Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] Sobisch, Jens - Reise Know-How CityTrip Havanna

Der kompakte Reiseführer "CityTrip Havanna" von Reise Know How hat 144 Seiten, eine flexible aber stabile Bindung und ist somit ideal, um ihn auf Reisen stets in der Hand(-tasche) dabei zu haben. Der Reiseführer bietet außer vielen Informationen auch einen großen Faltplan zum Herausnehmen, sowie Pläne über das Zentrum (Nord und Süd) in dem vorderen und hinteren Teil der Klappbroschur, somit hat man die wichtigsten Karten stets zur Hand ohne mit einem großen Faltplan hantieren zu müssen. Zusätzlich gibt es noch eine kostenlose Web-App für Smartphone, Tablet und PC.


Aufbau des Reiseführers:

  • neun "nicht verpassen!"-Tipps in einer komprimierten Übersicht zu Beginn des Reiseführers
  • Inhaltsverzeichnis mit Benutzungshinweisen und Zeichenerklärung
  • Havanna entdecken (Sightseeing Tipps nach Bezirken sortiert)
  • Havanna erleben (z.B. für Kauflustige, Genießer oder Museumsfreunde)
  • Havanna verstehen (die Geschichte der Stadt)
  • Praktische Reisetipps nebst An- und Rückreise, Unterkünften, Geldfragen, Verkehrsmittel usw.
  • Anhang

Oft ist es so, dass ich mehrere Tage in einer Stadt verbringe, dann den CityTrip ausführlich studiere und mir selbst Pläne zusammenstelle. In Havanna hatte ich jedoch nicht so viel Zeit. Daher habe ich mir zunächst die 47 Sightseeing Tipps durchgelesen und für mich Interessantes markiert. Dieses habe ich dann mit dem vorgefertigten Plan "Havanna an einem Wochenende" abgeglichen. Da alle Punkte, die ich sehen wollte, in diesem Plan enthalten waren, bin ich der vorgegebenen Strecke einfach gefolgt, musste nicht viel selbst planen und habe doch alles gesehen, was ich wollte. Da die Tipps nummeriert sind, konnte ich der Straßenkarte folgen und immer, wenn ich auf einen "Nummer" gestoßen bin, schnell im Reiseführer die entsprechende Seite öffnen und über die Sehenswürdigkeiten nachlesen. Das klappt super einfach.

Die Sightseeing Tipps werden übrigens ausführlich erläutert,  oft mit Fotos und vor allem mit hilfreichen Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten oder Preisen versehen. Dazu kommen noch zahlreiche Tipps für Hotels, Bars, Museen, Einkaufsmöglichkeiten usw. 

Fazit: Der CityTrip hat es mir ermöglicht ohne große Vorbereitungen Havanna zu entdecken. Außerdem fand ich die praktischen Reisetipps sehr nützlich, da Cuba ein Land ist, über das ich vorher nicht viel wusste und ich durch das Lesen erfuhr, was mich dort erwarten würde.

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Reise Know-How; Auflage: 3 (22. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831727597
  • ISBN-13: 978-3831727599

Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 29. Juni 2017

[Rezension] Evans, Kathryn - Einzig

Teva erscheint wie eine normale 16-Jährige, aber nichts an ihr ist normal. Sie darf nur 365 Tage Teva sein. Danach wird sich ein neues Mädchen aus ihrem Körper herauslösen, die 17-jährige Teva, die dann das Leben der jetzigen Teva aufnehmen und weiterleben wird. Teva weiß, wie es dann mit ihr weitergehen wird - sie wird ein belangloses Leben in ihrem Zuhause fristen, wie alle vorherigen Teva-Versionen, denn die Mutter verbietet ihnen den Umgang mit anderen Menschen, um keine Wissenschaftlicher auf sie aufmerksam zu machen, die sie dann für Experimente missbrauchen würden - denn die Tevas sind einzigartig.


Mich hat die Grundidee total neugierig gemacht, denn seit langem war das mal wieder etwas, was neu war, was nicht schon 500 Mal thematisiert wurde. Ich hatte zwar etwas Angst, dass die Autorin am Ende auf Drogenmissbrauch, Halluzinationen oder Ähnliches zurückgreifen wurde, aber Evans hat eine andere Erklärung, die eher aus dem Sci-Fi-Bereich stammt. 

Der Roman lässt sich gut lesen, aber der Schreibstil ist wirklich sehr einfach gehalten. Der Leser begleitet die Ich-Erzählerin und Protagonistin Teva durch ihr Leben. Dabei ist der Roman größtenteils wie ein gewöhnlicher Jugendroman gestrickt, also Schule, Freunde und Familie. Von Tevas Zuhause, in dem sich zahlreiche Teva-Versionen tummeln, wird wenig erzählt und mir fehlte das Zwischenmenschliche unter den Figuren. 

Vieles bleibt lange Zeit oberflächlich, was sehr schade ist. Erst als Teva spürt, dass ihr Jahr bald zu Ende sein könnte, stellt sie Fragen und kämpft dagegen an, denn sie will ihr Leben nicht aufgeben. Ab dann wurde es spannender und auch von den Charakteren her interessanter. Dieser Wendepunkt hätte gerne schon früher kommen können.

Fazit: Ein Roman, den man schnell liest, da man wissen möchte, was der Grund für die zahlreichen Teva-Versionen ist und ob Teva diesem Geschehen entfliehen kann. Ein Großteil des Buches betrifft normale Teenager-Erlebnisse, aber im letzten Drittel nimmt die Handlung an Fahrt und Spannung auf. Daher vergebe ich 3,5-4 Sterne für diese Idee, die mir so noch nirgends begegnet ist.


  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 1 (24. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3733502973
  • ISBN-13: 978-3733502973
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Verlagsgruppe:

Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 28. Juni 2017

[Rezension] Musso, Guillaume - Das Mädchen aus Brooklyn

Raphaël könnte zurzeit nicht glücklicher sein. Er wird bald seine große Liebe Anna heiratet und sie versteht sich auch mit seinem kleinen Sohn blendend. Jedoch belastet ihn Annas Vergangenheit, über die sie einfach nicht reden will. Als er endlich die Mauern ihres Schweigens durchbricht, verrät sie ihm, dass sie am Tod von drei Menschen verantwortlich sei. Bevor er diese Nachricht verarbeiten kann, ist Anna plötzlich verschwunden. Eine Suche in Frankreich und New York beginnt, denn so schnell will Raphaël seine Liebe nicht aufgeben.


Ich glaube, ich kenne mittlerweile alle Romane von Guillaume Musso, die auch als Hörbuch erschienen sind. Viele fand ich toll oder sogar großartig, aber die letzten Geschichten konnten mich nicht mehr so richtig begeistern. Leider hat sich "Das Mädchen aus Brooklyn" dort eingereiht. Genremäßig ist es schwer zuzuordnen. Es geht um eine Liebe, aber es ist kein Liebesroman. Es geht um Entführung, Intrigen und Mord, aber es ist auch kein Thriller. Irgendwie hatte ich ein bisschen das Gefühl, es sei nichts Halbes und nichts Ganzes.

Erschwerend kam hinzu, dass die Geschichte zum Großteil aus der Perspektive von zwei Männern geschildert wird. Ich vermochte es nicht, diese beiden Stimmen zu unterscheiden, was manchmal zu Verwirrungen geführt hat. Außerdem spielen sehr viele Personen eine Rolle, die aufgrund ihrer französischen Namen auch nicht immer für mich zuordenbar waren, weil ich sie mir einfach nicht merken konnte.

In der Geschichte steckt eine Menge und gegen Ende werden die Handlungsstränge gut zusammengeführt und das Geschehen wird aufgeklärt. Mich hat es nur leider nicht packen können, da ich auch mit keiner der Figuren richtig warm geworden bin.

Fazit: Die Geschichte hat Ansätze eines Liebesromans und eines Thrillers - typisch Musso eben - aber die Umsetzung ist dieses Mal nicht so gut gelungen, da ich weder Gefühle noch einen Spannungsbogen gespürt habe.

  • Audio: 6 CDs - ca. 404 Minuten
  • Verlag: OSTERWOLDaudio; Auflage: 1 (2. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869523433
  • ISBN-13: 978-3869523439
  • Verlagsgruppe:


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 27. Juni 2017

[Die Story hinter dem Buch] Ivo Pala - Die Tote im Räucherofen

heute:



Ivo Pala - Die Tote im Räucherofen

 


„Die Tote im Räucherofen“ ist eine Küstenkrimi-Komödie und der erste Teil einer von mir geplanten Serie mit dem Titel „Ein Fall für Fuchs & Haas“. Das Buch – wie auch die kommende Serie – spielt hier oben in meiner neuen Heimat, der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich in verschiedenen Genres zu Hause fühle. Ich schreibe Thriller, Fantasy für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und auch Regionalkrimis. Das hat zum einen mit meiner Vergangenheit als Drehbuchautor für das Deutsche Fernsehen zu tun. Hier ist genreübergreifende Flexibilität in hohem Maß gefordert. Zum anderen aber will ich schreiben, was ich selbst gern lese. Hätte ich mehr Zeit, würde ich zweifelsfrei auch Horror, viel mehr Historie, Science-Fiction und Abenteuerromane schreiben. Außerdem würde ich zu den meisten meiner bestehenden Romane auch noch die Drehbücher fertigen. Ich schreibe einfach für mein Leben gern. 

© Ivo Pala
Aber warum jetzt auch noch eine Küstenkrimi-Komödie? Auch hierfür kann ich auf Anhieb zwei Gründe nennen. Grund eins: Krimi-Komödien werden schon immer gern gelesen. Grund zwei: Ich habe eine ganze Weile lang Fantasy und Jugend- und Kinderbücher geschrieben, um mich mit ihnen von der teilweise doch recht erschreckenden Recherche zu meinen mehr realistischen Thrillern abzulenken. Dann aber kam die „Dark World Saga“, deren ersten beiden Teile „Schwarzer Horizont“ und „Schwarzer Sturm“ bei Knaur Fantasy erschienen sind. Die waren jetzt wiederum so düster und in der historischen Recherche so verstörend, dass ich wiederum Abwechslung und Ablenkung von ihnen brauchte. Und so ist das Projekt „Ein Fall für Fuchs & Haas“ entstanden. 

