, auf der Flucht vor Altersheim und wohlwollender Verwandtschaft, strandet auf dem Hof und bringt mit viel Charme Ordnung in das Chaos.


Es war mal wieder Zeit für etwas Neues. Ich liebe es, als Brigitte Kanitz Familienkomödien zu schreiben, aber mein zweites Autoren-Ich, Brigitte Janson, fühlte sich in den vergangenen zwei Jahren vernachlässigt. 

2011 und 2012 hatte ich unter diesem Pseudonym zwei historische Hamburg-Romane veröffentlicht: "Die Tortenbäckerin" und "Der verbotene Duft".
Also galt es, eine neues Projekt zu starten. 
Historisch sollte es nicht mehr werden, aber dafür einen Tick ernsthafter als die erfolgreichen Kanitz-Romane. 

Mein Thema hatte ich sehr schnell gefunden: Freundinnen

Mein Leben lang sind meine besten Freudninnen meine Wahlfamilie, und darüber wollte ich schreiben. Natürlich nicht über die realen Personen, aber darüber, wie viel schöner und reicher das Leben mit guten Freunden ist. 

Ein Handlungsort war auch schnell zur Hand: Das wunderschöne Alte Land bei Hamburg. Immerhin habe ich dort während meiner Jahre in Hamburg viel Zeit mit meinen Freundinnen verbracht. Auf der anderen Seite der Elbe unternahmen wir Radtouren während der Apfelblüte, spazierten über die Deiche und und sprachen über die kleinen und großen Dinge des Lebens.

Es waren gute Momente, und ich hoffe, ich habe den Geist dieser Freundschaften in diesem Roman eingefangen. Entscheiden Sie selbst.

P.S. Einen geheimnisvollen Altänder haben wir übrigens nie getroffen ;-)

Herzlichst Ihre
Brigitte Janson /Brigitte Kanitz



  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (10. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354861230X
  • ISBN-13: 978-3548612300

Montag, 20. Oktober 2014

[Gastrezension] Augstburger, Urs - Als der Regen kam

Gastrezension von Starbucks

Urs Augstburgers Buch „Als der Regen kam“ war schon lange auf meiner Wunschliste, da das hochbrisante Thema ‚Alzheimer‘ doch immer Rätsel aufgibt, vor allem, wenn man selbst Patienten kennt und vielleicht hofft, diese dann besser zu verstehen bzw. Erklärungen zu bekommen. Dies tut der Roman von Augstburger aber ganz klar nicht.

Zum Inhalt: Helen Nesta ist an Alzheimer erkrankt und lebt im Pflegeheim. Ihr Sohn Mauro kommt nur in die Heimat zurück, weil er die Wohnung der alten Dame ausräumen muss. Es ist die Zeit des Jugendfestes, das auch bei der alten Dame, die scheinbar nur in der Vergangenheit lebt, Erinnerungen weckt, Erinnerungen an eine Liebe, die dem Sohn völlig unbekannt ist. Nachdem er viele merkwürdige Dinge in der Wohnung von Helen gefunden hat, ist klar, dass es Geheimnisse im Leben seiner Mutter gibt, denen er gern auf den Grund gehen möchte.

Das Buch umfasst genau den Zeitraum des Jugendfestes. Am Ende des Festes wird das Geheimnis gelüftet sein. Aber nicht nur Helens Leben wird sich ändern, auch Mauro, der auch in seiner Vergangenheit stöbert, wird ein anderer sein.

Meine Meinung: Eigentlich geht es in diesem Roman nicht um die Alzheimererkrankung der alten Dame; diese wird lediglich genutzt, um die Handlung des Buches zu verrätseln. Sie ist meines Erachtens damit nicht Mittelpunkt des Romans, sondern nur Mittel zum Zweck. Meine Erwartungen waren da einfach anders gelagert, was man dem Autor natürlich nicht ankreiden kann.

Der Roman ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, was geschickt gelöst wurde, denn nur so kann der Autor seine Handlung verrätseln, verschleiern. Allerdings versteht man das Gefasele von Helen sicher erst, wenn man den Roman ein zweites Mal liest und das Ende kennt. Ein zweites Mal möchte ich ihn aber nicht lesen, denn er hat mich nicht gefesselt. Ich habe das Buch trotz seiner Kürze auch zwischendurch weggelegt und habe zu einem anderen Roman gegriffen.

Fazit: Zum Teil ist der Verlauf der Handlung am Ende etwas unglaubwürdig. Durch die Perspektivenwechsel fiel es mir auch anfangs etwas schwer, dem Handlungsverlauf zu folgen. Es gibt auch viele Rückblicke, die man ebenso noch einordnen muss.

Dennoch ist das Buch ein literarisch sehr hochwertiger Roman. Ich habe mich aber emotional nicht berührt gefühlt und konnte mich nicht mit den Protagonisten anfreunden. Keine der Figuren hat mich wirklich bewegt. So ist nicht viel von meinen großen Erwartungen geblieben, und ich kann dem Roman damit leider nur drei Sterne geben.


  • Taschenbuch: 287 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 2 (20. Januar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746629896
  • ISBN-13: 978-3746629896
  • Verlag:



Sonntag, 19. Oktober 2014

[Blogtour] Auslosung Gewinnspiel Katrin Rodeit


Willkommen zur Auslosung unseres


Zur Erinnerung, diese vier Gewinne gab es:


  2x Band 1 plus Band 2
jeweils inklusive signierter Karte
  2x Band 2, jeweils signiert
und inklusive signierter Karte
















Die Glücksfee hat unter allen Teilnehmer ausgelost und gewonnen haben:

Band 1 plus Band 2 gehen an:
Petra Schestokat
Christina Benedikt

Band 2 an:
Karin Felme
Sabine Tillack

Wir wünschen euch tolle Lesestunden mit den Büchern und hoffen, 
dass euch allen die Blogtour viel Spaß gemacht hat.