Samstag, 27. Juni 2015

[Buch-Trailer] Thriller-Medley


Hallo ihr Lieben,

ich habe habe heute ein kleines Thriller-Buchtrailer-Medley für euch:


  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426516101
  • ISBN-13: 978-3426516102










  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Droemer HC (1. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426281104
  • ISBN-13: 978-3426281109







    • Broschiert: 544 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (20. April 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442482259
    • ISBN-13: 978-3442482252






    Hat euch etwas neugierig gemacht?


    Freitag, 26. Juni 2015

    [Gastrezension] Kuschnarowa, Anna - Das Herz von Libertalia

    Gastrezension von Starbucks

    Das Leben der Piratin Anne Bonny

    „Das Herz von Libertalia“ von Anna Kuschnarowa ist ein Roman, der auf dem wahren Leben der Anne Bonny beruht. Die Autorin hat die Informationen, die es zu Anne Bonny gibt die z.T. aber auch sehr vage sind, in eine gut durchdachte, actionreiche Geschichte eingebettet, die aber auch Tiefgang bietet und den Leser nachdenklich zurück lässt.



    Zum Inhat: Anne Bonny wird als uneheliches Kind eines wohlsituierten Iren und seines Hausmädchens geboren. In Jungenkleidern getarnt wächst Anne auf und hat nun viele Möglichkeiten, sich in den von ihr so geliebten männlichen Kreisen und besonders am Hafen zu bewegen. Ein Mädchen kann sie nicht mehr sein. Die Familie wandert nach Amerika aus und zerfällt langsam. Anne macht ihren Traum wahr und schließt sich den Piraten an, wo sie zuzusagen „Karriere“ macht.

    Es ist gut, nicht vor dem Beenden des Buches über die echte Anne Bonny zu lesen, da dies einiges der Spannung nimmt, was aber auch nicht wirklich schlimm ist. Die Autorin hat es geschafft, auf fast 500 Seiten das Leben eine „wilden Frau“ mit ausreichend literarischer Freiheit nachzuzeichnen. Der Leser begleitet Anne Bonny von der Geburt an bis zu ihrem Ende.

    Mein Fazit: Ich fand dieses Buch von Anfang an sehr gut. Es ist gut konstruiert, bietet eine spannende Story und eine Person, die sich stetig in der Entwicklung befindet. Das Leben der Anne Bonny ist wunderbar eingebettet in die geschichtlichen Ereignisse der Zeit. Das Piratenleben kann ich mir nun besser vorstellen als je zuvor, kann mir vor allem auch vorstellen, dass die Autorin dies relativ realistisch geschildert hat. Eine Sahnetupfen hatte für mich die Vorstellung der idealen Welt von Libertalia, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und auch einen schönen Abschluss findet. Auch die Geschichte um Jonathan macht das Erzählte zu einer runden Sache.

    Zwei Dinge habe ich dennoch anzumerken, die das Buch für mich eigentlich zu einem 4,5 Sterne-Buch machen; ich möchte aber dennoch fünf vergeben: Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar, aber die Autorin verwendet sehr oft unvollständige Sätze, was sie in ihrer literarischen Freiheit auch machen kann, was mir aber nicht gut gefällt. Außerdem war das Buch für mich kein Pageturner; ich habe doch relativ lange daran gelesen, da ich es gut immer wieder weglegen konnte. So ganz gefesselt hat es mich also nicht; ich vermag aber nicht genau zu sagen, woran das lag.

    So verbleibe ich aber dennoch mit einer absoluten Leseempfehlung für „Das Herz von Libertalia“, einer Mischung aus History und spannendem Piratenroman/Jugendbuch, das für Erwachsene aber genauso gut geeignet ist. Ein schönes Cover mit goldenem Piratenschiff rundet das Leseerlebnis ab. Daher bekommt das Buch von mir gerade noch so die volle Sternzahl!