Aber es gibt außerdem einen dritten, einen noch um einiges schwerer wiegenden Grund: Ich lebe jetzt hier an der Küste, und ich will die Geschichten dieser Küste erzählen. Heitere und doch zugleich melancholische Geschichten. Geschichten im Spannungsfeld zwischen Moderne und uralter Zeit, Mystik und knallharter Realität. Ich will von dem ganz besonderen Menschenschlag erzählen, der hier zu Hause ist; vom Humor dieser Menschen, dem Pragmatismus, der Fähigkeit fortwährend sehnsuchtsvoll verträumt und gleichzeitig schon fast brachial bodenständig zu sein.

© Ivo Pala
Aus diesem Wunsch heraus ist auch das Ermittler-Duo entstanden – Bodo Fuchs und Gisa Haas. Erzählt wird der Krimi dabei von Bodo, mit seiner ganz eigenen Stimme in der Ich-Form. Als Schriftsteller versuchst Du natürlich immer, ganz besondere Charaktere zu erschaffen; mit außerordentlichen Ausprägungen, Ecken und Kanten. Mit vielen Facetten und Farben. Bei Bodo Fuchs habe ich das in vollem Bewusstsein auf die Spitze getrieben, was ihn zu einem recht unkonventionellen Charakter macht. Zumindest im literarischen Sinne – dabei ist er sehr viel realistischer und authentischer gelungen als viele der „Kommissar-Schablonen“, die man so kennt. Das war mir ein Anliegen; auch wenn mir durchaus bewusst war, dass es LeserInnen geben mag, deren Akzeptanz hier herausgefordert wird. Ich konnte und wollte einfach nicht anders, als ihn so zu zeichnen, wie ich ihn gezeichnet habe. Ich habe mich dabei auch eher als Chronist gefühlt, weniger als Erfinder. Bodo, der Charakter war plötzlich da und hat mir vorgegeben, wie ich ihn präsentiere. Einiges an ihm und auch an seinem Handeln innerhalb des Buchs ist unbequem und für einen Teil der Leserschaft schwer verdaulich. Aber abgesehen davon, dass ich als Kunsthandwerker gar keine andere Wahl hatte, ihn so darzustellen, wie er sich mir präsentiert hat – unter anderem auch, weil „Weichspülen“ einfach nicht in mein Glaubens-Konzept passt –, ist mit ihm eine Figur gelungen, die einem gerade wegen ihrer authentischen Markanz lange in Erinnerung bleibt. Und dadurch, dass Bodo so wunderbar skurril ist, kann auch seine Partnerin, die Haas, weit über die Grenzen herkömmlicher Ermittler-Figuren hinaus wachsen. Daran habe ich bei den Stories um die beiden den größten Spaß.

Ebenso kurios-bizarr wie die beiden Ermittler ist dann auch schon der erste Fall, den sie miteinander lösen müssen: Die Tote im Räucherofen. Auch hier war meine Hauptorientierung das Spannungsfeld zwischen knallharter Realität und der Mystik der Küste. Ein Teil dieser Realität, den man hier oben in Mecklenburg-Vorpommern ganz deutlich erlebt, ist die auch wirtschaftlich enorme Polarität zwischen Otto-Normal-Bürgern und Millionen schweren Investoren; dem Wunsch, dass die Dinge so heimelig bleiben wie sie einmal waren, auf der einen Seite, und der Besessenheit, alles zu modernisieren, was nur geht, um so viel Profit wie nur möglich aus dem boomenden Tourismus zu schlagen, auf der anderen. Dem gegenüber stehen dann noch Aberglaube und die uralten Gesetze des Nordens. Da hatte ich was zum Austoben, und ich habe mir große Mühe gegeben, diese Gegensätze – dieses Aufeinanderprallen von Alt und Jung – nicht nur zum Leitthema den Buches zu machen, sondern sie auch in wirklich jedem einzelnen Kapitel auf allen erdenklichen Ebenen widerzuspiegeln.
Ich überlasse es der geneigten Leserschaft, zu urteilen, ob mir das auch wirklich gelungen ist.

geschrieben von
Ivo Pala

  • Format: Kindle Edition
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 346 Seiten
  • Verlag: Likedeeler; Auflage: 1 (23. Februar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch




Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 26. Juni 2017

[Produkttest + Gewinnspiel] home office aus dem moses. Verlag

Hallo ihr Lieben,

im Mai gab es keinen Produkttest, da ich es Dank eines wunderschönen Urlaubes nicht geschafft habe. Aber jetzt geht es weiter mit der Vorstellung der tollen Produkte aus dem moses. Verlag. Dieses Mal habe ich Schönes aus dem Arbeitsalltag herausgesucht und möchte euch diese home office Artikel nebst ein paar anderen vorstellen - und natürlich gibt es auch wieder etwas zu gewinnen.

