Samstag, 21. Oktober 2017

[Rezension] Zeller, Helmut/Gruberová, Eva - Reise Know-How CityTrip Prag

Der kompakte Reiseführer "CityTrip Prag" von Reise Know How hat 156 Seiten, eine flexible aber stabile Bindung und ist somit ideal, um ihn auf Reisen stets in der Hand(-tasche) dabei zu haben. Der Reiseführer bietet außer vielen Informationen auch einen großen Faltplan zum Herausnehmen, sowie Pläne über Hradschin und Kleinseite im vorderen und Altstadt und Josefstadt im hinteren Teil der Klappbroschur, somit hat man die wichtigsten Karten stets zur Hand ohne mit einem großen Faltplan hantieren zu müssen. Zusätzlich gibt es noch eine kostenlose Web-App für Smartphone, Tablet und PC.


Aufbau des Reiseführers:
  • neun "nicht verpassen!"-Tipps in einer komprimierten Übersicht zu Beginn des Reiseführers
  • Inhaltsverzeichnis mit Zeichenerklärung
  • Prag entdecken (Sightseeing Tipps nach Bezirken sortiert)
  • Prag erleben (z.B. für Kauflustige, Genießer oder Museumsfreunde)
  • Prag verstehen (die Geschichte der Stadt)
  • Praktische Reisetipps nebst An- und Rückreise, Unterkünften, Geldfragen, Verkehrsmittel usw.
  • Anhang

Sofern es ihn gibt, begleitet mich stets ein CityTrip zu einer Städtereise. Das System des Reiseführers ist extrem einfach und super bequem in der Handhabung, daher habe ich auch für meinen Pragurlaub darauf zurückgegriffen.

City Trip Prag beinhaltet 56 Sightseeing-Tipps. Diese werden ausführlich erläutert,  oft mit Fotos und vor allem mit hilfreichen Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten oder Preisen versehen. Ergänzend werden diese Sightseeing-Vorschläge durch zahlreiche Tipps für Hotels, Bars, Museen, Einkaufsmöglichkeiten usw. Ich lese mir stets als erstes diese Sightseeing-Tipps durch, um schon einmal zu sehen, was mich interessiert. Da diese Tipps nummeriert sind, kann ich in der Straßenkarte schauen, wo was liegt, mir die wichtigen markieren und so sehr einfach individuelle Stadtrundgänge zusammenstellen. Anders herum findet man schnell die Informationen zu der jeweiligen Sehenswürdigkeit, wenn man auf der Karte sieht, dass man gerade bei Tipp Nr. 10 angekommen ist, einfach zu der entsprechenden Seite blättern und schon kann man die Informationen und Hintergründe dazu nachlesen.

Mir persönlich sind in diesem Reiseführer zu wenig Fotos. Prag bietet sehr viel zu sehen, allerdings oft "nur" Gebäude, wo ich gerne vorher schon ein Foto von gesehen hätte, um entscheiden zu können, ob es mir einen Foto-Stopp im Stadtrundgang wert ist oder nicht. Da ich fast alle Sehenswürdigkeiten nicht kannte (Prag hat nun mal nicht den Eifelturm oder den Big Ben, wo man sofort weiß, dass man da unbedingt hin möchte), konnte ich so oft nicht abschätzen, ob ich mir dieses oder jenes Gebäude nun ansehen möchte oder nicht. Da hätten ein paar Fotos mehr mir die Entscheidung leichter gemacht. Ansonsten bin ich mit dem CityTrip Reiseführer wieder sehr gut klargekommen.

Fazit: Der CityTrip Reiseführer ist super leicht in der Anwendung. Jeder kann seinen Focus auf das legen, was ihm persönlich am Wichtigsten sind (generelle Sightseeing-Tipps, Museen, tolle Bars im Nachtleben usw.). Es ist einfach entweder den vier vorgegebenen Stadtrundgängen zu folgen oder sich durch die nummerierten Sightseeing-Tipps selbst einen zu basteln. Ein paar mehr Fotos wären in diesem Falle aber hilfreich gewesen.

  • Taschenbuch: 156 Seiten
  • Verlag: Reise Know-How; Auflage: 6 (11. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831727813
  • ISBN-13: 978-3831727810


Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 20. Oktober 2017

[Stefanies Rezension] Østby, Anne - Zartbitter ist das Glück

Gastrezension von Stefanie

„Zartbitter ist das Glück“, der Roman für reifere Frauen von Anne Ostby, ist im neuen Wunderraum-Verlag erschienen. Mit schöner Optik und kleinen Details macht der Verlag die Bücher, die sich vor allem an ein weibliches Publikum richten, zu Schmuckstücken, die sich prima als Geschenkbücher eignen. „Zartbitter ist das Glück“ und wohl auch alle anderen Wunderraum-Bücher haben einen edlen Einband, die Einschlagseiten tragen ein Muster wie bei Scrapbookpapier, und am besten gefällt mir das süße Lesebändchen, auf dem 'Lesepause' steht. Wunderraum sieht sich als ein Verlag für die (Haus)Frau ab 30, aber dazu sage ich später noch etwas aus der Sicht dieses Buches.

Zum Inhalt. Fünf ehemalige Schulfreundinnen, die bereits auf die siebzig zugehen, treffen sich wieder auf Fidschi, wo eine von ihnen, Kat, eine Kakaoplantage hat. Kat hat die anderen eingeladen, bei ihr zu wohnen, denn seit ihr Mann Niklas gestorben ist, fühlt sie sich recht einsam. Die sehr unterschiedlichen Damen reisen an, und der Gedanke, selbst Schokolade herzustellen und zu vermarkten, entsteht. „Ein Stück vom Glück“ braucht aber in diesem Buch doch recht lang, bis es realisiert wird.

Dieser Roman richtet sich ganz klar an Frauen, die das Berufsleben schon hinter sich gelassen und vielleicht an einem Wendpunkt ihres Lebens stehen, oder zumindest davon träumen. Ich bin zwar auch nicht mehr ganz jung, doch so richtig angesprochen haben mich die rüstigen Omas doch nicht. Das Buch möchte davon leben, dass es fünf sehr unterschiedliche Charaktere zusammenführt. Doch der Plan mit der Schokoladenmanufaktur wird erst nach ca. 2/3 des Romans von den Damen wirklich umgesetzt. Die Handlung schreitet so langsam voran wie die Damen selbst. Es gibt ein paar gute Ansätze und Ideen, die aber größenteils unausgereift bleiben. So darf sich die Leserin hier an mancher Stelle eher langweilen.