    • Gebundene Ausgabe: 461 Seiten
    • Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Originalausgabe (2. Februar 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 340781187X
    • ISBN-13: 978-3407811875
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
      Verlag:


     

    Donnerstag, 25. Juni 2015

    [Das Autoren 1x1] Thomas Jeier

     proudly presents:



    Thomas Jeier


    ©Autor

    ***************************
    Autorenwelt
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    1. Seit wann schreibst du?
    Meinen ersten Artikel (über Indianer) habe ich mit 16 Jahren für das „Badische Tagblatt“ geschrieben. Der erste Roman, ein Heftwestern, folgte zwei Jahre später, das erste „richtige Buch“ habe ich als 21-jähriger an den Verlag gebracht.

    2. Warum ist „Autor“ für dich der beste Beruf der Welt?
    Es gibt viele gute Berufe, aber ich habe schon als Schüler gerne Aufsätze ge-schrieben und mich an schönen Wendungen erfreut, deshalb gibt es einfach keinen besseren Beruf für mich. Als Autor kann ich Charaktere und Welten erschaffen, die mir dann so vertraut und nahe sind wie das wirkliche Leben, und obwohl das Schreiben sehr anstrengend sein kann, gibt es nichts Schöneres, als nach einem gelungenen Kapitel den Griffel sinken zu lassen.

    3. Beschreibe dein Buch / eins deiner Bücher in weniger als zehn Worten und verrate, auf welchen Titel sich die Beschreibung bezieht.
    Die Abenteuer einer mutigen Frau in der Wildnis Alaskas.
    (die Bände der „Clarissa“-Reihe)
    Das abenteuerliche Leben einer indianischen Kriegerfrau.
    („Das Lied der Cheyenne“)

    4. Wo schreibst du am Liebsten bzw. hast du besondere „Rituale“ beim Schreiben?
    Ich schreibe am liebsten zu Hause oder in einer Wohnung in den USA, meiner zweiten Heimat. Rituale? Weniger. Ein Becher oder eine Cola Light neben dem Computer, und schon geht’s los.

    5. Hast du einen Tipp für zukünftige Autoren?
    Viel lesen und nicht gleich mit der ersten Geschichte nach den Sternen greifen. Zuerst muss man sein Handwerk lernen und Erfahrung sammeln.



    ***************************
    Private Welt
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    6. Was ist deine Lieblingsfarbe?
    Blau.

    7. Was war als Kind dein Traumberuf?
    Zuerst Förster, dann Lokomotivführer, dann Lektor oder Autor.

    8. Was ist dein Lieblingsessen?
    Sushi.

    9. Welches Genre liest du selbst am Liebsten?
    Amerikanische Literatur, Western, amerikanische Krimis, Spannungsromane, historische Romane.

    10. Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?
    Die Top Ten der Spiegel-Bestsellerliste blieben mir bisher versagt, weil ich meine erfolgreichsten Romane für Weltbild geschrieben habe, und diese dort nicht gelistet werden. Aber das kriegen wir noch hin.

    Diese Bücher von Thomas Jeier könnten z.B. in eurem Bücherregal stehen:


    Vielen Dank Thomas, dass du beim "Autoren 1x1" teilgenommen hast :)

    Dienstag, 23. Juni 2015

    [Die Story hinter dem Buch] Abidi, Heike & Koeseling, Anja (Hg.) - Herr Doktor, mein Hund hat Migräne!



    heute:


    Abidi, Heike & Koeseling, Anja (Hg.) - Herr Doktor, mein Hund hat Migräne!