Wer sofort stöbern und einkaufen will, kann dieses natürlich im Onlineshop vom moses. Verlag tun. Ansonsten präsentiere ich euch jetzt erst einmal eine Auswahl, die ich euch gerne gezielt vorstellen möchte:

http://amzn.to/2sPDvSDFür jemanden wie mich, der viel plant und ein glückliches Gefühl beim Checklisten abhaken erlebt, ist dieser Wochenplaner perfekt.

Sechs Felder für die Wochentage, wobei Samstag und Sonntag sich ein Feld teilen. Je Feld gibt es sieben Linien zum Eintragen. Des Weiteren gibt es ein Check-Feld. Darüber lassen sich erledigte Dinge abhaken, so dass man sie nicht durchstreichen muss. Der Planer bleibt somit die ganze Zeit über ansehnlich.

Der Block hat 60 Seiten, so dass man damit für über ein Jahr ausgesorgt hat. Es lassen sich auch gut einige Wochen im Voraus planen und nach Ablauf einer Woche kann das oberste Blatt einfach entfernt werden.

Der Planer ist in schönen, kräftigen Farben gestaltet worden und hat eine Größe von ca. 16 x 21 cm.

Mir gefällt er sehr gut. Nicht nur optisch, sondern er hat auch den Praxistest souverän überstanden. Lediglich für Personen, die samstags und sonntags sehr viel auf die Liste schreiben möchten, wird es etwas eng, aber ansonsten ist der Wochenplaner perfekt.




http://amzn.to/2tIRLwmSind die Dinge für die eigene To-Do-Liste nicht unbedingt tagesbezogen, so dass man sich schwer damit tut sie in dem oben vorgestellten Wochenplaner einzutragen, dann bietet dieser Post-it-Block eine gute Alternative.

100 Klebezettel, die die Überschrift "get stuff done" tragen und bei denen es auch das praktische Feld zum Abhaken gibt. Dadurch, dass es Post-its sind, kann man je nach Bedarf auch einen in den Kalender, an die Pinnwand oder den Kühlschrank kleben - wo immer man erinnert werden möchte.

Dies sticky notes gibt es beim moses. Verlag übrigens auch noch in den Designs Scribbles, Deadlines, Do not forget, Stuff to buy und For your info und alle habend as Format 7,5 x 7,5 cm.

Überall einsetzbar und dadurch, dass sie kleben, gehen sie auch nicht so schnell verloren :)




Diese Bausteine erinnern in Lego und lassen sich auch genauso zusammen- stecken.

Wenn man also nicht gerade radieren muss, kann man damit auch einen Turm oder ähnliches bauen.

Das Set besteht aus neun Baustein-Radierern in fünf verschiedenen Farben.

Sie erledigen ihre Arbeit, wie ein gewöhnliches Radiergummi, färben auch nicht ab, sehen aber einfach cooler aus als ein weißes Rechteck oder was man sonst als Radiergummi kauft.





http://amzn.to/2sarwgo Wer Lust auf niedliche Radiergummis hat, um sich die Schreibarbeit zu versüßen, wird seine helle Freude an der Eulenbande haben. 

Dieses Set besteht aus vier Eulen und einem Baum, also fünf Radiergummis. Eulen sind ja sowieso schon lange Kult und als kleine Radiergummis einfach super süß.

Auch hier gilt: Sie erledigen ihre Arbeit, wie ein gewöhnliches Radiergummi, färben nicht ab, aber sind so viel schöner, als herkömmliche Radiergummis.

Der Baum ist teilweise in der Handhabung etwas schwierig, weil die Äste nicht so stabil sind und beim Radieren wegknicken können, aber um ehrlich zu sein, wusste ich vorab nicht einmal, dass auch der Baum ein Radiergummi ist und war eh nur scharf auf die Eulen.  :)





Bevor man in die Verlegenheit kommt, ein Radiergummi benutzen zu müssen, muss man natürlich erst einmal etwas Schreiben bzw. sich verschreiben.

Dazu kann man Bleistifte benutzen, die mit einem Topper dekoriert sind. Da hat der moses. Verlag z.B. folgende im Angebot: Katze, Schnack, Koala, Frosch und zwei Affen.

Die Topper sind aufgesteckt. Man könnte sich also auch mehrere Bleistifte kaufen, die Topper regelmäßig austauschen und so erst einen Bleistift abnutzen, bevor man mit dem nächsten beginnt.

Der Topper wiegt in etwas so viel, wie der gesamte Bleistift. Somit verdoppelt er das Gewicht. Mich hat es aber beim Schreiben nicht gestört, da man der Stift mit Topper zusammen auch nur knapp 10-11 Gramm wiegt.







Ich verlose einen Radiergummi-Mix aus den oben vorgestellten Sets und lege noch ein Hörbuch oben drauf und zwar zu dem Kultbuch "Moby Dick".




Um am Gewinnspiel teilzunehmen,
  • füllt das folgende Formular vollständig aus,
  • hinterlasst die Antwort auf die Frage außerdem als Blog-Kommentar
  • beachtet die untenstehenden Regeln.