Manches bleibt zudem verwunderlich, z.B., als eine der Frauen ausgeraubt wird und währenddessen nur von der Männlichkeit des Täters träumt (und was sie mit ihm machen möchte). Ein bisschen Fidschi-Wind darf sich die Leserin zwar um die Ohren wehen lassen, denn die Autorin kennt die Inseln recht gut, das reicht m.E. noch nicht als Stoff für einen guten Roman.

Fazit: Ich habe lange gebraucht, um „Zartbitter ist das Glück“ zu beenden, denn der Roman plätschert so vor sich hin. Die letzten fünfzig Seiten haben mir dann besser gefallen, aber sonst ist das Buch einfach zu gewöhnlich und ohne Höhen und Tiefen. Möglicherweise können Ältere aber etwas in den Frauen finden, was mir verborgen blieb. Leider kann ich für „Zartbitter ist das Glück“ nur 3 bis 3,5 Sterne vergeben.

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Wunderraum (28. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3336547911
  • ISBN-13: 978-3336547913
  • Originaltitel: Biter av Lykke
  • Übersetzer: Gabriele Haefs 


Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 19. Oktober 2017

[Gastrezension] Weiss, Rhena - Das Böse in euch

Gastrezension von Sandra

Cover
Das äußere dieses Psychothrillers ist genau so wie ich es bei einem Buch aus dem Genre erwarte. Der Titel in einer auffälligen Farbe geschrieben, dann der Eyecatcher in dunkel als Relief. Leider kann ich nicht wirklich erkennen was es darstellen soll, aber das Gesamtbild stimmt. Der Hintergrund ist eher schlicht gehalten, so fallen die anderen beiden Punkte eher auf. Das Wort "Psychothriller" hat eine andere Schriftart, was hervorragend zur Art des Buches passt. Alles in allem nimmt man es in die Hand weil es neugierig auf mehr macht.

Meine Meinung
Zum lesen dieses Buches kam ich eher zufällig. Habe es nicht gekannt, bis ich zufällig bei Facebook darüber fiel. Ein Blogkollegin suchte Gastrezensenten zu diversen Büchern, u.a. diesem hier. Ui direkt zu mir damit, der Klappentext macht neugierig, ich mag es lesen. Konnte es dann kaum erwarte bis es bei mir eintrifft!

Ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Bisher kannte ich kein einziges Buch dieser Autorin, Schande über mein Haupt, aber ich bin begeistert. Direkt im ersten Kapitel verursacht das gelesene eine Gänsehaut bei mir. Man schüttelt ungläubig mit dem Kopf, mag sich nicht wirklich vorstellen was dort gerade geschieht. Die Abgründe, die sich hier auftun, hat man selten so gelesen. Rhena Weiss ist eine Meisterin des Schreibens, die mit den ganz Großen mithalten kann.

Mehrere Mädchen verschwinden in Wien, man kann sich nicht erklären warum. Weggelaufen scheinen die meisten nicht zu sein, das Elternhaus ist intakt, es gibt keinen Grund das gemütliche Heim zu verlassen. Nur wo sind sie hin? Genau das versucht Michaela Baltzer, LKA-Ermittlerin, heraus zu finden. Doch sie deckt Dinge auf, die sich zuerst nicht erklären lassen, sie ist verunsichert, geht jeder Spur nach, kommt aber nicht wirklich vorwärts in den Ermittlungen. Zu Hilfe kommt ihr Ihre Nichte Valerie. Das junge Mädchen lebt zeitweise bei Ihrer Tante, ist total fasziniert von deren Job und mischt sich in die Untersuchungen ein. Ob dies der richtige Weg ist? Bald stellt sich heraus, dass Valerie eine heiße Spur hat, doch dann verschwindet das junge Mädchen!

Rhena Weiss hat hier authentische Charaktere geschaffen mit denen sich der Leser identifizieren kann. Sie sind realistisch, haben Gefühl die sie auch zeigen und wirken nicht gekünzelt. Sie haben Ecken und Kanten, können diese oft nicht zugeben und wirken dadurch sehr sympathisch. Gerade Valerie mit Ihren jungen Jahren wird gut rüber gebracht. Das schmale Grad zwischen, ich bin schon erwachsen, habe aber das naive Verhalten eines teenies haben mir gut gefallen.

Genau aus dem Grund schafft es die Autorin auch, dass man in dem Buch versinkt. man fühlt und lebt mit, man leidet mit, man mag wissen wie das kranke Hirn des Entführers denkt damit man das nachvollziehen kann. Doch der menschliche Abgrund hat einen hohen Horizont und man kann nicht wirklich nachvollziehen was im Kopfe mancher Menschen vor sich geht. Das krankhafte was hier beschrieben wird ist teilweise schon pervers, fasziniert aber auch gleichzeitig.

Die Handlung des Buches ist gradlinig, es gibt eine Zeitebene, die klar strukturiert ist. Den Ereignissen kann man gut folgen, die Charaktere handeln entsprechend logisch den Vorgaben und man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dem Geschehen nicht mehr folgen zu können. Die Kapitel sind zum einen aus der Sicht des Entführers, zum anderen aus der Sicht von Michaela geschrieben. Das macht das ganze so interessant, da man beide Seiten der Geschichte erklärt bekommt. Manches erklärt sich dadurch besser, man fiebert mit, stellt Überlegungen an, hat Hoffnung. Es ist auch sehr interessant, wie sich die kindliche Erziehung im späteren Leben von einem Menschen wiederspiegelt.

Das Thema was hier aufgegriffen wird, ist nicht immer einfach zu lesen, gerade wenn man selbst Kinder hat, denen man ein liebevolles zu Hause bieten mag, doch es zeigt auch, wie krank der Mensch sein kann!