     


    Die Anthologie „Schlachtfeld Elternabend“, die im Sommer 2014 bei EdenBooks erschienen ist, war so erfolgreich, dass sich der Verlag entschlossen hat, eine ganze Reihe von Anthologien herauszugeben – alle zu Themen, die für viele Leser interessant sind, zu denen es aber noch nicht viel Literatur gibt. Nachdem ich bei „Schlachtfeld Elternabend“ nur mitgeschrieben hatte, wurde ich nun Mitherausgeberin. Das erste von Anja Koeseling und mir gemeinsam herausgegebene Buch war „Vorsicht Schwiegermutter“, das im April 2015 in den Buchhandel kam. Im Juni folgt nun der zweite Streich: „Herr Doktor, mein Hund hat Migräne!“

    Tierarztgeschichten? Tierarztgeschichten!!!
    Der Vorschlag für dieses Thema kam vom Verlag, genauer gesagt von der Programmleiterin Jennifer Kroll, die eine unglaublich gute Nase dafür, was die Leser interessiert. Anja und ich, beide Hundebesitzerinnen und damit auch tierarzterfahren, hatten zunächst Zweifel: Gibt es denn da viel zu erzählen? Werden sich die Geschichten nicht viel zu sehr ähneln? Finden wir genug Autorinnen und Autoren, die bei dieser Anthologie mitschreiben wollen?

    Die Grübelei hätten wir uns schenken können. Denn wir bekamen jede Menge tolle Texte, die unterschiedlicher nicht hätten sein können – von sentimental bis zum Schreien komisch. Und keineswegs lauter Hundestorys, wie wir befürchtet hatten, sondern ganz bunt gemischt. Die Vogelspinne kommt genauso vor wie der Hamster, das Pferd, der Hirsch, das Kaninchen, das Rind und der Kater. Und weil einige der mitwirkenden Autoren sogar Tierärzte in der Familie oder im Bekanntenkreis haben, waren wir sogar Geschichten aus deren Sicht dabei …

    Mein Hund Luke
    Anjas Jack-Russel-Terrier




    Alles eine Frage der Perspektive
    Die Frage, wie wir die Anthologie gliedern wollten, beantwortete sich plötzlich von selbst: Immerhin geht es bei einem Tierarztbesuch um eine Dreieckssituation, bei der nicht selten alle Beteiligten höchst unentspannt sind – oder zumindest etwas zu erzählen haben: der tierische Patient, Herrchen bzw. Frauchen und nicht zuletzt die Tierärztin oder der Tierarzt. Und so haben wir einfach alle drei Seiten zu Wort kommen lassen! Gewürzt wird die Anthologie durch informative und zugleich amüsante Kurztexte, von der Tierbesitzer-Typologie bis zur Übersicht über die beliebtesten Tierarzt-Serien der Fernsehgeschichte. Wir hoffen, die 30 Millionen Haustierbesitzer in Deutschland haben alle viel Spaß beim Lesen :)


    Die Herausgeberinnen:
    Heike Abidi
    © AbidiBooks.de
    Anja Koeseling
    © Scriptzz.de
















    Die Mitwirkenden (in alphabetischer Reihenfolge):
    Heike Abidi, Kerstin Bätz, Volker Bätz, Ursi Breidenbach, Akram El Bahay, Regina Fackelmayer, Christa Goede, Lucinde Hutzenlaub, Anja Koeseling, Petra Plaum, Heike Eva Schmidt, Tino Schrödl, Bettina Schuler, Andrea Schütze, Katharina Seck, Michelle Teichert, Udo Weigelt, Manuela Wolfermann



    geschrieben von
    Heike Abidi


    • Broschiert: 256 Seiten
    • Verlag: Eden Books; Auflage: 1 (15. Juni 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3959100043
    • ISBN-13: 978-3959100045



    Montag, 22. Juni 2015

    Sommerurlaub für mich

    Hallo ihr Lieben,

    ich werde mich in den wohlverdienten Sommerurlaub begeben. Das heißt, es wird ca. 4-5 Wochen etwas ruhiger hier werden. Nein, ich bin leider keine 4-5 Wochen im Urlaub, aber dieser will auch vorbereitet werden und danach will ich mich nicht gleich wieder stressen. Irgendwann in der zweiten Julihälfte wird es dann wieder bunter und lauter hier werden.

    In dieser Sommerpause habe ich trotzdem fast jede Woche eine Story hinter dem Buch für euch und ein Autoren 1x1. Außerdem wird es Buchtrailer zu sehen geben und falls ich es schaffe, poste ich vielleicht auch etwas aus dem Urlaub. Kommt auf das dortige Internetangebot an :)

    Bis dahin wünsche ich euch allen einen wunderschönen Sommer und viel Spaß mit den kommenden Blogbeiträgen hier.




    Sonntag, 21. Juni 2015

    [Rezension] Warga, Jasmine - Mein Herz und andere schwarze Löcher

    Die Taten ihres Vaters haben dafür gesorgt, dass Aysels Herz ein gähnendes schwarzes Loch ist, dass sie ihr Leben nicht mehr lebt und dass sie dieses nun beenden möchte. Bisher hat sie jedoch noch nicht den Mut gehabt, dieses tatsächlich umzusetzen. Dann lernt sie Roman im Internet kennen. Ein Junge in ihrem Alter, aus ihrer Nähe. Es ist jedoch keine Dating-Seite - zumindest nicht im herkömmlichen Sinne. Auf dieser Seite trifft man sich, um einen Selbstmordpartner zu finden.

    Aysel und Roman treffen sich nach wenigen Nachrichten im Internet persönlich, um zu schauen, ob sie sich gegenseitig bei ihrem Vorhaben unterstützen können, denn auch Roman will nicht mehr leben. Die Handlung wird aus Aysels Sicht geschildert und so bemerkt man, dass sich ihre Sicht der Dinge langsam verschiebt. Sie freut sich auf die Treffen mit Roman, etwas dass sie bereits seit Monaten nicht mehr verspürt hat. Ihr Herz fühlt sich nicht mehr so schwer und leblos an, das Leben erscheint ihr wieder lebenswert. Doch wie soll man um denjenigen kämpfen, der dieses in einem auslöst, wenn der Termin für den geplanten Doppelselbstmord immer näher rückt.

    "Mein Herz und andere schwarze Löcher" hat mich sehr positiv überrascht. Der Großteil des Hörbuches dreht sich um Selbstmordgedanken und darum, wie sinnlos das Leben für die beiden depressiven Jugendlichen ist. Man spürt deren Leere, deren Sorgen, aber es erdrückt einen nie. Aysel hat eine ganz tolle Art an sich, sie ist unglaublich ehrlich und direkt, verliert aber auch nie ihren Humor und ihren Sarkasmus. Der Roman zeigt auf, dass Außenstehende nie wissen können, was in einer Person wirklich vorgeht, dass man sogar der eigenen Familie, mit denen man am Frühstückstisch sitzt, etwas vorspielen kann, aber er zeigt auch auf, dass es das eigene Leben entscheidend verändern kann, wenn man sich auf jemanden einlässt, wenn man jemanden in sein Herz lässt und sich nicht vor allem und jedem abschottet, denn zwischenmenschliche Beziehungen machen das Leben lebenswert, was Aysel und Roman vergessen hatten.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Sprache perfekt für junge Leser und Inka Löwendorf, die Sprecherin, macht einen großartigen Job. Ab und an fiel es mir schwer, die Stimmen von Nebencharakteren auseinander zu halten, aber mir gefällt ihre Stimmfarbe und die Art, wie sie die Emotionen aus dem Buch transportiert. Obwohl die ungekürzte Lesung über 430 Minuten lang ist, vergeht die Zeit wie im Flug. Das Ende ist dann doch vorhersehbar, aber es hat mich in diesem Fall nicht gestört. Die Geschichte durfte einfach nicht anders ausgehen.

    Fazit: "Mein Herz und andere schwarze Löcher" ist ein kleiner Geheimtipp, falls er denn noch geheim ist. Warga hat es geschafft ein sehr ernstes, sehr trauriges Thema für Jugendliche gerecht aufzubereiten und auf eine lebensbejahende Art und Weise zu präsentieren. Keine leichte Aufgabe, die ihr jedoch absolut gelungen ist. Obwohl die Stimmung in diesem Buch nicht dafür sorgt, dass man als Leser selbst depressiv wird oder in Traurigkeit versinkt, verliert der Roman deshalb nicht an Glaubwürdigkeit. Im Gegenteil, so wird er sicherlich ein noch größeres Publikum unterhalten können.


