Dienstag, 14. November 2017

[Die Story hinter dem Buch] Michael Kibler - Treueschwur

[Werbung] Da ich Buch-Cover mit einer Verlinkung zu Amazon einbaue (Affiliate-Link) und aus Überzeugung gerne Verlage, Autoren etc. verlinke, kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich für diesen Beitrag nicht bezahlt wurde und ihn aus freien Stücken veröffentliche.


heute:


Michael Kibler - Treueschwur

 




„Treuschwur“ – das ist der elfte Krimi, in dem mein Kommissar Steffen Horndeich ermittelt, und der zweite, in dem Leah Gabriely ihn dabei unterstüzt.

Ein paar Worte zum Inhalt
Das Kongresszentrum in Darmstadt – während in den oberen Räumen ein internationaler Kongress der Gerichtsmediziner tagt, wird im Untergeschoss ein Schädel gefunden. Steffen Horndeich und Leah Gabriely von der Mordkommission finden heraus, dass der Besitzer des Schädels vor sehr langer Zeit verstorben sein muss. Ganz anders sieht es bei den Skelettresten aus, die wenig später in einem Waldgebiet auftauchen: Das Mordopfer kann noch nicht so lange tot sein. Schon die Feststellung der Identität wird zu einem komplexen Puzzlespiel. Und dann mehren sich die Hinweise, dass ausgerechnet der Schädel bei der Lösung des Falls eine wichtige Rolle spielen könnte.

Der Autor
© Ralf Kopp

Wieso denn ein Schädel? Und wieso dort?
Einer meiner Protagonisten ist der Gerichtsmediziner Dr. Martin Hinrich. Ihm wollte ich in diesem Buch etwas mehr Raum geben. Deshalb ist er von Anfang an im Kongresszentrum mit dabei. Außerdem fand ich es eine skurrile Idee, knapp 200 Rechtsmediziner dort tragen zu lassen, wo ein Schädel gefunden wird.

Was braucht es zum Schreiben?
Daran ändert sich von Buch zu Buch nur recht wenig:
Erste Ideen entstehen in Stichworten.
© Michael Kibler
Ohne sie geht gar nichts. Stets gefüllt mit Lebenselixier und guten Gedanken zum Nachfüllen.
© Michael Kibler
Ebenfalls hilfreich: Eine inspirierende Umgebung.
© Andreas Heckmann

Worum geht es in „Treueschwur“?
In jedem Krimi von mir geht es natürlich auch um ein Thema. Das Thema dieses Buches ist „William Shakespeare“. Shakespeare in Darmstadt? Ja, tatsächlich: In der südhessischen Kleinmetropole wird Shakespeares Totenmaske aufbewahrt. Und sie ist frei zugänglich und sogar ohne einen Cent Eintritt zu besichtigen: In der Universitätsbibliothek in Darmstadt, im Untergeschoss hinter einem Glasfenster. Ist sie wirklich echt? Vieles spricht dafür. So lässt sich die Herkunft von England nach Südhessen exakt dokumentieren. Und die Wissenschaftlerin Hildegard Hammerschmidt-Hummel hat umfangreiche Untersuchungen angestellt, die starke Indizien für die Authentizität liefern. Mehr dazu kann man hier lesen.

Shakespeares Totenmaske in Darmstadt
© Michael Kibler

Ist Treue-Schwur ein Regio-Krimi?
„Treueschwur“ ist natürlich wieder ein „Darmstadt-Krimi“ - schon deshalb, weil er in dieser Stadt spielt. Ich wehre mich jedoch immer – so vehement wie erfolglos – gegen das Etikett „Regio-Krimi“. Jeder Krimi spielt irgendwo. James Pattersons Roman über Alex Cross sind ja auch keine Washington-Krimis ... Aber natürlich ist es für die Fans aus meiner Heimat immer das Sahnehäubchen, die Orte, an denen der Krimi spielt, wiederzuerkennen.

Welche Rolle spielt das Darmstädter Kongresszentrum?
Das Darmstadium, so der offizielle Titel des Kongresszentrums, war von Baubeginn an ungeliebt von den Darmstädter Bürgern. „Schepp Schachtel“ nennen es viele verächtlich – und nur wenige erinnern sich daran, dass die Flachbauten der Uni aus den Fünfzigerjahren, die zuvor auf dem Areal standen, auch niemals einen Architekturpreis erhalten hätten. Zudem lohnt der Blick ins Innere und hinter die Kulissen: Sehr energieeffizient konstruiert, mit Räumen, deren Volumen sich mit wenigen Knopfdrücken jeder Teilnehmerzahl anpassen lässt – hier ist viel Hirnschmalz und Architektenkunst eingeflossen. Nein, solch abfällige Bemerkungen hat das Gebäude nicht verdient, meine ich. Und deshalb, als kleines Trostpflaster, hat es in diesem Buch die wichtigste Statistenrolle bekommen. Wer mehr erfahren will, klickt hier.

Das Darmstädter Kongresszentrum.
© Michael Kibler

Die Recherche
William Shakespeares Grab in Stratford upon Avon – fotografiert vom Autor.
© Michael Kibler

Bei der Recherche zum Buch gab es wieder einige Themenbereiche zu recherchieren. So zum Beispiel die Frage, welche Informationen man den Knochen eines Skeletts noch entlocken kann. Dann natürlich auch mehrere Fragestellungen zum größten Dichter Englands höchst selbst. Die Recherche zu meinem Darmstadt-Krimi hat mich daher auch nach Stratford upon Avon in England geführt, dem Geburts- und Sterbeort des Poeten ;-). Aber natürlich gab es auch jede Menge Fragen an die Polizei in Darmstadt, zum Beispiel zu internen Ermittlungen. Oder Fragen an Juristen, etwa zu Verjährungsfristen.

Die Holy Trinity Curch in Stratford – in ihr die Grabstätte Shakespeares.
© Michael Kibler
Das Polizeipräsidium Südhessen – im Krimi das Hauptquartier meiner Ermittler. Im richtigen Leben DER Ort für Recherche.
© Michael Kibler


Und wie, um alles in der Welt, kommt man darauf?
Mit der Idee, Shakespeares Totenmaske in einen meiner Krimis aufzunehmen, ging ich schon lange schwanger. Ganz besonders, als die Maske von meiner Stadt versteckt wird, im Untergeschoss der Uni-Bibliothek, ohne Leuchttafeln, die in ihre Richtung weisen, sogar ohne jedes Hinweisschild. Da kann ich die Stadtväter nicht ganz verstehen, dass sie dieses Kleinod nicht etwas offensiver bewerben. Ein Shakespeare-Raum im stolzen Darmstädter Landesmuseum – das wäre wohl etwas angemessener. Naja, jetzt wird die Maske wenigstens in meinem Buch aus dem Dornröschenschlaf geweckt …

Wer hat Spaß an meinem Krimi?
Alle, die einen spannenden Krimi mögen. Und auch jene, die sich auch für Shakespeares Leben und besonders seinen Tod interessieren.

Und wer hat keinen Spaß daran?
Shakespeare-Hasser ;-)

geschrieben von
Michael Kibler


  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (2. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492312225
  • ISBN-13: 978-3492312226




Liebe Grüße,
Claudia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen