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Dienstag, 18. August 2015

[Story hinter dem Buch] Maxian, Beate - Tod in der Hofburg



heute:


Maxian, Beate - Tod in der Hofburg
 




Die Entstehungsgeschichte von „Tod in der Hofburg“ auf einen bestimmten Punkt zu fokussieren, ist schwierig. Es gibt viele Motive für diese Geschichte. Begonnen hat alles damit, dass mir eine Freundin von der drohenden Verbauung des Otto-Wagner-Krankenhausareals im Wiener Bezirk Penzing erzählte. Das hat mich neugierig gemacht, weil ich diesem Ort bis zu jenem Zeitpunkt nur oberflächlich meine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Ich muss vorausschicken, dass dieses Krankenhausgelände ein einzigartiges Jugendstil-Juwel ist, das alle Voraussetzungen erfüllt, um UNESCO-Kulturwelterbe zu werden. Geplant wurde das Areal von dem bedeutenden österreichischen Architekten und Stadtplaner Wiens, Otto Wagner (1841 – 1918). Eine andere gute Freundin (Claudia Rossbacher – eine tolle Krimiautorin) stellte dann den Kontakt zwischen mir und der Bürgerinitiative her, die gegen die Verbauung des Krankenhausgeländes kämpft. Die Obfrau dieser Initiative ist nicht nur mit mir über das Gelände spaziert, sondern hat mir sämtliche Hintergrundinformationen zukommen lassen. 

Ein sehr wichtiges Jugendstil-Gebäude „Die Kirche am Steinhof“ steht auf diesem Krankenhausgelände. Wenn man diese Kirche betrachtet, dann fällt einem nicht nur die besondere Architektur ins Auge, sondern auch das viele Gold, das dieses Gebäude ziert. Das edle Metall ist für „meine“ Sarah Pauli äußerst interessant. Sie schreibt ja für den Wiener Boten eine Kolumne zum Thema Aberglaube und in Folge über die mystische Seite Wiens und Gold spielt in diesem Zusammenhang nun einmal eine wichtige Rolle. Da Gold ja auch Macht symbolisiert, war der geistige Schritt zur Hofburg nicht weit. Immerhin diente dieser Prachtbau über 600 Jahre der Habsburgerdynastie als Residenz. 

Da am Beginn des Romans der Tod, ausgelöst durch eine Handgranate und die Tat eines Heckenschützen steht, habe ich mich u.a. mit Waffen und der Waffenstatistik auseinandergesetzt und bin zu einem für mich überraschenden Ergebnis gekommen. In den österreichischen Haushalten befinden sich mehr Waffen, als ich dachte. Dieses Aha-Erlebnis führte dazu, dass ich mich mit der Psyche von sogenannten Waffennarren näher auseinandersetzte und meinem Täter ein neues Profil gab. Und so führte auch diesmal wieder ein Rechercheergebnis zum nächsten. Oder, um es mit den Worten von Sarah Pauli zu sagen: „Der Kreis oder Ring ist unendlich, hat keinen Anfang und kein Ende und beginnt doch an jedem Punkt neu.“


geschrieben von
Beate Maxian

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442482852
  • ISBN-13: 978-3442482856


Kommentare:

  1. Es wäre sehr Schade,wenn dieses " Areal " versaut werden würde !!

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  2. Aber das Buch wird auch nicht sehrviel dazu " BEITRAGEN "können !

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