     

     

    Samstag, 20. Juni 2015

    [In my Mailbox] KW # 25/2015


    Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

    für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon





    keine :)






    Freitag, 19. Juni 2015

    [Rezension] Lankers, Katrin - Verrückt nach New York (2/4) Kleine Fehler, große Folgen

    Ich möchte darauf hinweisen, dass ich für diese Rezension Band 1 als bekannt voraussetze. Somit können für Leser, die "Willkommen in der Chaos-WG" noch nicht gelesen haben, Spoiler vorhanden sein.


    Der Winter in New York kann wunderschön sein. Jedoch nicht, wenn er sich zu einem wahnsinnigen Schneesturm bei minus zehn Grad entwickelt und dann auch noch die Heizung ausfällt.  Zu allem Überfluss ist die Stimmung in der Chaos-WG ebenfalls weit unter dem Gefrierpunkt, denn jeder hat Probleme und Geheimnisse, die er oder sie vor den Anderen geheim halten möchte. Dabei war Maxi bisher immer so stolz darauf, dass ihr stets Probleme anvertraut wurden, aber vielleicht ist es mit der Freundschaft zwischen den Bewohnern doch nicht so weit her?


    Im Sommer einen Roman über das winterliche Treiben in New York zu lesen, war zunächst etwas irritierend, aber das dortige Szenario wurde gut beschrieben, so dass ich die bittere Kälte, die durch Pinkstone jagte, förmlich gespürt habe. Nachdem im Auftaktband alle Charaktere und gewisse Themen eingeführt wurden, geht es in der Fortsetzung nahtlos damit weiter. Die Mitbewohner und Maxi bleiben ihrem bisherigen Verhalten treu, es wird um das Fortbestehen von Pinkstone gekämpft und Maxi versucht einen guten Job bei ihrem Livestyle-Magazin zu machen. Hinzu kommt in diesem Band der Flair von Weihnachten und Winter in New York City sowie ein fieser Erpresser, der die Mitbewohner untereinander ausspielen will. Auch in Maxis Familien- und Liebesleben wird es nicht langweilig. Dem Leser wird somit einiges geboten.

    Lankers hat ihren Figuren ein paar fiese Steine in den Weg gerollt, die sie dazu zwingen anders zu handeln, als sie selbst es möchten. Irgendwann zeigt sich aber, dass Freundschaft und Ehrlichkeit unter Freunden immer weiterhilft. Auch bei Pinkstone gibt es Veränderungen, denn das alte Haus wird renoviert. Genau darüber berichtet Maxi in ihrem Blog, welchen sie mit zahlreichen Fotos ausstattet. Ich vermute, dass die Geschichte um das alleinstehende, pinke Haus, der Fantasie der Autorin entsprungen ist und selbst wenn es real sein sollte, wurden dort natürlich nicht die erwähnten Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, aber selbst wenn mein Verstand das weiß, hat alles in mir nach Fotos geschrien und es war etwas schade (wenn aucn nachvollziehbar), dass man sich alleine aufs Kopfkino verlassen musste.

    Fazit: Auch nach dem zweiten Band geht es mir ähnlich, wie nach dem Auftaktroman. Das gewisse Etwas fehlt mir immer noch, aber meine Sehnsucht nach New York ist wieder entflammt und ich will wissen, wie es mit den Figuren und mit Pinkstone weitergeht. Daher werde ich diese Serie, die aus vier Bänden besteht, weiterverfolgen, sobald die nächsten Teile verfügbar sind.