Fazit: Jetzt zum Ende hin kann ich nur sagen: Ein Buch was mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, bewegt und fasziniert hat. Klasse Schreibstil, tolle Charaktere, sinnvolle Handlung und somit eine absolute Leseempfehlung!

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (16. Mai 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442483212
  • ISBN-13: 978-3442483211


Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 18. Oktober 2017

[Rezension] Eichendorff, Joseph von u.a. - Meine Zauberweihnacht



"Meine Zauberweihnacht: Entspannt malen und kreativ sein mit schönen Geschichten und Gedichten zum Zuhören - Mit 18 Geschichten und 10 Ausmalvorlagen" will dafür sorgen, dass man sich in der manchmal stressigen Weihnachtszeit eine kleine Auszeit nimmt. Meiner Meinung nach, wird das mit diesem Set auch funktionieren.



Ich wollte schon öfter man Mandala ausmalen etc austesten, aber irgendwie habe ich mir nie die Zeit dafür genommen. Genauso geht es mir mit einem Hörbuch. Beim Autofahren lausche ich denen gerne, aber zuhause habe ich immer das Gefühl, ich muss währenddessen etwas anderes machen und dieses lenkt mich dann meistens von der Geschichte ab. Bei der Kombination von Hörbuch und Ausmalvorlagen, war ich doppelt beschäftigt und nichts hat dem anderen die Aufmerksamkeit gestohlen, denn zuhören und malen kann man gleichzeitig. Daher ist das Zusammenspiel hervorragend.

Die 18 Geschichten und Gedichte stammen von Joseph von Eichendorff, Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch, Herman Bang, Theodor Fontane, Adalbert Stifter, Ludwig Thoma, Paula Dehmel, Richard Dehmel, Peter Rosegger, Walter Benjamin, Cäsar Flaischlen und Agnes Sapper und werden u.a. von Stefan Wilkening, Beate Himmelstoß, Felix von Manteuffel und Elke Heidenreich gelesen. Da die Gesamtlaufzeit nur ca. 75 min beträgt, ist klar, dass viele Geschichten recht kurz sind. Bei mir war es so, dass mir die längeren Geschichten am besten gefallen haben. Ich hätte in der Anthologie dementsprechend lieber ein paar weniger Werke gehabt, dafür aber welche, die mindestens 5-10 Minuten lang sind - aber das ist natürlich Geschmackssache.

Dieses Set lässt sich mit einem elastischen Bändchen schließen. Öffnet man es, so findet man die CD, ein kleines Booklet mit Informationen über die Autoren und Sprecher sowie ein Einschubfach mit den zehn Ausmalvorlagen. Dadurch, dass diese in einem extra Fach untergebracht sind, besteht nicht die Gefahr, dass sie aus der Verpackung herausfallen können. Ebenfalls sehr positiv finde ich, dass die Rückseite der Ausmalvorlagen wie eine Postkarte gestaltet ist. Ich kann also beim Malen und Hören entspannen und gleichzeitig meine Weihnachtspost vorbereiten.


Fazit: Die Idee ein Hörbuch mit Ausmalvorlagen zu kombinieren, begeistert mich. So kann man sich beidem gleichzeitig widmen und etwas Ruhe einkehren lassen. Nicht alle Geschichten haben meinen Geschmack getroffen, aber ich habe die CD trotzdem gerne gehört und dabei in Ruhe gemalt.

  • Audio: 1 CD - ca. 1h 15 min
  • Verlag: der Hörverlag (9. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3844527206
  • ISBN-13: 978-3844527209

Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 17. Oktober 2017

[Die Story hinter dem Buch] Nina Sahm - Das Alphabet meiner Familie


heute:


Nina Sahm - Das Alphabet meiner Familie

 

 
Mein dritter Roman „Das Alphabet meiner Familie“ ist am 02. Oktober erschienen. Eine Familiengeschichte, die in einem Dorf am Bodensee ihren Anfang nimmt, und von der turbulenten Suche nach Heimat und Identität erzählt. 

© Stephan Sahm


Wann ich die erste Idee hatte?
Beim Frühstück! Ich las in einer Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung einen Artikel über Straßenstände („Streetfood 1.0: Lieber Bauchladen“), indem am Rande eine ganz ungewöhnliche Bodenseezwiebel erwähnt wurde. Sie sei nicht nur extrem selten, sondern auch besonders lecker, schrieb der Journalist Max Scharnigg. Und man könne sie essen wie einen Apfel. Da war mein Interesse geweckt. Nach und nach entstand dann die Figur eines Vaters, der sich so in der Aufzucht dieser Knolle verliert, dass ihm seine eigene Familie abhanden kommt. 

© Nina Sahm

Was ist das Besondere an dieser Zwiebel?
Bei meiner Recherche bin ich natürlich auch an den Bodensee gefahren. Anfang Oktober ist dort immer ein großes Zwiebelfest in einem kleinen Dorf. Ein riesiges Feld wird dann zu einem Parkplatz umfunktioniert und aus dem Umland strömen unglaublich viele Menschen herbei. Die kleine Knolle sieht auf den ersten Blick unscheinbar aus, kann aber sehr viele Menschen begeistern – der perfekte Protagonist für eine Familiengeschichte mit vielen Irrungen und Wirrungen, finde ich.

Worum geht es genau?
Eines Tages steht Frieder vor Ellas Tür: Ein Fremder, der sie vom ersten Augenblick an fasziniert und ihr ein Foto ihrer Mutter Rike zeigt. Wer aber ist er? Ella lauscht wie gebannt seinen Geschichten: von seinem Vater Viktor, den er kaum kennt, von dessen Faszination für die Zucht einer ganz besonderen Zwiebel und von der Trennung seiner Eltern kurz nach seiner Geburt. Und von jenem kleinen Dorf am Bodensee, das er und seine Mutter auf der Suche nach einem neuen Zuhause bald hinter sich ließen. Ella gerät immer mehr in den Sog von Frieders spannenden Erzählungen, die von der Suche nach den eigenen Wurzeln erzählen. Erst nach und nach wird ihr bewusst, was diese Geschichte mit ihrer eigenen zu tun hat