1.) Teilnehmer müssen über 18 Jahre alt sein, ansonsten benötige ich eine Einverständniserklärung der Eltern.
2.) Die Adressen werden nur für das Gewinnspiel verwandt und anschließend gelöscht.
3.) Für Teilnehmer aus dem Ausland: Ich versende nur innerhalb Deutschlands, es sei denn, ihr würdet mir das Porto erstatten. Jeder Teilnehmer aus dem Ausland erklärt sich durch die Teilnahme am Gewinnspiel mit dieser Passage einverstanden.
4.)  Ich übernehme keine Haftung, falls der Gewinn auf dem Postwege verloren gehen sollte.
5.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Einsendeschluss ist der 08.07.2017 - 23.59 Uhr

Mein Gewinnspiel darf natürlich gerne auf eurem Blog oder bei Twitter / Facebook verbreitet werden. Außerdem freue ich mich sehr, falls ihr meinen Blog als Leser verfolgen würdet :)


Euch allen viel Erfolg dabei :)


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 25. Juni 2017

[In my Mailbox] KW # 25/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

für die Klappentexte klickt bitte auf die Cover, dann gelangt ihr zu Amazon

Berlin, Katja & Grünlich, Peter - Zur Hochzeit: Die Welt in überwiegend lustigen Grafiken

Mußenbrock, Anne (Illstr.) - Gästebuch - Unsere Gäste: Der schönste Tag im Leben
Kessler, Katja - Das Mami Buch

Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (02) Schafkopf
Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (04) Schwarze Piste

Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (06) Wolfsschlucht
Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (03) Karwoche

Niessen, Susan - Alle kommen mit ins Bett




Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 24. Juni 2017

[Rezension] Herrmann, Jutta Maria - AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Krebs im Endstadium - maximal noch ein Jahr zu leben. Diese Diagnose zieht der Berlinerin Helen den Boden unter den Füßen weg. Sie verlässt ihre Wohnung und macht sich zu ihrer Familie auf. Das Verhältnis zu Mutter und Schwester ist zwar schwierig, aber angesichts der Krankheit möchte Helen die Beziehung wieder verbessern. Als sie erfährt, dass ihre schwangere Schwester von ihrem Ehemann verprügelt wird, denkt sie kurz darüber nach ihn umzubringen - zu verlieren hat sie ja nichts mehr, aber wäre sie zu so einer Tat tatsächlich fähig?


Von der deutschen Autorin Jutta Maria Herrmann habe ich bereits "Hotline" und "Schuld bist du" gelesen. Beide Bücher haben mich gut unterhalten und daher habe ich mich auf den dritten Thriller der Schriftstellerin gefreut. Leider ist dieses Mal beim Lesen keine spannungsgeladene Atmosphäre entstanden bzw. wenn, dann nur in sehr kurzen Abschnitten. Dieses lag an zwei Faktoren.

Zum einen verrät der Klappentext bereits recht viel. Dadurch wirkt dieser spannender, als meine Zusammenfassung, aber bis der Leser den Zeitpunkt erreicht hat, den die Kurzbeschreibung verrät, ist er bereits bei 50% des Romans angelangt. Bis zur Hälfte des Buches passiert somit nichts Überraschendes. Der Fokus liegt auf den Figuren, nicht auf dem Thrilleraspekt und das führt mich zum zweiten Punkt.

Es wird viel Wert auf die Figuren und deren zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. Das ist generell nicht schlecht, kann den Charakteren Authentizität verleihen. Hier verliert sich die Autorin teilweise jedoch in Wiederholungen und die Protagonistin Helen durchlebt so viele Selbstzweifel, versinkt im Selbstmitleid und aufgrund ihres großen Medikamentenkonsums wissen weder Leser noch Helen selbst, was sie tatsächlich erlebt hat, was Halluzination ist, was sie tatsächlich vergessen hat oder was nie erlebt ist. In dem angewendete Maß ist es für meinen Geschmack zu viel.

Fazit: Die Autorin geht gut auf die Psyche der totkranken Protagonistin ein. Jedoch verliert der Thriller dadurch seine Spannung. Es dauert zu lange, bis der Roman in Schwung kommt und danach wurde für meinen Geschmack zu viel auf die Medikamente geschoben und zu stark mit dem Verwischen zwischen Realität und Fiktion gespielt. 3,5 Sterne vergebe ich daher.


  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426519976
  • ISBN-13: 978-3426519974
  • Verlag:

Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 23. Juni 2017

[Rezension] Gehirnjogging 2018: Textabreißkalender

Die Abreißkalender des Südwest Verlages sind ein täglicher Begleiter für ein gesamtes Kalenderjahr. Im praktischen 11x15 cm Format finden sie auf jedem Schreibtisch, im Flur oder auf dem Nachttisch Platz. Jeden Tag wird eine Seite gelesen und abgerissen. Die Seite enthält neben einem Beitrag zur Thematik des Kalenders auch ein Kalendarium des jeweiligen Monats, den Wochentag, das Datum sowie die Zeiten von Sonnenauf- und -untergang sowie analog die des Mondes. Die Auflösung des Rätsels steht stets auf der Rückseite. Die Rückwand des Kalenders besteht aus dicker Pappe, so dass man den Kalender aufstellen oder an einem vorgestanzten Loch aufhängen kann.