    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: Coppenrath, F; Auflage: 1 (Januar 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3649617595
    • ISBN-13: 978-3649617594
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
    • Verlag:


    Die Serie in der Übersicht:


    Donnerstag, 18. Juni 2015

    [Rezensionen] Körting, Verena (Illustrator) - Mein Buch der schönsten Märchen

    "Es war einmal ..." ist wohl der berühmteste Anfang eines Märchens und immerhin sechs der insgesamt 23 Märchen in diesem Buch beginnen genau damit. Ein anderer Anfang macht die Märchen natürlich nicht unmärchenhafter, denn die Autoren von damals wussten, was sie taten. Diese Geschichtensammlung beinhaltet viele bekannte Märchen wie z.B. Aschenputtel, Rapunzel oder Der gestiefelte Kater, aber auch einige wenige, die ich vorher noch nie gelesen hatte, wie z.B. Die sieben Raben oder Daumesdick.


    Es gibt Märchenbücher, die sind eher für Erwachsene ausgelegt. Dieses hingegen ist kindgerecht gestaltet. Die Märchen sind teilweise etwas brutal oder hart, jeder kennt das z.B. von den Märchen der Gebrüder Grimm, aber das Design des Buches zielt auf Kinder ab bzw. aufs Vorlesen. Die einzelnen Geschichten sind nicht zu lang, jede Doppelseite besitzt mindestens eine Illustration, außerdem sind die Schrift und der Zeilenabstand recht groß. 

    Die Illustrationen von Verena Körting würde ich als modern bezeichnen. Thematisch wurden sie gut zu den jeweiligen Szenen  ausgewählt und machen das Buch auch für Kinder spannend, die selbst noch nicht lesen können. Meiner Meinung nach sind leider einige Illustrationen sehr düster. Da kann es einen schon etwas gruseln und das wird kleinen Kindern sicherlich nicht anders ergehen. Die brutalen, dunklen Seiten, die Märchen meistens an sich haben, werden somit in den Illustrationen wiedergespiegelt. Vielleicht hätte dieses an einigen Stellen etwas entschärft werden können. Andere Bilder hingegen haben mich schlicht weg begeistern können.

    Folgende Märchen sind in dieser Sammlung enthalten:
    Aschenputtel
    Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
    Frau Holle
    Rumpelstilzchen
    Schneewittchen
    Dornröschen
    Hänsel und Gretel
    Rotkäppchen
    Der Wolf und die sieben Geißlein
    Das tapfere Schneiderlein
    Schneeweißchen und Rosenrot
    Die sieben Raben
    Die Bremer Stadtmusikanten
    Die Sterntaler
    Der Hase und der Igel
    Hans im Glück
    Daumesdick
    König Drosselbart
    Der gestiefelte Kater
    Das Lumpengesindel
    Rapunzel
    Brüderchen und Schwesterchen
    Tischlein, deck dich, Goldesel und Knüppel, aus dem Sack

    Fazit: Die Auswahl der Geschichten finde ich sehr gelungen. Die "typischen" Märchen sind dabei, dazu ein paar andere, die evtl. nicht so bekannt sind. Im festen Hardcovereinband macht das Buch einen sehr stabilen Eindruck und für ein Vorlesebuch finde ich es sehr passend, dass jede Doppelseite mindestens eine Illustration besitzt. Diese müssten für meinen Geschmack teilweise nicht so düster sein, wie sie ausgefallen sind, wobei sie somit schon zu den etwas finsteren Märchen passen. Wer auf der Suche nach einer Basic-Märchensammlung ist, der ist mit diesem Buch gut bedient.

    • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
    • Verlag: Loewe (22. Juni 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785580193
    • ISBN-13: 978-3785580196
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
    • Verlag:


    Mittwoch, 17. Juni 2015

    [Rezension] Smallman, Steve - Wenn ich groß bin, werde ich Fledermaus

    Flip ist ein kleiner Mäuserich. Als er eine fliegende Maus am Nachthimmel sieht, will er auch Fledermaus werden. Seine Mutter sagt ihm zwar, dass das nicht möglich sei, aber er setzt alles daran und bastelt sich Flügel. Leider klappt damit das Fliegen überhaupt nicht und selbst schlafen ist damit nicht mehr bequem. Als er eine richtige Fledermaus kennen lernt, stellt er fest, dass er nicht in einer dunklen Höhle kopfüber schlafen möchte und Motten essen will er schon gar nicht. Da bleibt er doch lieber Maus. Zumindest, bis er eine grabende Maus entdeckt und nun davon träumt Maulwurf zu werden.

    Von Steve Smallman kenne ich bereits das Kinderbuch "Ein Pinguin tanzt aus der Reihe", welches mir im letzten Jahr viel Freude bereitet hat. Auch sein neues Werk "Wenn ich groß bin, werde ich Fledermaus" ist mehr als gelungen. Erneut besteht das Buch aus großflächigen, sehr niedlichen Illustrationen und Smallman konzentriert sich wieder auf die Haupthandlung. Es sind keine Bilder, bei denen es noch Hunderte von anderen kleinen Elementen zu entdecken gibt. Es geht einfach um Flip und seinen Drang sich auszuprobieren.

    Als erwachsener Leser ist einem natürlich schnell klar, was dieses Buch vermitteln will. Den Kindern wird jedoch spielerisch gezeigt, dass sie ihren Träumen folgen dürfen, das man sich als Kind ausprobieren muss, sich von Rückschlägen nicht abschrecken lassen aber durchaus seine Wünsche und Träume verändern darf. Es zeigt, dass es durchaus passieren kann, dass man etwas unbedingt haben oder können möchte, dann aber evtl. enttäuscht ist, wenn man es tatsächlich besitzt bzw. beherrscht und das Menschen und Tiere unterschiedlich sind (in ihrer Art, in ihren Fähigkeiten, in ihren Vorliegen...) und dass genau dieses unsere Welt so schön bunt und abwechslungsreich macht.

    Besonders toll finde ich, dass es am Ende der Geschichte eine Seite mit Vorschlägen gibt, wie Erwachsene die Handlung für Gespräche mit Kindern aufgreifen können. Worüber gesprochen, diskutiert und nachgedacht werden kann. Selbstverständlich wird es auch Leser geben, die auf diese Tipps nicht angewiesen sind, aber diese Hinweise schaden definitiv nicht, sondern helfen eher - zumal die Ideen wirklich gut sind.

    Fazit: Flip ist ein aufgeweckter, fröhlicher Mäuserich, der sich schnell von neuen Ideen anstecken lässt und seine Träume verfolgt. Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder begeisterungsfähig sind und sich ausprobieren wollen, daher vermittelt dieses Buch ein erstrebenswertes Ziel. Die Illustrationen sind sehr niedlich und kindgerecht, ebenso die kurzen Textpassagen. Gespickt mit einigen Tipps worüber die Vorleser mit Kindern noch sprechen können, um den Inhalt erneut aufzugreifen, ist das Buch ein humorvoller, lesenswerter Volltreffer.

    • Gebundene Ausgabe: 24 Seiten
    • Verlag: Loewe (22. Juni 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3785582846
    • ISBN-13: 978-3785582848
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
    • Verlag:


    Dienstag, 16. Juni 2015

    [Die Story hinter dem Buch] Stellmacher, Hermien - Cottage mit Kater



    heute:


    Stellmacher, Hermien - Cottage mit Kater

     



    Angefangen hat alles ...
    ... mit einem Telefonat. Meine Lektorin und ich redeten über eine Kurzgeschichte, die ich geschrieben hatte und über eigensinnige Katzen. Als sie mich am Ende des Gesprächs fragte, ob ich Lust hätte, ein Buch zum Thema „Wie eine Autorin auf die Katze kommt.“ zu schreiben, rannte sie bei mir offene Türen ein.
    Doch eine Katze und eine Autorin machen noch keine Story.