Recherche am Bodensee
© Nina Sahm

Wie klingt das so?
Ganz exklusiv verrate ich euch hier die ersten Zeilen:
„Meine Familie war anders. Damit meine ich nicht, dass wir größere Nasen oder schiefere Zehen als der Rest hatten. Nein, rein optisch fielen wir nicht weiter auf. Wir waren nicht besonders hübsch und nicht besonders hässlich, ein gesundes Mittelmaß, das die Blicke nicht weiter anzog. Doch sobald jemand den kleinen Hof am Bodensee betrat, rieb er sich verwundert die Augen.“ 

Recherche am Bodensee
© Nina Sahm

Und wie geht es weiter?
Tja, das kann ich an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten! Mein Roman ist im Droemer Verlag erschienen und seit dem 2. Oktober im Buchhandel erhältlich. Am Sonntag, den 8. Oktober hatte ich meine erste Lesung zu diesem Roman in der Shotgun Sister Coffeebar in München. Weitere Termine folgen noch und ich werde dann auf meiner Facebook-Seite und meiner Webseite darauf hinweisen.

geschrieben von
Nina Sahm


  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (2. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426306239
  • ISBN-13: 978-3426306239







Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 16. Oktober 2017

[Gastrezension] Thorn, Ines - Ein Weihnachtslicht über Sylt

Gastrezension von Ulla

Kurzbeschreibung:
Adventszeit - eine stimmungsvolle Zeit. Wunschzettel werden geschrieben, Plätzchen werden gebacken und ... unvorhergesehene Ereignisse werfen einige Pläne über dem Haufen. Malte, seit zwei Jahren verwitwet, versucht seinen Kindern eine schöne unbeschwerte Zeit zu geben. Aber die Kinder sehnen sich trotzdem nach einer Mutter. Da kommt die Idee gerade zur rechten Zeit und es wird ein entsprechender Wunschzettel geschrieben. Papa Malte soll das ja nicht wissen, deshalb wird Ole, der Postbote, gebeten, den Brief weiterzuleiten. Ob Ole da helfen kann?

Meine Meinung:
Gerade im Advent und zur Weihnachtszeit werden gerne Bücher gelesen, wo Gefühle und Wünsche eine große Rolle spielen.
Malte und seine Kinder hatte ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen und wünschte ihnen, dass ihre Wünsche erfüllt werden können. Wobei es zunächst die ganz normalen Wünsche waren, wie zum Beispiel ein Hund ;-) erst später kam der Wunsch nach einer neuen Mutter auf. So ein Wunsch lässt sich ja nicht besonders leicht erfüllen, zumal zwei Kandidatinnen zur Verfügung standen.

Ich war gespannt und hatte meine Favoritin längst gewählt und ich denke die Kinder waren ebenfalls meiner Meinung.

Ines Thorn hat sehr liebevoll geschildert, wie schön es selbst in einer kleinen Familie im Advent zu gehen kann. Es hat mir sehr großen Spaß bereitet, die Kinder zu begleiten und mit dem Ende war ich dann sehr zu frieden.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und zu gerne würde ich jetzt in diesem Haus sitzen, nachdem ich einen Spaziergang mit Kind und Kegel im Schnee gemacht habe.

Fazit: Ein Wohlfühlbuch, das gerne im Winter gelesen wird. Natürlich kann es auch zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden, aber es passt einfach besser zum Dezember.

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (15. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352009066
  • ISBN-13: 978-3352009068
  • Verlagsgruppe:


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 15. Oktober 2017

[Rezension] Wentrup, Lars & Nieschlag, Lisa - New York Christmas Baking

Vor knapp zwei Jahren erschien das Kochbuch "New York Christmas: Rezepte und Geschichten" und hat für viel Begeisterung gesorgt - auch bei mir. Nun gibt es einen Nachfolger. Erneut geht es ums weihnachtliche New York, dieses Mal mit Rezepten zum Backen: Cookies, Cakes oder Leckeres zum Frühstück wird hier vorgestellt - insgesamt 40 Rezepte, die typisch amerikanisch sind. Garniert wird das Ganze mit einer kleinen Geschichte, einem Gedicht und zahlreichen Farbfotos.


Die ersten Worte möchte ich über die Ausstattung verlieren. Das Cover gefällt mir total gut. Das Motiv ist schön und die Texte in Goldfarbe sind geprägt. Vergleicht man dieses Buch jedoch mit seinem Vorgänger (was man automatisch macht, wenn man beide besitzt), fällt leider sofort einiges auf: Das Buch sieht nicht so edel aus wie die weiße Ausgabe des Kochbuches, es ist kleiner und es hat keinen Schutzumschlag. Für jemanden, der beide Ausgaben besitzt ist es schon etwas enttäuschend, dass die Ausstattung so unterschiedlich ist und man die beiden kaum als zusammenhängend erkennen kann.

Das Kochbuch
Zum Inhalt: Pro Doppelseite gibt es ein Rezepte, wobei manche Seiten auch nur mit Fotos gefüllt wurden. Diese stammen dann von New York und ich muss zugeben, dass ich da schon stimmungsvollere Bilder gesehen habe. Einige sprechen mich zwar sehr an, aber generell gefallen mir die Rezeptfotos besser als die Stadtfotos und dabei liebe ich New York. Ansonsten sind die Doppelseiten so aufgeteilt, dass eine Seite komplett mit dem Foto der fertigen Backware bedruckt ist - welche wirklich wunderschön in Szene gesetzt wurden - und auf der anderen Seite finden sich meistens einleitende Worte, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie die Zutatenliste. Die Rezepte wurden übrigens "eingedeutscht", so dass dort nicht die typischen amerikanischen Einheiten wie "Cup" oder "Teaspoon" stehen, sondern die Angabe in Gramm, Milliliter o.ä. erfolgt.

Ob man die Rezept ansprechend findet oder nicht, ist natürlich Geschmackssache. Ich muss gestehen, dass ich ca. die Hälfte aufgrund der Zutaten nicht lecker empfinde. Anderes wie z.B. Sandwich Cookies mit Erdnussbutter, Cheesecake Cookies oder Banana Pecan Waffles lassen mir sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch die Gingerbreadmen, also die Lebkuchenmänner, fehlen natürlich nicht in dieser amerikanischen Rezeptesammlung.