Der Textabreißkalender "Gehirnjogging 2018" bietet 365 knifflige Denksporträtsel fürs tägliche Kopftraining im Jahr 2018. Regelmäßiges Gehirntraining ist gut und wichtig, auch wenn es nur kleine Einheiten sind. Daher bietet sich so ein Kalender an, denn die tägliche Dosis und der Zeitaufwand sind nicht besonders hoch und somit lässt er sich auch im stressigen Alltag gut einbinden. Sport treiben ist nicht nur für den Körper wichtig, sondern auch für den Kopf.

Alle Seiten sind im gleichen Design gestaltet und in den Farben weiß und hellblau gehalten. Seit Januar dieses Jahres nutze ich bereits den Gehirnjogging Kalender 2017 und kann daher bestätigen, dass sich das Design nicht verändert hat und somit optisch genauso ansprechend ist, wie die Vorgängerversion.

Besonders gefällt mir erneut die Vielfalt der Rätsel, denn der Kalender ist sehr abwechslungsreich. Er besteht aus vielen altbekannten Rätselarten wie zum Beispiel Sudoku, Um die Ecke denken, Zahlenpyramiden oder Bilderrätsel. Es gibt Rätsel, die mit Zahlen zu tun haben, aber auch welche mit Buchstaben oder Bildern. Man kann damit u.a. seine Rechenkünste, seine Logik und sein räumliches Vorstellungsvermögen trainieren. Manche Rätsel benötigen nur wenig Zeit, andere sind etwas zeitintensiver.


Fazit: Der Abreißkalender hat mich bereits 2017 überzeugt, daher war für mich schnell klar, dass ich diesen auch 2018 wieder nutzen werde. Da der Kalender bereits verfügbar ist, habe ich mich damit schon einmal eingedeckt. Was man hat, das hat man. Der Kalender bietet erneut genau das, was ich gesucht habe. Die Rätsel sind unterhaltsam und abwechslungsreich und ich mag das hellblau/weiße Design sehr. Damit wird es auch in 2018 wieder etwas Gehirnjogging für mich geben.

  • Kalender: 368 Seiten
  • Verlag: Südwest Verlag (29. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3517095540
  • ISBN-13: 978-3517095547
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 3,6 x 15,3 cm 

Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] Kalmbach, Gabriele - Reise Know-How CityTrip Paris

Der kompakte Reiseführer "CityTrip Paris" von Reise Know-How hat 144 Seiten, eine flexible aber stabile Bindung und ist somit ideal, um ihn auf Reisen stets in der Hand(-tasche) dabei zu haben. Der Reiseführer bietet außer vielen Informationen auch einen großen Faltplan zum Herausnehmen, einen Übersichtsstadtplan mit Metrosystem im vorderen Teil der Klappbroschur sowie einen Stadtplan des Zentrums im hinteren Teil der Klappbroschur, somit hat man die wichtigsten Karten stets zur Hand ohne mit einem großen Faltplan hantieren zu müssen. Zusätzlich gibt es noch eine kostenlose Web-App für Smartphone, Tablet und PC.


Aufbau des Reiseführers:
  • neun "nicht verpassen!"-Tipps in einer komprimierten Übersicht zu Beginn des Reiseführers
  • Inhaltsverzeichnis mit Benutzungshinweisen
  • Auf ins Vergnügen (z.B. Paris an einem Wochenende, für Citybummler oder Kauflustige)
  • Am Puls der Stadt (die Geschichte der Stadt Paris)
  • Paris entdecken (aufgeteilt in verschiedene Bezirke)
  • Praktische Reisetipps nebst An- und Rückreise, Unterkünften, Transportmöglichkeiten usw.
  • Anhang

Ich hatte das Glück fast eine Woche in der Stadt der Liebe zu verbringen. Da ich dort viel entdecken wollte, war dieser Zeitrahmen ideal. Um nichts zu verpassen, habe ich den Reiseführer bereits zu Hause gründlich studiert. Auch in Paris hatte ich ihn jeden Tag in einer Tasche oder im Rucksack dabei, und trotzdem sieht er noch klasse aus. Dieses spricht für die tolle Qualität des Buches. Ich benutze regelmäßig die Reise Know-How Reiseführer und hatte noch nie ein Problem mit der Bindung der Seiten oder ähnlichem. Bisher habe diese alle Strapazen problemlos überstanden.

Wie immer lese ich vor allem zunächst die Sightseeing Tipps in und um die Stadt durch. In Paris werden so 49 Tipps ausführlich vorgestellt,  oft mit Fotos und vor allem mit hilfreichen Informationen wie Adresse, nächstgelegene Metro Station, Öffnungszeiten oder Preisen versehen. Dazu kommen noch zahlreiche Tipps für Hotels, Bars, Museen, Einkaufsmöglichkeiten usw. Da habe ich dann nach Bedarf zusätzlich gestöbert.