    Ich setzte mich hin ...
    ... und überlegte, wie meine Protagonistin Nora gestrickt sein könnte. In dieser Arbeitsphase führe ich Romantagebuch und schreibe mit der Hand alles nieder, was mir zum Thema durch den Kopf geht. Stelle mir Fragen wie: Welches Genre schreibt sie? Wovor hat sie Angst? Ist sie liiert? Mit welchen Schwierigkeiten hat sie zu kämpfen?
    Ich verpasste Nora ein Problem, das wohl jeder Autoren kennt: den fälligen Abgabetermin eines Manuskriptes. Die Deadline hing wie ein Damoklesschwert über ihrem Kopf.
    Aber warum war sie mit ihrem Manuskript in Verzug?
    Zudem wollte ich sie in eine ihr unbekannte Gegend schicken. Aber wohin?

    In solchen Situationen ...
    ... muss ich mit bestimmten Menschen brainstormen. In der ersten Runde erwischte es meinen Mann Joachim, der spontan vorschlug, die Geschichte nach Cornwall zu verlegen. Wir erinnerten uns an das tolle Haus in Cadgwith, das wir vor vielen Jahren gemietet hatten, und die Würfel waren gefallen. 
    Cadgwith in Cornwall
    © Hermien Stellmacher

    Nach einer weiteren Runde Ideen-Ping-Pong wusste ich nicht nur, wie das Buch beginnt, sondern auch, wie und wo der Kater in die Geschichte hinein kommt. Ich hatte ihn genau vor Augen: Zazou schläft mit Vorliebe in einem Karton auf meinem Schreibtisch. Das würde der kleine Kater im Roman ebenfalls tun. 

    © Hermien Stellmacher

    In meiner Vorstellung ...
    ... ist Nora Ende Vierzig. Ein Alter, in dem bestimmte Themen in den Vordergrund treten: langjährige Beziehungen bröckeln, die Kinder verlassen das Haus, die eigenen Eltern werden alt. In diesem Zusammenhang kam mir meine Mutter in den Sinn. Und die schlimmen Jahre, in denen sie immer weiter in die Demenz verschwunden war. Damals hatte ich meine Projekte entweder canceln oder verschieben müssen.
    Ich hatte Noras Problem gefunden!
    Da es aber kein Problembuch werden sollte, beschloss ich diesen Teil von Noras Vergangenheit auf einer zweiten Handlungsebene zu verlegen. Nora sollte in erster Linie mit ihrem Manuskript kämpfen und mit dem kleinen Kater, der sich immer wieder ins Haus schleicht. Außerdem gibt es noch Nachbar Phil, den sie wesentlich sympathischer findet, als sie sich eingesteht ...

    © Hermien Stellmacher

    Ende Mai 2014 saß ich dann dort ...
    ... wo auch die Nora im Buch vor sich hintippt: im Wintergarten des Hauses in Cadgwith. Die Vormittage gehörten der Recherche, nachmittags saß ich am Laptop und schrieb am Szenenplan.
    Während des Aufenthaltes in Cornwall bekam die Geschichte mehr Tiefe, und so manche bereits bestehende Szene wurde völlig umgeschrieben. Die meisten Engländer sind sehr kommunikativ und verwickeln einen gern in ein Gespräch. So wurde z. B. aus der zuerst wortkarg angelegten Mrs Ashe eine Frau, die ohne Punkt und Komma redet.

    Ich hoffe, es ist mir gelungen, Euch in Noras Welt zu entführen, Euch zu berühren und zum Lachen zu bringen. Und eine große Portion Cornwall zwischen zwei Buchdeckeln einzufangen.

    Wer weitere Hintergründe zu diesem Buches erfahren möchte, kann sich gern hier umschauen: https://www.facebook.com/cottagemitkater


    geschrieben von
    Hermien Stellmacher



    • Taschenbuch: 255 Seiten
    • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Originalausgabe (6. Juli 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3458360883
    • ISBN-13: 978-3458360889