Fazit: Bei den meisten Rezepten würde ich sofort unterschreiben, dass sie typisch amerikanisch sind und somit hervorragend in diese Sammlung passen, auch wenn lange nicht alle für meinen persönlichen Geschmack lecker klingen. Die Ausstattung an sich ist schön, vergleicht man sie aber mit dem Vorgänger, dann bin ich doch etwas enttäuscht. Die New York Fotografien können leider nicht mit den Fotos der Backwerke mithalten. Alles in allem trotzdem ein schönes amerikanisches Backbuch für die Weihnachtszeit.


  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Hölker Verlag; Auflage: 1 (19. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3881171541
  • ISBN-13: 978-3881171540


Liebe Grüße,
Claudia

Samstag, 14. Oktober 2017

[Produkttest] BodyChange® Wochenkalender 2018: I make you sexy


Jeder, der sich mit gesunder Ernährung oder Abnehmen beschäftigt, hat bestimmt schon einmal etwas von BodyChange® - I make you sexy gehört. Ich bin dort nicht angemeldet, weiß nur grob worum es geht, aber wollte mir aus dem Wochenkalender trotzdem Inspirationen für gesunde Rezepte holen. Immerhin sollen leckere Hauptmahlzeiten, Snacks und Getränke dabei sein, die nicht nur satt machen, sondern auch beim Abnehmen helfen.


Zur Aufmachung:
Die Seiten des Kalenders im Hochkant-Format sind alle gleich gestaltet. Es gibt in der linken oberen Ecke jeweils ein schönes Foto des zubereiteten Gerichtes. Rechts daneben gibt es die Zutatenliste nebst geschätzter Zubereitungszeit.

Im mittleren Part gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit die Zubereitung auch gelingt und manchmal noch ein Tipp, um die Seite zu füllen. Den Abschluss macht ein Wochenkalendarium, welches den Monat, die Tage, die Daten, die Kalenderwoche und Feiertage berücksichtigt. Die Seiten haben einen weißen Hintergrund und sind ansonsten in dem Blau- und Lilaton des Titels (siehe Cover) gehalten. 

Ich finde das Layout und die farbliche Gestaltung sehr ansprechend. Mir gefällt jedoch nicht, dass die Kalenderblätter nicht perforiert sind. Sollte mir ein Rezept besonders gut schmecken, möchte ich es doch öfter kochen und nicht ein ganzen Jahr versteckt im Kalender an der Wand hängen haben. Mein Anspruch wäre dann, dieses Blatt sauber heraustrennen zu können, aber das ist leider nicht vorgesehen. Man müsste dann die Seite herausreißen und oben den zerrissenen Rand abschneiden. Außerdem finde ich es sehr schade, dass gar keine Nährwerte angegeben werden. Ich weiß, dass man bei BodyChange® keine Kalorien oder ähnliches zählen muss, aber es gibt sicherlich durchaus Mitglieder, die trotzdem ihre tägliche Fett- oder Eiweißaufnahme kontrollieren möchten und bei Rezepten, die "gesund" sind, erwarte ich solche Angaben einfach.

Zu den Rezepten:
Die im Kalender enthaltenen Rezepte sind in zwei Kategorien eingeteilt. Zum einen gibt es die, von denen man zu den drei Hauptmahlzeiten so viel essen kann, bis man satt ist, und zum anderen gibt es die, die als Energielieferant nach dem Sport dienen sollen.

Was mir als erstes negativ aufgefallen ist, ist die Berücksichtigung von BodyChange®-Produkten in den Rezepten. Für fast die Hälfte der Rezepte wird so eine "Spezialzutat" aus dem BodyChange®-Shop benötigt. Zum einen ist das einfach unpraktisch, wenn ich montags das neue Kalenderblatt anschaue und sehe ich muss erst wieder in dem Shop bestellt (mit Lieferzeit) und dann die Woche darauf schon wieder usw. Auch ein Vorausplanen über mehrere Wochen ist unschön, da ich mich eigentlich jede Woche überraschen lassen möchte. Zum anderen finde ich, dass es einen faden Beigeschmack hat, wenn Mitglieder nicht nur den Mitgliedsbeitrag zahlen müssen, sondern auch noch "ungezwungen" werden, zahlreiche Zutaten in diesem Shop zu kaufen. Ich kenne es aus WeightWatchers Büchern so, dass diese Rezepte ab und an auch deren Produkte beinhalten, aber es gibt immer eine Alternative. Hier nicht.

Des Weiteren sind ganz viele Rezepte mit Kokos (-nuss, -milch, etc). Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich finde wenige Sachen gruseliger, als Essen mit Kokosgeschmack. Somit verbleiben für mich nach Abzug der Rezepte mit BodyChange®-Produkten und den Kokos-Rezepten kaum noch welche über.

Fazit: Wenn man bereit ist zahlreiche BodyChange®-Produkte zu kaufen, Kokos mag und keine Nährwertangaben wünscht, könnte dieser Kalender das Richtige sein. Ich bin jedoch nicht bereit diese teuren Produkte zu kaufen, kann Kokos nicht ausstehen und mich interessieren die Nährwertangaben. Daher ist der Kalender nichts für meine Bedürfnisse. Hätte ich dieses aus der Artikelbeschreibung entnehmen können, hätte ich mich nicht für diesen Kalender entschieden.

  • Kalender: 56 Seiten
  • Verlag: Riva (17. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3742302337
  • ISBN-13: 978-3742302335
    https://www.m-vg.de/riva/shop/home/

Liebe Grüße,
Claudia

Freitag, 13. Oktober 2017

[Produkttest] EatSmarter! - Schlank und fit durchs Jahr: Rezepte zum Abnehmen mit maximal 500 Kalorien. Wochenkalender 2018




Dieser Wochenkalender bietet für das Jahr 2018 ein Rezept pro Woche mit maximal 500 Kalorien. Damit soll man schlank und fit durchs ganze Jahr kommen. Berücksichtigt wurden bei den Zutaten die jeweilige Saison, so dass es im Sommer z.B. etwas mit Erdbeeren und im Winter etwas mit Grünkohl gibt.