Alle Tipps sind durchnummeriert. Diese Nummern finden sich in den Stadtplänen wieder, so dass man beim Planen schnell einen Überblick erlangt. Einfach die interessanten Tipps markieren, später in der Karte suchen und auch dort markieren. Schon weiß man, welche Ziele nah beieinander liegen und kann einzelne Tage ganz leicht selbst planen. Rückwärts klappt die Suche genauso gut. Steht man also bei der Sehenswürdigkeit, dann weiß man Dank des Plans, welcher Sightseeing-Tipp das war, kann diese Nummer schnell im Reiseführer wiederfinden und die interessanten Informationen dazu nachlesen. Das System erscheint simpel, funktioniert aber jedes Mal perfekt.

Fazit: Der CityTrip war uns eine große Hilfe, um in dieser riesigen Stadt zu entscheiden, wo wir unsere Zeit verbringen wollten. Dieses klappt übrigens auch, wenn man nur wenig Zeit für Paris hat. Entweder folgt man dem vorgefertigten Plan für ein Wochenende oder stellt sich selbst einen Plan anhand der wichtigsten Highlights zusammen. Der Reiseführer hat eine tolle Größe, hilfreiche Tipps und diese werden optisch ansprechend präsentiert. Wir waren mal wieder sehr zufrieden mit dem City Trip von Reise Know-How.

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Reise Know-How; Auflage: 6 (3. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831725691
  • ISBN-13: 978-3831725694

Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 21. Juni 2017

[Rezension] Föhr, Andreas - Wallner-&-Kreuthner (07) Schwarzwasser

Nachdem Wallner Opa Manfred seit stundenvermisst, scheint die Sache klar, als er von einer Leiche eines alten Mannes erfährt. Schockiert fährt er zum Tatort, um festzustellen, dass der Tote jemand anderes ist. Manfred ist jedoch trotzdem vor Ort, denn er und Kreuthner waren (unter dubiosen Umständen) die ersten am Tatort. Beide rücken nicht wirklich mit der Wahrheit heraus, die Tatverdächtige kann der Polizei entfliehen und nach einigen Ermittlungen steht fest, der Tote ist nicht der, den er vorgab zu sein. Ein komplizierter Fall für Wallner.

Ich kenne aus der Wallner & Kreuthner Reihe bisher nur Band eins ("Der Prinzessinnenmörder"). Diesen Roman habe ich letztes Jahr gehört und da er mir sehr gefallen hat, habe ich nun auch den neusten Fall vom Ermittlerduo gehört.

Vorab muss ich sagen, ich würde bei dieser Reihe immer das Hörbuch empfehlen (auch wenn ich die Printausgabe nicht kenne), denn der Autor arbeitet durchaus mit Dialekten und die kommen vorgelesen einfach besser rüber. Michael Schwarzmaier spricht diesen Roman und für den Schauspieler sind Dialekte jeglicher Art keine Herausforderung. Durch seine Interpretation habe ich stets besonders Spaß an den Hörbüchern und ich bin sicher, dass mir die Romane als Printausgabe nicht so sehr zusagen würden, wie die Hörbuchvariante. Der Sprecher passt einfach perfekt zu dieser Krimireihe!

Inhaltlich springt der Roman zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. 1996 gab es einen Wirtschaftsskandal in Berlin bei dem die Immobilienfirma Schwarzwasser bankrottging. Wie das mit dem aktuellen Fall zusammen hängt, müssen Wallner und Kreuthner aufklären. Der Roman ist vielschichtig, das Geschehen auf unterschiedliche Art verknüpft und manchmal bin ich durchaus mit den zahlreichen Nebenfiguren durcheinander gekommen. Trotzdem habe ich den roten Faden nie verloren und fand die Geschichte sehr interessant aufgezogen und ausgearbeitet.

Zunächst war ich von Kreuthner irritiert - immerhin ist er Polizeiobermeister und dabei verhält er sich anders und dehnt das Gesetz soweit es nur geht. Da ich jedoch seine Entwicklung zwischen dem ersten und dem siebten Fall bisher nicht verfolgt habe, weiß ich nicht, ob die Figur sich in den letzten Romanen bereits so entwickelt hat - ich vermute es einfach und daher habe ich für mich diese ungewohnte Haltung als gegeben hingenommen und die Geschichte und Schwarzmaiers Darbietung einfach genossen, denn sie ist ein interessanter Krimi, der durchaus auch humorvolle Elemente enthält.


Fazit: Nach Band eins hat mich nun auch Band sieben sehr gut unterhalten. Ein Hörbuch ist die perfekte Art diese Geschichte mit seinen Figuren und deren Dialekten zu präsentieren, was Schwarzmaier hervorragend macht. Auch wenn ich die Handlung Kreuthners nicht immer nachvollziehen konnte, hat mich Andreas Föhr mit seinem intelligenten Krimi erneut sehr gut unterhalten und ich denke, dass ich sicherlich auch von den anderen Bänden noch den einen oder anderen Roman hören werde, denn die Reihe macht mir Spaß!

  • Audio: 6 CDs - ca. 7h
  • Verlag: Argon Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839815304
  • ISBN-13: 978-3839815304
  • Verlag:
    http://www.argon-verlag.de


Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 20. Juni 2017

[Die Story hinter dem Buch] Marie Matisek - Mirabellensommer

heute:


Marie Matisek - Mirabellensommer

 



Der 14. Juli ist ein wunderbarer Sommertag. Ich habe mir zum Abschluss des Tages ein Glas Rosé eingeschenkt – Reminiszenz an den zurückliegenden Frankreich-Urlaub. So genieße ich den Tagesausklang.
Ich war fleißig an diesem Tag, die Arbeit an meinem Roman „Mirabellensommer“ neigt sich dem Ende zu. Es macht mir großen Spaß, daran zu schreiben, ich liebe die Charaktere die ich erschaffen habe – Babette und Aristide Babajou, die kleine Haushälterin Ségolène und ihren Mann Gilbert, die allesamt bereits in „Sonnensegeln“ eine kleine Rolle hatten. Aber auch die Neuen mag ich, den jungen Rachid und seine etwas sperrige Liebe Julie.

© Tanja Weber

Kurz nach elf an diesem Abend habe ich das Glas Wein geleert und beschließe, zu Bett zu gehen. Nur noch mal kurz ins Internet gehen. Die schockierenden Nachrichten springen mich an – es ist ein Schock, ich kann es nicht glauben, dass so etwas Furchtbares geschehen ist! Ein Attentäter fährt mit einem LKW auf der beliebten Promenade des Anglais in Nizza in die Menge Feiernder, die sich zum Nationalfeiertag der Franzosen ein Feuerwerk ansehen. Er tötet 86 Menschen, mehr als 400 werden verletzt.
Mein Herz schlägt schneller, Tränen treten mir in die Augen – wie schon bei den schrecklichen Anschlägen zuvor in Paris. Aber an diesem Abend rückt der Schrecken für mich noch näher – denn nur wenige Wochen zuvor war ich genau dort, wo jetzt das Grauen passiert. Mit meiner Tochter und meiner besten Freundin in Nizza, auf der Promenade des Anglais. Ein Eis von Fenocchio in der Hand sind wir fröhlich zum Strand spaziert und haben die Zehen ins Mittelmeer gesteckt.
Mir gefriert das Blut in den Adern. Ich kann nicht verstehen, wie jemand so etwas Entsetzliches tun kann. Menschen töten. Menschen, die feiern, die fröhlich sind, die sich am Leben erfreuen.
Es hätte mich treffen können. Meine Tochter. Freunde. Es kann jeden von uns treffen, immer und überall.
Weil ich die Bilder nicht ertrage, mache ich den Computer aus und versuche, zu schlafen.

© Tanja Weber

Am nächsten Tag kehre ich an den Schreibtisch zurück. Aber ich kann nicht schreiben. An dem Tag nicht und nicht am nächsten. Diese fröhliche, lebenslustige Geschichte, die von südlichem Flair erzählt, von Liebe und der Lust am Leben – wie soll ich sie angesichts des Attentats zu Ende bringen? Meine Helden wohnen genau dort, in Nizza, unweit der Promenade des Anglais.
Muss ich die Arbeit an „Mirabellensommer“ abbrechen?
Dürfen wir Autoren und Autorinnen solche Geschichten jetzt überhaupt erzählen? Geschichten, die von der Heiterkeit und der Leichtigkeit erzählen? Ist es von Belang, eine humorvolle Sommergeschichte zu schreiben, angesichts des Elends und Schreckens, das uns in diesen Tagen überall erreicht?

Es dauert zwei Tage und viele, viele Gespräche mit Freunden, Kollegen und Lesern, bis ich die Antwort für mich gefunden habe. Ja, gerade jetzt! Jetzt erst recht! Es geht nicht darum, dass wir die Augen vor der Welt verschließen. Es geht darum, die Herzen zu öffnen!

„Mirabellensommer“ handelt von den alltäglichen Widrigkeiten aber auch den Freuden des Alltags. Es gibt eine Ehekrise ebenso wie eine große Liebe. Kleine und große Katastrophen passieren, aber meine Helden und Heldinnen überstehen sie, weil sie das Leben lieben und sich einfach nicht unterkriegen lasen. Sie weinen und sie zweifeln, aber mindestens ebenso oft lachen und tanzen sie, genießen die Sonne und das Essen und den Wein, treffen sich mit ihren Kindern und Freunden und erzählen sich Geschichten. Sie helfen einander und fallen sich glücklich in die Arme. Kurz: sie tun all das, was wir alle tun, egal, wie die Zeiten sind. Leben.
Das ist es, was wir dem Terror entgegensetzen müssen: uns am Leben erfreuen und unserer Umwelt mit Liebe und Respekt begegnen.
Gute Bücher lesen.
Und schöne Geschichten erzählen.

geschrieben von 
Marie Matisek 
im Mai 2017


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342651740X
  • ISBN-13: 978-3426517406




Liebe Grüße,
Claudia