Zur Aufmachung:
Die Seiten des Kalenders im Hochkant-Format sind alle gleich gestaltet. Es gibt in der linken oberen Ecke jeweils ein schönes Foto des zubereiteten Gerichts. Rechts daneben gibt es sehr umfangreiche Nährwertangaben (Kilokalorien, Fett, gesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Kohlenhydrate, Zucker und Ballaststoffe). Des Weiteren wird die ungefähre Zubereitungszeit angegeben und es gibt kleine Tipps. Ich finde es sehr positiv, dass alle Nährwerte enthalten sind. So kann sich jeder das raussuchen, was für ihn wichtig ist, ob er nun auf Fett, Eiweiß oder Kalorien achten möchte.

Im mittleren Part gibt es die Zutatenliste und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit die Zubereitung auch gelingt. Den Abschluss macht ein Wochenkalendarium, welches den Monat, die Tage, die Daten, die Kalenderwoche und Feiertage berücksichtigt. Jeder Monat besitzt eine andere Hintergrundfarbe und ich finde das Layout und die farbliche Gestaltung sehr ansprechend. Mir gefällt jedoch nicht, dass die Kalenderblätter nicht perforiert sind. Sollte mir ein Rezept besonders gut schmecken, möchte ich es doch öfter kochen und nicht ein ganzen Jahr versteckt im Kalender an der Wand hängen haben. Mein Anspruch wäre dann, dieses Blatt sauber heraustrennen zu können, aber das ist leider nicht vorgesehen. Man müsste dann die Seite herausreißen und oben den zerrissenen Rand abschneiden.

Zu den Rezepten:
EatSmarter! sagte mir bisher nichts. Ich habe mir von dem Kalender Rezepte erhofft, mit denen ich eine Hauptmahlzeit ersetzen und dadurch Kalorien sparen kann. Ein paar wenige habe ich gefunden, wie z.B. Hähnchenfilet auf Couscous-Salat, Lachs mit Kartoffeln oder eine Garnelenpfanne. Die meisten Rezepte sind jedoch nur Snacks oder dienen als Vor- oder Nachspeise (viele Salate und Suppen sind im Kalender enthalten). Vielleicht wird ja jemand von einem Teller Suppe satt - ich leider nicht. Daher wäre das dann eher nur eine leichte Vorspeise und danach müsste dann noch ein Mittagessen kommen. Dann hat es aber nicht den Effekt, den ich mir gewünscht habe.

Fazit: Die Optik ist ansprechend, einige Rezepte klingen durchaus interessant, aber die meisten dienen nicht dafür eine Hauptmahlzeit zu setzen, es sei denn ein Teller Suppe oder ein kleiner Salat reicht einem. Alle Nährwertangaben sind enthalten, aber leider keine Perforation der Kalenderblätter, um leckere Rezepte leicht heraustrennen zu können. Meinen Ansprüchen wurde der Kalender aufgrund der Rezeptauswahl leider nur bedingt gerecht.

  • Kalender: 56 Seiten
  • Verlag: Riva (17. Juli 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3742303678
  • ISBN-13: 978-3742303677
  • Größe: ca.  24,6 x 21 cm
    https://www.m-vg.de/riva/shop/home/


Liebe Grüße,
Claudia

Donnerstag, 12. Oktober 2017

[Trailer-Thursday] J.D. Barker - The Fourth Monkey



Hallo ihr Lieben,

heute habe ich euch einen Buchtrailer zu diesem Roman mitgebracht:


  • Broschiert: 544 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (27. Dezember 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764506245
  • ISBN-13: 978-3764506247




Viel Spaß beim Schauen!





Liebe Grüße,
Claudia

Mittwoch, 11. Oktober 2017

[Gastrezension] Fitzgerald, Marie - Die Symphonie des Augenblicks

Gastrezension von Jennifer


Claude ist 80, blind, Pianist und wartet auf den Tod. Seine Kontakte zur Außenwelt sind seine Haushälterin, die Frau von der Gemeinde, die ihm mehrmals die Woche etwas zu essen bringt, seine zwei Neffen, die nur darauf warten, endlich das Erbe einheimsen zu können sowie der 17-jährige Corentin, der bei Claude Klavierstunden nimmt, diese aber aus tiefstem Herzen hasst.
Corentin ist hochbegabt und wird von seiner Mutter zu Klavier- und Tennisstunden genötigt, dabei möchte er doch bloß mit seinen Freunden abhängen und Fußballspielen. Doch die Erwartungen seiner Eltern an ihn sind zu hoch, also gibt er dem Druck nach und fügt sich widerwillig in sein Schicksal.

Alain ist obdachlos und verbringt seine Tage auf der Bank vor Claudes Haus. Durch einen schweren Schicksalsschlag hat er alles verloren - seine Familie, seine Karriere, sein Vermögen. Als Claude sich eines Tages auf seine Bank setzt und Alain zu einem kleinen Picknick einlädt, ahnt Alain noch nicht, dass der blinde alte Mann bereits über ihn Bescheid weiß. Dankend nimmt er die Freundschaft an, die Claude ihm anbietet und die ihm einen Funken Hoffnung schenkt.

Als die beiden eines Abends Zeuge werden, wie die hübsche Nachbarin Carole von ihrem Ehemann brutal zusammen geschlagen wird, beschließen die beiden, die junge Frau mit der Hilfe des Klavierschülers zu retten. Damit beginnt eine wunderbare Reise in den Süden, auf der alle vier erkennen, dass das Leben immer etwas zu bieten hat, egal wie schwer die Umstände sind und dass es sich immer lohnt, niemals die Hoffnung aufzugeben, denn man weiß nie, was das Schicksal noch für einen bereit hält.

Erzählt wird die Geschichte dieser vier unterschiedlichen Menschen in jedem Kapitel in der Ich-Perspektive einer anderen Person. Der Autorin ist es hier besonders gut gelungen, jeden in einer anderen sprachlichen Art und Weise erzählen zu lassen. Man erkennt Verzweiflung, Resignation, Hoffnung, Unterwerfung, aber auch jugendlichen Leichtsinn und eine gediegene Sprache. Dies macht es besonders einfach, sich in die einzelnen Protagonisten hineinzuversetzen. Jede Figur hat ihre eigenen sympathischen, aber auch seltsamen Eigenschaften. Alle vier wurden sehr liebevoll charakterisiert.

Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, dabei lässt die Autorin allerdings nicht an Tiefgang vermissen. An vielen Stellen habe ich innegehalten und gemerkt, wie poetisch und wahr einige Textstellen sind. Oft vergisst man, wie schön das Leben eigentlich ist, auch wenn es manchmal schwer ist. Die Symphonie des Augenblicks hat mich daran wieder erinnert.

Die Kapitel des Buches sind sehr kurz gehalten, was mir besonders gut gefällt. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, sehr schnell voranzukommen und möchte immer weiter lesen, um herauszufinden, wie jeder der Protagonisten eine Situation sieht und empfindet.

Fazit: Ich würde "Die Symphonie des Augenblicks" bedenkenlos jedem weiterempfehlen, der eine Schwäche für leichte und hoffnungsvolle Romane hat und gebe diesem Buch 5 von 5 Punkten.

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Pendo (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866124341
  • ISBN-13: 978-3866124349
  • Originaltitel: Nos nuits deviendront des jours

Liebe Grüße,
Claudia

Dienstag, 10. Oktober 2017

[Die Story hinter dem Buch] Manuela Inusa - Der kleine Teeladen zum Glück


heute:


Manuela Inusa - Der kleine Teeladen zum Glück

  


„Der kleine Teeladen zum Glück“ erscheint am 16. Oktober 2017 und ist der erste Band einer mehrteiligen Reihe, die in Oxford, England spielt, genauer gesagt in der Valerie Lane.
Die Valerie Lane ist eine hübsche, kleine, gemütliche Gasse, die von einer der großen Hauptstraßen, der Cornmarket Street, abgeht. Die Valerie Lane ist fiktiv, ich habe sie nach einer ebenfalls fiktiven Legende benannt, nach Valerie Bonham, die vor über einhundert Jahren in eben dieser kleinen Straße ein Gemischtwarengeschäft betrieb und eine besondere Bedeutung für jeden einzelnen Teil der Reihe hat. Denn Valerie Bonham hatte erstens ein unglaublich großes Herz und jede der heutigen Ladenbesitzerinnen in der Valerie Lane (ja, es sind alles Frauen ;) ) nimmt sie sich zum Vorbild und versucht, ein bisschen so zu sein wie sie. Zweitens hatte Valerie eine Tradition, und zwar öffnete sie an jedem Mittwochabend nach Ladenschluss ihre Ladentüren für jeden, der ein offenes Ohr, eine Schulter zum Anlehnen oder auch nur eine Tasse heißen Tee brauchte. Diese Tradition führen die fünf Ladeninhaberinnen der Valerie Lane noch heute fort.

© Manuela Inusa

Die fünf Frauen sind:
Laurie – Ihr gehört der Teeladen an der Ecke, Laurie´s Tea Corner. Sie strahlt, genau wie ihr Laden, besonders viel Harmonie und Wärme aus und bietet köstlichen Tee aus aller Welt an.
Keira – Sie ist Besitzerin der Chocolaterie Keira´s Chocolates und stellt Konfiserie in liebevoller Handarbeit her.
Ruby – Sie führt den Antiquitätenladen Ruby´s Antiques, in dem sie ausgesuchte Raritäten anbietet. Dafür geht sie jedes Wochenende auf Flohmärkte, was ihr große Freude bereitet.
Susan – Ihr gehört der Strickwarenladen Susan´s Wool Paradise, in dem sie nicht nur Wolle in jeder nur erdenklichen Farbe anbietet, sondern auch Selbstgestricktes und -gehäkeltes.
Orchid – Sie ist stolze Inhaberin von Orchid´s Gift Shop, dem Geschenkartikelladen der Straße, in dem sie wundervolle Präsente und allerlei Schnickschnack anpreist.

In diesem ersten Teil nun geht es um Laurie Harper, 32 Jahre alt und hoffnungslos verknallt in ihren Teehändler Barry. In seiner Gegenwart ist sie leider ein wenig tollpatschig und tritt in so manches Fettnäpfchen. Doch ihre Freundinnen finden, den beiden muss unbedingt auf die Sprünge geholfen werden, und besonders Orchid, der Sonnenschein unter ihnen, mischt sich von nun an ein wenig ein.
Ob Laurie und Barry letztlich zueinander finden, dürfen meine Leser ab Oktober selbst herausfinden. Und am 15. Januar 2018 folgt übrigens schon der zweite Teil, „Die Chocolaterie der Träume“, in dem es um Keira und ihre Vorliebe für Schokolade, ihre Extrapfunde und den immer wiederkehrenden Ärger mit ihrem Freund Jordan geht.
Wie bin ich auf die Idee zu dieser Reihe gekommen?
Vor fast genau zwei Jahren hat meine Agentin mir auf der Frankfurter Buchmesse den Vorschlag gemacht, doch mal etwas über eine Frauenfreundschaft zu schreiben. Ich überlegte mir also etwas, verfasste einige Exposés und nicht nur meine Agentin, sondern auch meine Lektorin bei Blanvalet war begeistert. Und ich war glücklich, den fünf Frauen der Valerie Lane und vor allem Valerie Bonham, die ich bis dahin schon total liebgewonnen hatte, eine Plattform geben zu können. Die Valerie-Lane-Bände erzählen nämlich nicht nur von Freundschaft, Liebe und Romantik, sie beinhalten auch besondere Botschaften von mir an meine Leserinnen. Ich hoffe, sie werden sie jeder für sich so interpretieren, wie sie es gerade brauchen. Ich hoffe, sie am Ende jedes Buches mit einem glücklichen Gefühl zurückzulassen.

Die Valerie-Lane-Teile sind übrigens alle einzeln lesbar, wobei es natürlich am besten wäre, man fängt ganz am Anfang an und erlebt mit, wie Laurie, Keira, Ruby, Susan und Orchid und ihre jeweiligen Liebesgeschichten sich weiterentwickeln. :)

Wie kam ich für diese Reihe ausgerechnet auf Oxford?
Oxford hatte schon immer eine ganz besondere Bedeutung für mich. Mit 18 war ich für einige Zeit als Au-Pair-Mädchen in Oxford und habe diese heimelige Stadt lieben gelernt. Da sie sehr alt ist, entdeckt man fast an jeder Ecke Historisches und auch einige Legenden, wie z.B. die von der Bloody Mary (in Band 2 gehe ich näher darauf ein). Es gibt ein großartiges Museum, das Ashmolean, das für jeden kostenlos zugänglich ist und die wundervollsten Kunstwerke z.B. von Monet und Renoir ausstellt, vor denen ich als 18-jährige stundenlang hätte stehen können, um sie zu bewundern. Auch dies baue ich in einem Band mit ein, wie so vieles andere. Natürlich war ich jetzt auch während des Schreibprozesses wieder in Oxford und habe ein wenig recherchiert und mich von dem einzigartigen Flair der Stadt inspirieren lassen. Es steckt also sehr viel Persönliches in diesen Büchern, ich hoffe, so kann eine besondere Verbindung zwischen mir und meinen Leserinnen und Lesern entstehen.

vorm Ashmolean Museum
© Manuela Inusa

Wahrscheinlich merkt man jetzt schon, wie sehr mir diese Buchreihe am Herzen liegt. Ich bin so unglaublich dankbar, dass der wunderbare Blanvalet-Verlag sich darauf eingelassen hat, mich so ein umfangreiches Projekt schreiben zu lassen. Nun kann ich nur noch hoffen, dass meine Leserinnen und Leser meine Protagonistinnen genauso lieb gewinnen werden wie ich. Denn inzwischen fühlen sie sich fast wie richtige Freundinnen an und ich vergieße beim Schreiben nicht selten eine Träne, weil mir ihre Geschichten so nahegehen.

Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern zauberhafte Stunden in der Valerie Lane – am besten mit einer Tasse Tee und einem Lächeln im Gesicht. :)

Vielen Dank, liebe Claudia, dass ich meine neue Buchreihe bei dir vorstellen durfte.

© Manuela Inusa
© Manuela Inusa










Herzlich
Manuela Inusa


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734105005
  • ISBN-13: 978-3734105005




Liebe Grüße,
Claudia

Montag, 9. Oktober 2017

[Rezension] Kling, Marc-Uwe - QualityLand

Willkommen in QualityLand, einem Land in naher Zukunft, wo das Leben durch Algorithmen optimiert wurde - egal ob dieses das Einkaufsverhalten oder die Partnersuche betrifft. Peter Arbeitsloser vermutete jedoch, dass das System fehlerhaft ist. Dieses wird zwar kategorisch ausgeschlossen, Widerworte werden nicht akzeptiert, aber wie ist es dann möglich, dass es Drohnen mit Flugangst und Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung gibt? Außerdem empfindet er Werbung und vorgeschlagene Produkte, die aufgrund seines Profils ermittelt wurden, nicht immer für passend. Doch niemand glaubt ihm, alle vertrauen blind dem System.

Für Optimisten:
Marc-Uwe Kling ist vielen sicherlich bereits durch die Känguru-Trilogie bekannt. Ich habe diese Werke jedoch noch nicht gelesen, daher war es mein erster Kling-Roman. Er hat eine Zukunftssatire über die Entwicklung der digitalen Welt geschrieben. Ich hatte bisher noch nicht viel Erfahrung mit diesem Genre und bin auch immer noch nicht sicher, ob mir dieses wirklich liegt, denn es wirkt schon ziemlich skurril.

Gut gefällt mir, wie Kling direkt mit dem Finger immer wieder genau in offene Wunden piekt. So greift er aktuelle Themen aus unserem Alltag aus. Die Werbung á la „Diese Produkte passen zu Ihnen“, die Vorurteile, dass alle Straftaten von Ausländern begannen werden, oder Online-Dating, das in seiner Welt so normal geworden ist, dass man sich schämen muss, wenn man sich real kennengelernt hat. Unboxing-Videos nimmer er auf die Schippe, genauso wie Fake-News, die bewusst eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Für Apokalyptiker
Auch wenn Kling uns einen Zukunftsroman geschrieben hat, spürt man das erschreckende Szenario recht deutlich, denn so weit hergeholt fühlt sich vieles nicht an. Er hat Tatsachen einfach nur ein oder zwei Stufen weitergetrieben und schon befinden wir uns in einer Welt, in der der digitale Anteil am größten ist, Menschen abstumpfen und es akzeptieren, dass ihnen nur noch Neuigkeiten angezeigt werden, die das System für sie als interessant ermittelt hat. Einen Blick über den Tellerrand hinaus gibt es nicht mehr.

Da es in Klings Roman um Personalisierung geht, hat er auch sein Buch etwas personalisiert. Daher gibt es zwei Varianten: die dunkle Edition für Apokalyptiker und die helle Ausgabe für Optimisten. Der eigentliche Inhalt ist identisch, nur die Zwischenkapitel in denen er u.a. Nachrichten aus QualityLand und Werbung platziert, unterscheiden sich. Am Ende des Romans gibt es einen Link zu einer Website, auf der man die Zwischenkapitel der anderen Edition nachlesen kann, falls man dieses möchte.

Fazit: Ich finde es sehr gut, wie Kling auf aktuelle Probleme hinweist und diese satirisch umsetzt. Auch der Bezug zur heutigen Realität gefällt mir. Manches fand ich jedoch zu skurril, wobei es einfach daran liegen kann, dass mit das Genre der Satire evtl. nicht komplett liegt. Trotzdem hat der Autor mich mit seinem QualityLand gut unterhalten. 

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (22. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550050151
  • ISBN-13: 978-3550050152


Liebe Grüße,
Claudia

Sonntag, 8. Oktober 2017

[In my Mailbox] KW # 40/2017


Hier meine Neuzugänge aus dieser Woche!

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FUCK – Der verfluchte Ausmalkalender 2018
Wentrup, Lars & Nieschlag, Lisa - New York Christmas Baking
BodyChange® Wochenkalender 2018: I make you sexy
Schlank und fit durchs Jahr: Rezepte zum Abnehmen mit maximal 500 Kalorien. Wochenkalender 2018
Gannon, Nicholas - Archer (02) Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow's Bay
Meine Zauberweihnacht



Liebe Grüße,
Claudia